Wer macht Klimapolitik? Akteure und ihre Interessen
Beim Klimaschutz reden viele mit: Staaten und Behörden, aber auch Unternehmen, Verbände und Bürgerinnen und Bürger.
Das lernst du heute
- Ich unterscheide staatliche und nichtstaatliche Akteure.
- Ich nenne Interessen verschiedener Akteure.
- Ich erkläre, warum Interessen sich widersprechen können.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Was der Staat tut, was ich tun kann
Akteure sind Personen oder Gruppen, die mitentscheiden oder Einfluss nehmen. Staatliche Akteure haben ein politisches Amt. Dazu gehören der Bundestag, die Bundesregierung, die Länder und die Städte und Gemeinden. Auch die Europäische Union und die Staaten bei internationalen Klimakonferenzen zählen dazu. Nichtstaatliche Akteure sind zum Beispiel Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Umweltverbände, Bürgerinitiativen, Wissenschaft, Medien und einzelne Menschen. Alle haben Interessen. Ein Unternehmen will Arbeitsplätze und Gewinne sichern. Ein Umweltverband will Natur schützen. Eine Gemeinde möchte Kosten niedrig halten. Der Staat will Klimaziele erreichen, ohne den Wohlstand zu gefährden. Diese Interessen können sich widersprechen. In einer Demokratie wägt man deshalb ab und handelt Lösungen aus. Dabei gilt: Jede Gruppe darf ihre Sicht vertreten.
| Akteur | Art | Mögliches Interesse |
|---|---|---|
| Bundestag | staatlich | Gesetze beschließen, Ziele erreichen |
| Stadt | staatlich | Bürger schützen, Kosten im Blick |
| Unternehmen | nichtstaatlich | Arbeitsplätze, Gewinne, Planungssicherheit |
| Umweltverband | nichtstaatlich | Natur und Klima schützen |
| Bürgerinitiative | nichtstaatlich | Lebensqualität vor Ort |
Interessen vergleichen
- Ausgedachtes Beispiel: Eine Stadt plant einen Radweg statt Parkplätzen.
- Die Stadt will den Verkehr klimafreundlicher machen.
- Ein Geschäft sorgt sich um weniger Kundschaft mit Autos.
- Eine Bürgerinitiative fordert mehr sichere Radwege. Der Stadtrat wägt alle drei Interessen ab.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Der Staat entscheidet.
Andere wollen mitreden.
Alle haben eigene Interessen.
Ein Beispiel
Eine Klasse entscheidet über das Ziel ihrer Klassenfahrt. Alle haben Wünsche. Die Klasse muss sich einigen. Das ist ähnlich.
Schritt für Schritt
Wir ordnen Akteure zu
- Wir fragen: Hat der Akteur ein Amt? Dann staatlich.
- Sonst: nichtstaatlich.
- Wir nennen sein Interesse.
- Wir prüfen, ob es einem anderen Interesse widerspricht.
Mit einem Bild erklärt
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Amt? | ja: staatlich |
| Kein Amt? | nichtstaatlich |
| Interesse? | Was will der Akteur erreichen? |
Zur Grundlage zurück
- Was der Staat tut, was ich tun kann – Du weißt, was der Staat und jeder Einzelne tun kann.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Welcher Akteur hat ein politisches Amt?
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Lösung: Der Bundestag
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was will ein Umweltverband?
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Lösung: Natur und Klima schützen
Tipp: Prüfe bei jeder Aussage: Wer sagt das? Welches Interesse steckt dahinter? Das macht die Aussage nicht falsch, hilft aber beim Einordnen.
Merksatz: Staatliche Akteure haben ein Amt. Nichtstaatliche Akteure nehmen Einfluss. Interessen können sich widersprechen und werden abgewogen.
Typischer Fehler: Viele denken, es gebe nur „die Politik“. Auch Unternehmen, Verbände und Einzelne wirken mit.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Eine Bürgerinitiative
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Lösung: Weil Klimaschutz Kosten und Veränderungen bringt, die nicht alle gleich treffen
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Verschiedene Interessen zu berücksichtigen
Geschafft
Klimapolitik hat staatliche und nichtstaatliche Akteure mit verschiedenen Interessen. In einer Demokratie wägt man sie ab.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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