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Musik

Geräusche werden Musik

Komponisten nutzen Geräusche als Klangmaterial: erst mit Instrumenten, dann mit Aufnahmen.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich weiß, wie Geräusche in die Musik kamen.
  • Ich kann musique concrète erklären.
  • Ich kenne Russolo, Varèse und Schaeffer.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Klangfarben beschreiben

Lange galt: Musik besteht aus Tönen. Geräusche sind Lärm. Im 20. Jahrhundert änderte sich das. Der Italiener Luigi Russolo (1885–1947) forderte 1913, auch Geräusche der Stadt zu nutzen. Er baute eigene Geräuschinstrumente. Edgard Varèse (1883–1965) sprach von „organisiertem Klang“. Er nutzte viel Schlagwerk und Sirenen. Nach 1945 wurde das Tonband weit verbreitet. Pierre Schaeffer (1910–1995) nahm 1948 in Paris Alltagsklänge auf, zum Beispiel Züge. Zuerst nutzte er Schallplatten, bald danach das Tonband. Er schnitt sie, drehte sie um und ließ sie in Schleifen laufen. Diese Musik heißt musique concrète. Ihr Material sind aufgenommene Klänge. Aus Geräuschen entsteht Musik, wenn man sie ordnet.

PersonLebensdatenBeitrag
Luigi Russolo1885–1947Geräusche als Musik, eigene Geräuschinstrumente
Edgard Varèse1883–1965organisierter Klang, Schlagwerk
Pierre Schaeffer1910–1995musique concrète mit Schallplatte und Tonband

So beschreibst du ein Geräuschstück

  1. Nenne die Klangquelle: Maschine, Stimme, Schlagwerk?
  2. Beschreibe Lautstärke, Dauer und Rhythmus.
  3. Frage: Wie wurde der Klang verändert?
  4. Beschreibe die Wirkung.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Geräusche können Musik sein.

Man nimmt sie auf.

Dann schneidet man sie.

Ein Beispiel

Beispiel

Wie Collage aus Papier: Man nimmt fertige Teile und klebt sie neu zusammen, nur eben mit Klängen.

Schritt für Schritt

Wir beschreiben ein Klangobjekt.

  1. Quelle: Zug.
  2. Veränderung: aufgenommen und umgedreht.
  3. Wirkung: fremd und rhythmisch.

Mit einem Bild erklärt

KlangmerkmalFrage
Tonhöhehoch oder tief?
Dauerkurz oder lang?
Lautstärkeleise oder laut?
Farbehell oder dunkel?

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was ist musique concrète?
Zeig mir den ersten Schritt

„Concrète“ heißt konkret: Es gibt wirkliche Klänge.

Lösung ansehen

Lösung: Musik aus aufgenommenen Klängen

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wer nahm 1948 in Paris Alltagsklänge auf und setzte sie neu zusammen?
Lösung ansehen

Lösung: Pierre Schaeffer

Tipp: Hör im Alltag hin: Eine Tür, ein Zug, ein Wasserhahn. Jeder Klang hat eine Dauer, eine Lautstärke, eine Farbe und eine Tonlage (eher hoch oder eher tief).

Merksatz: Musique concrète: Musik aus aufgenommenen Klängen, die man schneidet, umdreht und wiederholt.

Typischer Fehler: Man verwechselt musique concrète mit elektronischer Musik. Musique concrète nutzt aufgenommene Klänge. Elektronische Musik nutzt Klänge, die Geräte erzeugen.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welche Technik machte die musique concrète ab etwa 1950 viel einfacher?
Lösung ansehen

Lösung: Das Tonband

Frage 2 Russolo forderte, Geräusche der Stadt als Musik zu nutzen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Geräusche haben keine Tonhöhe oder Dauer.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Wofür steht der Begriff „organisierter Klang“?
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Lösung: Klänge werden bewusst geordnet.

Geschafft

Geräusche gelten in der Neuen Musik als Klangmaterial. Mit Schallplatte und Tonband entstand die musique concrète.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Neue Musik: Reihe, Geräusch und Zufall

Kurz erklärt, 39 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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