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Katholische Religion

Die katholische Kirche und das Jahr 1933

Am 30. Januar 1933 beginnt die Zeit des Nationalsozialismus. Die katholische Kirche reagiert zunächst vorsichtig und uneinheitlich.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Basis

Das lernst du heute

  • Ich beschreibe, wie die Kirche 1933 auf die neue Regierung reagierte.
  • Ich erkläre, warum viele Katholiken zunächst zögerten oder sich anpassten.
  • Ich unterscheide Warnung, Anpassung und Zustimmung.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Kirche in Geschichte und Gegenwart

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler. Seine Partei nannte sich nationalsozialistisch. Ihre Ideologie teilte Menschen nach einer angeblichen „Rasse“ ein und wertete sie ab. Innerhalb weniger Monate baute die Regierung eine Diktatur auf. Gegner wurden verfolgt. Jüdinnen und Juden wurden ausgegrenzt und später ermordet.

Vor 1933 waren die katholischen Bischöfe skeptisch. Mehrere warnten ihre Gläubigen: Die Ideologie sei mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Einige Bischöfe verboten sogar die Mitgliedschaft in der Partei.

Nach der Machtübernahme änderte sich die Lage. Am 23. März 1933 versprach Hitler in einer Rede, die Rechte der Kirchen zu achten. Am selben Tag stimmten die Abgeordneten des katholisch geprägten Zentrums dem Ermächtigungsgesetz zu. Mit diesem Gesetz konnte die Regierung ohne Parlament Gesetze erlassen. Wenige Tage später lockerten die Bischöfe ihre früheren Verbote.

Die Gründe waren verschieden. Viele hofften, dass die Kirche geschützt bleibt. Manche fürchteten den Kommunismus mehr. Andere wollten dem Staat gegenüber loyal sein. Nicht alle teilten diese Haltung. Vielen Katholiken blieb der Nationalsozialismus fremd.

30.1.1933Hitler Reichskanzler23.3.1933Ermächtigungsgesetz28.3.1933Bischöfe lockern Verbote
Drei Schritte im Frühjahr 1933.

Eine Haltung einordnen

  1. Wir lesen die Aussage: „Der Glaube verträgt sich nicht mit dieser Ideologie.“
  2. Wir fragen: Warnt die Aussage, passt sie sich an oder stimmt sie zu?
  3. Sie warnt vor der Ideologie.
  4. Wir ordnen sie der Haltung „Warnung“ zu.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

30. Januar 1933: neue Regierung.

Bischöfe warnen, dann lockern sie ihre Verbote.

Die Haltungen sind verschieden.

Ein Beispiel

Beispiel

Stell dir vor: Ein Verein wird von einer Gruppe übernommen, die du ablehnst. Manche Mitglieder widersprechen, manche hoffen, es werde nicht schlimm. Manche machen mit.

Schritt für Schritt

Wir ordnen Haltungen ein

  1. Wir nehmen die drei Wörter: Warnung, Anpassung, Zustimmung.
  2. Wir lesen die Aussage: „Wir wollen nichts riskieren und halten still.“
  3. Sie sagt: nichts offen sagen, abwarten.
  4. Das passt zur Anpassung.

Mit einem Bild erklärt

HaltungBeispiel 1933
WarnungBischöfe warnen vor der Ideologie (vor 1933)
AnpassungVerbote werden gelockert, man hofft auf Schutz
Zustimmungnur von Einzelnen, nicht von der ganzen Kirche

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was taten mehrere Bischöfe vor 1933?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an die Zeit vor der Machtübernahme.

Lösung ansehen

Lösung: Sie warnten die Gläubigen vor der nationalsozialistischen Ideologie.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Welche Aussage über das Jahr 1933 stimmt?
Zeig mir den ersten Schritt

Suche das Wort „alle“. Es ist selten richtig.

Lösung ansehen

Lösung: Die Haltungen der Katholiken waren unterschiedlich.

Tipp: Frage bei jeder Haltung: Was sagt die Person, und was tut sie? Beides kann auseinanderfallen.

Merksatz: Vor 1933 warnten Bischöfe vor dem Nationalsozialismus. Nach März 1933 lockerten sie ihre Verbote. Die Haltung der Katholiken war nicht einheitlich.

Typischer Fehler: Viele denken: „Die Kirche hat Hitler unterstützt.“ So pauschal stimmt das nicht. Es gab Warnung, Anpassung, Zustimmung Einzelner und Widerstand nebeneinander.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was erlaubte das Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933?
Lösung ansehen

Lösung: Die Regierung konnte ohne das Parlament Gesetze erlassen.

Frage 2 Vor 1933 gab es Bischöfe, die vor der nationalsozialistischen Ideologie warnten.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Welcher Grund erklärt, warum manche Katholiken 1933 zögerten?
Lösung ansehen

Lösung: Sie hofften auf Schutz der Kirche und fürchteten den Kommunismus.

Frage 4 Das Ermächtigungsgesetz wurde im Januar 1933 beschlossen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Die Kirche warnte vor 1933 vor der Ideologie. Nach dem Machtwechsel reagierten Bischöfe und Gläubige unterschiedlich: mit Hoffnung auf Schutz, mit Anpassung und mit Abstand.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Kirche im Nationalsozialismus – Widerstand und Schuld

Kurz erklärt, 42 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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