Klimaabkommen: von Kyoto bis Paris
Das Klima hört nicht an Grenzen auf. Darum verhandeln Staaten gemeinsam. Zwei bekannte Abkommen sind Kyoto 1997 und Paris 2015.
Das lernst du heute
- Ich nenne Kyoto und Paris mit ihren Zielen.
- Ich vergleiche beide Abkommen.
- Ich erkläre, warum Abkommen nur schwer durchzusetzen sind.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wer macht Klimapolitik? Akteure und ihre Interessen
Treibhausgase wirken weltweit. Kein Staat kann das Klima allein schützen. Deshalb verhandeln Staaten auf Klimakonferenzen. 1997 beschlossen Staaten in Kyoto ein Abkommen, das Kyoto-Protokoll. Es trat 2005 in Kraft. Darin verpflichteten sich Industriestaaten, ihren Ausstoß zu senken. Andere Länder hatten keine festen Ziele. 2015 folgte das Übereinkommen von Paris. Es nennt ein gemeinsames Ziel: Die Erwärmung soll im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung deutlich unter 2 °C bleiben. Möglichst soll sie 1,5 °C nicht überschreiten. Jeder Staat legt selbst fest, was er beiträgt. Die Staaten überprüfen die Beiträge regelmäßig gemeinsam und sollen sie verschärfen. Es gibt aber keine Strafen, wenn ein Staat sein Ziel verfehlt. Das Abkommen setzt auf Transparenz und Druck der Öffentlichkeit.
| Kyoto 1997 | Paris 2015 | |
|---|---|---|
| Wer macht mit? | viele Staaten, feste Ziele nur für Industriestaaten | fast alle Staaten mit eigenen Zielen |
| Ziel | Ausstoß senken (feste Zahlen) | deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C |
| Kontrolle? | Regeln zur Prüfung der Ziele | Überprüfung und Transparenz, keine Strafen |
Zwei Abkommen vergleichen
- Frage: Wer legt die Ziele fest?
- Kyoto: Die Zahlen sind für die Industriestaaten festgelegt.
- Paris: Jeder Staat legt seinen Beitrag selbst fest.
- Folge: Mehr Staaten machen mit, aber die Summe kann zu klein sein.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
1997 Kyoto: Industriestaaten haben Ziele.
2015 Paris: Fast alle machen mit.
Ziel: deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C.
Ein Beispiel
Eine Klasse einigt sich: Wir wollen weniger Müll. Jeder sagt, was er tut. Am Ende sieht man, ob es reicht. So ähnlich ist Paris.
Schritt für Schritt
Wir vergleichen die Abkommen
- Wir nennen die Jahre: 1997 und 2015.
- Wir fragen: Wer verpflichtet sich?
- Wir fragen: Wie wird das Ziel erreicht?
- Wir nennen eine Schwäche: keine Strafen.
Mit einem Bild erklärt
| Jahr | Abkommen | Kern |
|---|---|---|
| 1997 | Kyoto | Industriestaaten mit festen Zielen |
| 2015 | Paris | deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C |
Zur Grundlage zurück
- Wer macht Klimapolitik? Akteure und ihre Interessen – Du kennst Akteure und Interessen der Klimapolitik.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Es geht um eine Temperaturgrenze.
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Lösung: Erwärmung deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Wie viele Jahre liegen zwischen dem Kyoto-Beschluss 1997 und dem Übereinkommen von Paris 2015?
Zeig mir den ersten Schritt
Rechne 2015 − 1997.
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Lösung: 18
2015 − 1997 = 18 Jahre.
Tipp: Merke Jahreszahlen und Ziel: Kyoto 1997 (Industriestaaten), Paris 2015 (deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C).
Merksatz: Kyoto 1997: feste Ziele für Industriestaaten. Paris 2015: gemeinsames Temperaturziel, Beiträge der Staaten, Überprüfung.
Typischer Fehler: Viele denken, im Paris-Abkommen sei genau festgelegt, wie viel jeder Staat ausstoßen darf. Jeder Staat legt seinen Beitrag selbst fest.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Die Industriestaaten
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Es gibt keine Strafen bei Verfehlen der Ziele.
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Lösung: Treibhausgase wirken weltweit.
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Kyoto und Paris sind wichtige Klimaabkommen. Paris nennt ein gemeinsames Temperaturziel und setzt auf eigene Beiträge der Staaten.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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