Folgen der Kolonialzeit bis heute
Die Kolonialzeit prägt Afrika und Europa bis heute: Grenzen, Wirtschaft, Sprachen, Erinnerungen und Rassismus.
Das lernst du heute
- Ich kann Folgen der Kolonialzeit nennen.
- Ich kann kurzfristige und langfristige Folgen unterscheiden.
- Ich kann Unabhängigkeit einordnen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Der Krieg gegen Herero und Nama
Die Kolonialzeit endete für die meisten afrikanischen Länder nach 1945. Viele wurden um 1960 unabhängig. 1960 gilt als „Afrikanisches Jahr“, weil 17 Staaten unabhängig wurden. Namibia folgte 1990. Die Folgen wirken noch heute. Politisch stammen viele Grenzen aus der Kolonialzeit. Sie trennten Völker oder verbanden Gruppen mit unterschiedlichen Interessen. Das erschwerte den Aufbau stabiler Staaten. Wirtschaftlich waren viele Kolonien auf den Export von Rohstoffen ausgerichtet. Industrie und Verarbeitung entstanden kaum. Diese Strukturen halten teils an. Kulturell sind europäische Sprachen wie Englisch und Französisch in vielen Ländern Amtssprachen. Gesellschaftlich gehören ungleiche Landverteilung und Ungleichheit zum Erbe, besonders in Namibia. In Europa hielten sich rassistische Bilder von Afrika. Sie wirken in Vorurteilen weiter. Heute diskutiert man Wiedergutmachung, Rückgabe von Kulturgütern und eine gleichberechtigte Zusammenarbeit. Wichtig ist, Afrika nicht nur als Opfer zu sehen. Afrikanische Gesellschaften gestalten ihre Zukunft selbst.
| Bereich | Folge bis heute |
|---|---|
| Politik | Grenzen aus der Kolonialzeit |
| Wirtschaft | Ausrichtung auf Rohstoffexport |
| Sprache | Amtssprachen Englisch, Französisch |
| Gesellschaft | ungleiche Landverteilung, Rassismus |
Folgen einordnen
- Folge: Grenzen wurden in Europa gezogen.
- Wirkung heute: Verschiedene Gruppen leben in einem Staat, manche Gruppen werden durch Grenzen getrennt.
- Aufgabe: Staaten müssen Zusammenhalt aufbauen.
- Merke: Folgen betreffen Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Grenzen.
Rohstoffe.
Sprachen.
Ungleichheit.
Ein Beispiel
Wie bei einer zerbrochenen Vase, die geklebt wird: Man sieht die Risse noch lange.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt
- Folge nennen: Grenzen.
- Bereich bestimmen: Politik.
- Wirkung nennen: Schwierigkeiten beim Zusammenhalt.
Mit einem Bild erklärt
| Bereich | Beispiel |
|---|---|
| Politik | Grenzen |
| Wirtschaft | Rohstoffe |
| Kultur | Sprachen |
Zur Grundlage zurück
- Der Krieg gegen Herero und Nama – Du kennst Gewalt und Widerstand in der Kolonialzeit.
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Zeig mir den ersten Schritt
Was geschah mit den Kolonien um 1960?
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Lösung: In diesem Jahr wurden 17 Staaten unabhängig.
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Zeig mir den ersten Schritt
Welche Folge hat mit Waren und Handel zu tun?
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Lösung: Ausrichtung auf den Export von Rohstoffen
Tipp: Ordne jede Folge einem Bereich zu: Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft. So behältst du den Überblick.
Merksatz: Folgen: Grenzen, Rohstoffexport, Amtssprachen, ungleiche Landverteilung, Rassismus. Afrika ist mehr als Opfer.
Typischer Fehler: Man macht den Fehler, alle Probleme Afrikas nur auf die Kolonialzeit zu schieben. Sie ist ein Faktor unter vielen.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: 1990
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Lösung: Sie trennten Völker oder verbanden Gruppen mit verschiedenen Interessen.
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Lösung: Die Kolonialzeit ist ein wichtiger Faktor unter mehreren.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Die Kolonialzeit hat politische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Folgen bis heute. Es gibt viele weitere Einflüsse.
Kannst du das schon?
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