Deutsche Kolonien in Afrika
Das Deutsche Reich besaß ab 1884 Kolonien in Afrika. Die Herrschaft stützte sich auf Gewalt, Zwangsarbeit und Landnahme.
Das lernst du heute
- Ich kann die deutschen Kolonien in Afrika nennen.
- Ich kann Formen der Herrschaft beschreiben.
- Ich kann Widerstand der Bevölkerung nennen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Der Wettlauf um Afrika und die Berliner Konferenz
Das Deutsche Reich erwarb ab 1884 Kolonien in Afrika, die es „Schutzgebiete“ nannte. Das waren Deutsch-Südwestafrika, das heutige Namibia, Deutsch-Ostafrika, das heutige Tansania mit Ruanda und Burundi, Kamerun und Togo. Dazu kamen Gebiete im Pazifik und in China. Die Herrschaft stützte sich auf Soldaten, Beamte und Missionare. Die Kolonialverwaltung erhob Steuern. Wer kein Geld hatte, musste sie mit Arbeit bezahlen. Das führte zu Zwangsarbeit auf Plantagen und beim Bau von Straßen und Bahnen. Siedler nahmen Land und Vieh. Die einheimische Bevölkerung wurde rechtlich schlechter gestellt. Die Menschen wehrten sich vielfach. In Deutsch-Ostafrika erhoben sich 1905 bis 1907 viele Gruppen im Maji-Maji-Krieg. Er wurde mit großer Härte niedergeschlagen, auch durch das Niederbrennen von Dörfern und Feldern. Das löste Hungersnöte aus. Sehr viele Menschen starben. Schätzungen gehen weit auseinander. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor das Deutsche Reich seine Kolonien. Sie kamen unter die Verwaltung anderer Staaten.
| Kolonie | Heutiger Staat (Gebiet) |
|---|---|
| Deutsch-Südwestafrika | Namibia |
| Deutsch-Ostafrika | Tansania, Ruanda, Burundi |
| Kamerun | Kamerun und Teile der Nachbarländer |
| Togo | Togo und ein Teil von Ghana |
Herrschaft untersuchen
- Maßnahme: Steuern, die man ohne Geld mit Arbeit bezahlen muss.
- Wirkung: Menschen müssen für Fremde arbeiten.
- Reaktion: Widerstand wie der Maji-Maji-Krieg.
- Antwort der Kolonialmacht: militärische Gewalt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Vier Kolonien.
Gewalt und Zwangsarbeit.
Widerstand der Bevölkerung.
Ein Beispiel
Es ist wie in einer Gruppe, in der jemand Regeln erlässt und Strafen verteilt, ohne dass die anderen mitentscheiden dürfen.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt
- Kolonie nennen: Deutsch-Südwestafrika.
- Heutigen Staat nennen: Namibia.
- Folge nennen: Landnahme und Gewalt.
Mit einem Bild erklärt
| Merkmal | Beispiel |
|---|---|
| Gewalt | Niederschlagung des Maji-Maji-Kriegs |
| Zwangsarbeit | Plantagen und Bahnbau |
| Widerstand | Aufstände |
Zur Grundlage zurück
- Der Wettlauf um Afrika und die Berliner Konferenz – Du kennst die Berliner Konferenz.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Deutsch-Südwestafrika lag im Südwesten Afrikas.
Lösung ansehen
Lösung: Namibia
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was muss man zahlen, wenn man kein Geld hat?
Lösung ansehen
Lösung: durch Steuern: Wer kein Geld hatte, musste sie mit Arbeit bezahlen.
Tipp: Merke zu jeder Kolonie den heutigen Staat. Das hilft, den Bezug zur Gegenwart zu sehen.
Merksatz: Deutsche Kolonien in Afrika: Südwestafrika, Ostafrika, Kamerun, Togo. Herrschaft durch Gewalt, Zwangsarbeit und Landnahme.
Typischer Fehler: Man denkt, Kolonien seien friedlich gewesen. Gewalt und Zwang gehörten zur Herrschaft.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: ein Aufstand in Deutsch-Ostafrika 1905 bis 1907
Lösung ansehen
Lösung: nach dem Ersten Weltkrieg
Lösung ansehen
Lösung: Ägypten
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Das Deutsche Reich besaß vier Kolonien in Afrika. Es herrschte mit Gewalt. Die Bevölkerung wehrte sich.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
Übungsheft Imperialismus in Afrika
Kurz erklärt, 43 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.
Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen