Die Goldenen Zwanziger: Medien, Konsum, Kultur
Ab 1924 lebten viele Menschen in Großstädten in einer Zeit neuer Medien, neuer Konsumgüter und neuer Kunst. Nicht alle profitierten.
Das lernst du heute
- Ich nenne neue Massenmedien und Konsumgüter.
- Ich beschreibe neue Wege in Kunst und Kultur.
- Ich beurteile, wer von den Zwanzigern profitierte.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Belastet von Anfang an: Versailles, Putsche und das Krisenjahr 1923
Nach der Krise von 1923 ging es wirtschaftlich bergauf. Man spricht von den „Goldenen Zwanzigern“. Vor allem in Großstädten wie Berlin entstand ein neues Lebensgefühl.
Massenmedien erreichen viele Menschen gleichzeitig. Ab Oktober 1923 gab es Radiosendungen. Das Kino zeigte Stummfilme, am Ende der Zwanziger kam der Tonfilm. Illustrierte und Zeitungen mit vielen Bildern wurden beliebt.
Konsum bedeutet, Waren zu kaufen und zu nutzen. Kaufhäuser, Elektrogeräte und Autos wurden wichtiger. Fließbandarbeit machte Waren billiger. Viele Menschen gingen ins Kino, in Tanzlokale und zu Sportveranstaltungen.
In Kunst und Kultur suchte man neue Wege. Die Schule „Bauhaus“ (gegründet 1919 in Weimar) verband Kunst und Handwerk mit schlichter Form. Maler, Schriftsteller und Musiker schufen Neues, zum Beispiel Jazz und neue Architektur. Man sprach auch von der „Neuen Sachlichkeit“.
Aber nicht alle hatten Anteil. Viele Menschen blieben arm, und auf dem Land lebte man oft wie früher. Und es gab Streit: Manche lehnten die neue Kultur als „Verfall“ ab.
| Bereich | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Medien | Radio, Kino, Illustrierte | Nachrichten und Unterhaltung für viele Menschen |
| Konsum | Kaufhaus, Auto, Elektrogeräte | neuer Alltag in der Stadt |
| Kultur | Bauhaus, Jazz | neue Formen, auch Streit |
Wer profitierte?
- Wir sammeln Gruppen: Angestellte in der Stadt, Arbeiter, Rentner, Landbevölkerung.
- Wir fragen: Wer hatte Geld für Kino, Radio, Auto?
- Wir sehen: vor allem Menschen in Städten mit sicherem Einkommen.
- Urteil: Die Zwanziger waren nur für einen Teil „golden“.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Radio und Kino.
Kaufhäuser und Autos.
Neue Kunst – aber nicht für alle.
Ein Beispiel
Ein neues Smartphone ist spannend. Es verändert den Alltag, aber nicht jeder kann es sich leisten.
Schritt für Schritt
Wir beurteilen eine Epochenbezeichnung
- Wir lesen: „Goldene Zwanziger“.
- Wir fragen: Wer erlebte sie so? Viele in der Großstadt.
- Wir fragen: Wer nicht? Viele Arme, die Landbevölkerung.
- Wir urteilen: Der Name passt nur teilweise.
Mit einem Bild erklärt
| Profitierten | Profitierten kaum |
|---|---|
| Großstadtbewohner mit Einkommen | Arme Familien |
| Angestellte | Rentner mit wertlosen Ersparnissen |
Zur Grundlage zurück
- Belastet von Anfang an: Versailles, Putsche und das Krisenjahr 1923 – Du kennst die Krise von 1923 und die Stabilisierung.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an „Masse“ von Menschen.
Lösung ansehen
Lösung: Medien, die viele Menschen gleichzeitig erreichen
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Es geht um Kunst und Handwerk.
Lösung ansehen
Lösung: Eine Schule, die Kunst und Handwerk mit schlichter Form verband
Tipp: Frage bei jeder Epochenbezeichnung: Für wen galt sie? Wer wurde nicht erwähnt?
Merksatz: Die Zwanziger brachten Massenmedien, mehr Konsum und neue Kunst. Doch viele Menschen profitierten kaum.
Typischer Fehler: Viele denken, in den Zwanzigern ging es allen gut. Das gilt vor allem für Großstädte und Menschen mit sicherem Einkommen.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Radio
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Lösung ansehen
Lösung: Waren kaufen und nutzen
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Lösung ansehen
Lösung: In Großstädten wie Berlin
Geschafft
Radio, Kino, Konsum und Bauhaus prägten die Zwanziger. Armut und Streit um die neue Kultur gab es aber auch.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Die Weimarer Republik: Demokratie in der Krise
Kurz erklärt, 43 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen