Was andere von mir erwarten
Familie, Schule und Freundeskreis haben Erwartungen. Sie prägen, wie Jugendliche sich entwickeln, und bringen Verantwortung mit sich.
Das lernst du heute
- Ich kann soziale Erwartungen an Beispielen erklären.
- Ich kann Erwartungen und eigene Wünsche vergleichen.
- Ich weiß, was soziale Verantwortung bedeutet.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Wenn andere etwas von mir erwarten, Wer will ich sein?
Soziale Erwartungen sind Vorstellungen anderer, wie du dich verhalten sollst. Eltern erwarten Hilfe im Haushalt. Die Schule erwartet Mitarbeit. Im Freundeskreis gilt vielleicht: Man hält zusammen. Solche Erwartungen geben Orientierung. Sie können aber auch Druck machen, wenn sie nicht zu deinen Wünschen passen. Dann hilft ein Gespräch: Was genau wird erwartet, und warum? Was kann ich leisten? Soziale Verantwortung heißt, dass du auch an andere denkst. Wer zusagt, einen Dienst zu übernehmen, sollte ihn zuverlässig erledigen. Und: Nicht jede Erwartung ist berechtigt. Du musst nichts tun, was dich oder andere verletzt.
| Wer? | Mögliche Erwartung | Ist das berechtigt? |
|---|---|---|
| Familie | Du hilfst beim Abwasch. | Ja, Zusammenleben braucht Mithilfe. |
| Schule | Du machst Hausaufgaben. | Ja, das gehört zum Lernen. |
| Clique | Du lachst über andere mit. | Nein, Verletzen ist nie berechtigt. |
Eine Erwartung klären
- Situation: Deine Freunde erwarten, dass du jeden Nachmittag Zeit hast.
- Du möchtest aber auch Training und Hausaufgaben schaffen.
- Du sagst: Montags und freitags bin ich dabei, an den anderen Tagen nicht.
- Ergebnis: Du bleibst ehrlich zu dir und zu den Freunden.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Andere erwarten etwas von dir.
Das gibt Orientierung.
Du darfst darüber sprechen.
Ein Beispiel
Dein Bruder erwartet, dass du sein Fahrrad nicht ohne Frage nutzt. Das ist berechtigt. Er erwartet nicht, dass du ihm bei allem recht gibst.
Schritt für Schritt
So gehst du mit einer Erwartung um
- Schreibe auf, was erwartet wird und von wem.
- Frage: Ist das berechtigt und möglich?
- Sprich mit der Person darüber.
- Suche eine Lösung, die für beide passt.
Mit einem Bild erklärt
| Erwartung | Berechtigt? |
|---|---|
| Pünktlich zur Schule kommen | Ja |
| Jemanden ausschließen, weil er anders ist | Nein |
| Beim Haushalt helfen | Ja |
Zur Grundlage zurück
- Wenn andere etwas von mir erwarten – Du kennst schon Erwartungen in Familie und Schule.
- Wer will ich sein? – Du weißt schon, was Identität bedeutet.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Frage: Verletzt die Erwartung jemanden?
Lösung ansehen
Lösung: Du hilfst im Haushalt mit.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was kannst du wirklich schaffen?
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Lösung: Ehrlich sagen, wann du Zeit hast
Tipp: Sag offen, was du schaffen kannst. Das ist verlässlicher, als viel zu versprechen und dann abzusagen.
Merksatz: Erwartungen geben Orientierung, können aber Druck machen. Sprich darüber. Verletzen ist nie eine berechtigte Erwartung.
Typischer Fehler: Viele glauben, sie müssten allen Erwartungen entsprechen. Das geht nicht, denn Erwartungen widersprechen sich oft.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Auch an andere denken und Zusagen einhalten
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Mit der Person darüber sprechen
Geschafft
Soziale Erwartungen kommen von Familie, Schule und Freunden. Sie beeinflussen die Identitätsbildung. Du übernimmst soziale Verantwortung, indem du Absprachen einhältst. Nicht berechtigt sind Erwartungen, die verletzen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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