Aus wörtlicher Rede wird indirekte Rede
In der Inhaltsangabe steht keine wörtliche Rede. Du berichtest, was jemand sagt, mit „dass“, „ob“ oder einer Umschreibung.
Das lernst du heute
- Ich kann wörtliche Rede in indirekte Rede umwandeln.
- Ich weiß, wie sich Pronomen und Satzzeichen ändern.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Sachlich und im Präsens
Im Erzähltext steht oft wörtliche Rede: „Wir müssen absagen“, sagte der Trainer. Die Inhaltsangabe enthält sie nicht. Du berichtest mit eigenen Worten, was gesagt wird. Das nennt man indirekte Rede. Dafür gibt es drei Wege. Aussagen: Du schreibst „sagt, dass …“. Beispiel: Der Trainer sagt, dass sie das Spiel absagen müssen. Fragen: Du schreibst „fragt, ob …“. Beispiel: Ben fragt Lea, ob sie mitkommt. Aufforderungen: Du schreibst „bittet“ oder „fordert auf“. Beispiel: Tom bittet um Hilfe. Beachte: Die Anführungszeichen fallen weg. Vor „dass“ und „ob“ steht ein Komma. Ich, wir und mein verändern sich: Aus „Ich bin müde“, sagt Lena wird Lena sagt, dass sie müde ist. Manche Klassen lernen später eine besondere Verbform für die indirekte Rede. Mit „dass“-Sätzen bist du jetzt auf der sicheren Seite.
| Wörtliche Rede | Indirekte Rede |
|---|---|
| „Ich bin müde“, sagt Lena. | Lena sagt, dass sie müde ist. |
| „Kommst du mit?“, fragt Ben. | Ben fragt, ob sie mitkommt. |
| „Hilf mir bitte!“, ruft Tom. | Tom bittet um Hilfe. |
Wörtliche Rede umwandeln
- Streiche die Anführungszeichen.
- Wähle den Einleiter: „sagt, dass“, „fragt, ob“ oder „bittet“.
- Ändere die Pronomen: ich wird sie oder er, wir wird sie.
- Setze das Komma vor „dass“ oder „ob“ und schiebe das Verb ans Ende.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Anführungszeichen weg.
sagt, dass … / fragt, ob … / bittet …
Pronomen anpassen.
Komma nicht vergessen.
Ein Beispiel
Du erzählst einer Freundin: „Ben hat mich gefragt, ob ich mitkomme.“ Das ist indirekte Rede. Er hat gefragt: „Kommst du mit?“
Schritt für Schritt
Wir wandeln um: „Ich bin müde“, sagt Lena.
- Streiche die Anführungszeichen.
- Setze den Einleiter: „Lena sagt, dass …“.
- Ändere „ich bin“ zu „sie ist“ und stelle das Verb ans Ende: „Lena sagt, dass sie müde ist.“
Mit einem Bild erklärt
| „Ich bin müde“ | dass sie müde ist |
|---|---|
| „Kommst du mit?“ | ob sie mitkommt |
Zur Grundlage zurück
- Sachlich und im Präsens – Du schreibst im Präsens und ohne Wertung.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Aus „ich“ wird „sie“. Das Verb rückt ans Satzende.
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Lösung: Lena sagt, dass sie müde ist.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Aus „wir“ wird „sie“. Vor „dass“ steht ein Komma.
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Lösung: Paul sagt, dass sie gewinnen.
Tipp: Wenn der Satz kompliziert wird, fasse die Rede mit einem Verb zusammen: bedanken, vorschlagen, warnen, bitten.
Merksatz: Indirekte Rede: keine Anführungszeichen · Komma vor dass/ob · ich/wir/mein anpassen · Verb im Nebensatz am Ende.
Typischer Fehler: Das Pronomen nicht ändern: „Lena sagt, dass ich müde bin.“ Richtig ist: „Lena sagt, dass sie müde ist.“
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Ben fragt Lea, ob sie mitkommt.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Der Trainer sagt, dass sie absagen müssen.
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Lösung: Tom bittet um Hilfe.
Geschafft
Du berichtest mit „dass“, „ob“ oder mit einem Verb wie „bitten“. Pronomen und Komma musst du anpassen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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