Position beziehen und auf andere eingehen
Wer eine Position vertritt, begründet sie und nimmt die Gegenseite ernst. Das gelingt mit einem festen Aufbau.
Das lernst du heute
- Ich kann meine Position in der Diskussion begründen.
- Ich kann Argumente der Gegenseite aufgreifen.
- Ich kann Wortwahl und Ton an Adressaten und Situation anpassen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: These, Argument, Beispiel, Gegenargumente und Kompromisse
Eine Position besteht aus einer Aussage und einer Begründung. Dazu kommt oft ein Beispiel. In der Diskussion kannst du dein Argument in drei Schritten aufbauen: erst die These, dann die Begründung, dann ein Beispiel. Gehe auch auf die Gegenseite ein. Dafür nennst du ihr Argument und zeigst, was daran richtig ist. Dann sagst du, warum deine Position trotzdem überzeugt: „Du hast recht, dass …, aber …“. Außerdem entscheidet die Situation über die Sprache. Mit Freunden sprichst du locker. Gegenüber der Schulleitung wählst du eine höfliche Standardsprache. Diese Art zu sprechen heißt Sprachregister. Du passt es an den Adressaten an, also an die Person, mit der du sprichst.
| Baustein | Beispiel |
|---|---|
| These | Wir brauchen einen handyfreien Bereich. |
| Begründung | Dort kann man ungestört reden. |
| Beispiel | Letzte Woche hat in unserer Gruppe niemand gesprochen. |
| Gegenseite aufgreifen | Du hast recht, dass Handys nützlich sind, aber … |
Eine Position aufbauen
- Thema: Soll es auf dem Pausenhof einen handyfreien Bereich geben?
- These: Ich bin für einen handyfreien Bereich.
- Begründung: Dort kann man ungestört reden.
- Gegenseite: Du hast recht, dass Handys nützlich sind, aber in der Pause sind Gespräche wichtiger.
- Adressat: Vor der Schulleitung sage ich: „Ich bitte Sie, einen handyfreien Bereich einzurichten.“
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Sag deine Meinung.
Begründe sie.
Greife das Argument der anderen auf.
Ein Beispiel
Du möchtest länger ausgehen. Zu deinen Eltern sagst du etwas anderes als zu deinen Freunden. Du wählst Worte, die zum Gegenüber passen.
Schritt für Schritt
Wir bauen die Position auf.
- Sage deine These in einem Satz.
- Füge eine Begründung mit „weil“ an.
- Nenne ein Beispiel.
- Greife ein Gegenargument auf.
- Prüfe das Register.
Mit einem Bild erklärt
| Adressat | Passender Satz |
|---|---|
| Freundin | Ich find den handyfreien Bereich gut, weil man dann quatschen kann. |
| Schulleitung | Ich halte einen handyfreien Bereich für sinnvoll, weil Gespräche in der Pause wichtig sind. |
Zur Grundlage zurück
- These, Argument, Beispiel – Du kennst These, Argument und Beispiel.
- Gegenargumente und Kompromisse – Du kennst Gegenargumente.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Welcher Satz enthält das Wort „weil“ mit einem Grund?
Lösung ansehen
Lösung: Ich bin gegen ein Handyverbot, weil man in der Pause auch Nachrichten von Eltern bekommt.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Welche Antwort erkennt Toms Argument zuerst an?
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Lösung: Du hast recht, dass Handys im Notfall wichtig sind. Trotzdem kann man ein Zeitfenster einführen.
Tipp: Prüfe vor dem Sprechen: Wer hört zu? Passt meine Sprache zu dieser Person?
Merksatz: These, Begründung, Beispiel. Die Gegenseite ernst nehmen. Die Sprache an Adressaten anpassen.
Typischer Fehler: Viele nennen nur ihre Meinung („Ich bin dafür“). Ohne Begründung überzeugt das nicht.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Ich möchte Sie bitten, die Regel zu überdenken.
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Lösung: These, Begründung, Beispiel
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Eine Position braucht eine Begründung. Du nimmst Gegenargumente auf und passt das Register an.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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