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Musik

Schönberg und das Ende der Dur-Moll-Ordnung

Arnold Schönberg gab um 1908 die Bindung an einen Grundton auf. Seine Musik heißt atonal.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kenne die Eckdaten von Schönberg.
  • Ich kann erklären, was Tonalität und Atonalität sind.
  • Ich kann nennen, warum Schönberg als Neuerer gilt.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Expressionismus: Ausdruck bis an die Grenze

Lange Zeit hatte Musik einen Grundton. Man nennt das Tonalität. Dur und Moll ordnen alle Töne um diesen Grundton. Am Ende eines Stücks kehrt man zu ihm zurück. Arnold Schönberg (1874–1951) komponierte in Wien. Er stellte diese Ordnung infrage. Um 1908 schrieb er Musik ohne Grundton. Das nennt man Atonalität. Dissonanzen müssen nicht mehr aufgelöst werden. Sie sind gleichberechtigt. Schönberg und seine Schüler Alban Berg und Anton Webern bilden die Zweite Wiener Schule. Für viele Menschen klang das zunächst fremd. Es gab auch Streit im Publikum. Schönberg musste 1933 vor den Nationalsozialisten fliehen. Er ging in die USA und starb dort 1951.

BegriffBedeutung
TonalitätMusik mit Grundton, Dur oder Moll
AtonalitätMusik ohne Grundton
DissonanzZusammenklang mit Spannung
Zweite Wiener SchuleSchönberg, Berg, Webern

So unterscheidest du tonal und atonal

  1. Frage: Gibt es einen Zielton, zu dem die Musik zurückkehrt?
  2. Wenn ja: tonal. Wenn nein: eher atonal.
  3. Prüfe die Dissonanzen: Werden sie aufgelöst?
  4. Ordne den Eindruck ein: vertraut oder fremd?

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Tonal: mit Grundton.

Atonal: ohne Grundton.

Schönberg machte atonale Musik bekannt.

Ein Beispiel

Beispiel

Wie ein Spaziergang ohne festes Ziel: Man geht, aber kommt nirgends „zu Hause“ an.

Schritt für Schritt

Wir ordnen ein.

  1. Gibt es einen Zielton?
  2. Werden Dissonanzen aufgelöst?
  3. Entscheide: tonal oder atonal.

Mit einem Bild erklärt

Merkmaltonalatonal
Grundtonjanein
Dissonanzwird aufgelöstbleibt stehen

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Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was heißt Atonalität?
Zeig mir den ersten Schritt

Die Vorsilbe „a-“ bedeutet „nicht“ oder „ohne“.

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Lösung: Musik ohne Grundton

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Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wer gehört zur Zweiten Wiener Schule?
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Lösung: Schönberg, Berg und Webern

Tipp: Ein Kompass zeigt immer nach Norden. Tonale Musik hat so einen „Norden“, atonale nicht.

Merksatz: Schönberg (1874–1951): Atonalität ab etwa 1908, Zweite Wiener Schule mit Berg und Webern.

Typischer Fehler: Man denkt, atonal heiße „ohne Regeln“. Auch atonale Musik wird genau geplant.

Prüfen

Mini-Quiz

3 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wann etwa begann Schönberg mit atonaler Musik?
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Lösung: Um 1908

Frage 2 Atonale Musik hat keinen festen Grundton.
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Lösung: Stimmt

Frage 3 Atonale Musik entsteht ohne jede Planung.
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Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Schönberg gab den Grundton auf. Atonale Musik hat keinen festen Zielton. Sie muss Dissonanzen nicht auflösen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

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