Daten im Netz: Gefahren und Datenschutz
Im Netz hinterlassen wir Spuren. Du erkennst typische Gefahren und kennst Maßnahmen, die dich und deine Daten schützen.
Das lernst du heute
- Ich kann Gefahren der Datennutzung in digitalen Netzwerken benennen.
- Ich kann Schutzmaßnahmen nennen und beurteilen.
- Ich kann erklären, warum lange Passwörter sicherer sind.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Analog und digital
Wenn du ein Netzwerk nutzt, entstehen Daten: Nachrichten, Fotos, Orte, Suchanfragen. Manche gibst du freiwillig an, andere entstehen nebenbei. Das kann nützlich sein, etwa für Navigation. Es gibt aber auch Gefahren. Beim Phishing versuchen Betrüger, mit gefälschten Nachrichten an Passwörter zu kommen. Schadsoftware kann Geräte ausspähen. Persönliche Daten können weitergegeben oder gesammelt werden. Andere können Fotos im Netz kopieren. Löschst du dein Foto, bleiben die Kopien. Zum Schutz hilft Folgendes: Gib so wenig persönliche Daten wie möglich an. Nutze für jedes Konto ein eigenes, langes Passwort. Schalte, wenn möglich, eine zweite Sicherung ein, zum Beispiel einen zusätzlichen Code. Halte Geräte und Programme aktuell. Prüfe Datenschutz-Einstellungen. Öffne keine Anhänge oder Links von Fremden. Mache Sicherungskopien. Warum helfen lange Passwörter? Bei einer PIN mit 4 Ziffern gibt es 10 000 Möglichkeiten. Bei 8 Kleinbuchstaben sind es 26 hoch 8, also über 200 Milliarden. Jedes weitere Zeichen vervielfacht die Zahl. Wenn dich etwas im Netz belastet, sprich mit einer Vertrauensperson. Die Nummer gegen Kummer, 116 111, hilft kostenlos.
| Gefahr | Was passiert | Schutz |
|---|---|---|
| Phishing | gefälschte Nachricht fragt nach Passwort | Links nicht anklicken, Absender prüfen |
| Schadsoftware | Programm späht Daten aus | Updates, nichts von Fremden öffnen |
| Datensammlung | viele Spuren werden zusammengeführt | wenig angeben, Einstellungen prüfen |
| Kopierte Fotos | Bilder verbreiten sich weiter | vor dem Teilen überlegen |
Wie viele Möglichkeiten hat eine PIN?
- Eine PIN hat Ziffern von 0 bis 9, also 10 Möglichkeiten pro Stelle.
- 3 Stellen: 10 · 10 · 10 = 1000 Möglichkeiten.
- 4 Stellen: 10 · 10 · 10 · 10 = 10 000.
- 5 Stellen: 100 000.
- Ergebnis: Jede weitere Stelle verzehnfacht die Zahl.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Gib wenig von dir preis.
Lange Passwörter schützen mehr.
Bei Unwohlsein: mit einem Erwachsenen reden.
Ein Beispiel
Dein Tagebuch schließt du ab, damit niemand mitliest. Im Netz schließt du mit Passwörtern und Einstellungen ab.
Schritt für Schritt
Du prüfst eine verdächtige Nachricht.
- Schau auf den Absender. Kennst du ihn?
- Klicke nichts an, bevor du geprüft hast.
- Frage eine Vertrauensperson.
- Melde oder lösche die Nachricht.
Mit einem Bild erklärt
| Passwort | Möglichkeiten |
|---|---|
| 4 Ziffern | 10 000 |
| 5 Ziffern | 100 000 |
| 8 Kleinbuchstaben | über 200 Milliarden |
Zur Grundlage zurück
- Analog und digital – Du kennst digitale Signale.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Wie viele verschiedene PINs mit 3 Ziffern (0 bis 9) gibt es?
Zeig mir den ersten Schritt
Rechne 10 · 10 · 10.
Lösung ansehen
Lösung: 1000
10 · 10 · 10 = 1000.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Wie viele verschiedene PINs mit 5 Ziffern (0 bis 9) gibt es?
Zeig mir den ersten Schritt
Rechne 10 hoch 5.
Lösung ansehen
Lösung: 100000
10 · 10 · 10 · 10 · 10 = 100 000.
Tipp: Teile nie ein Passwort mit anderen. Seriöse Stellen fragen nie danach.
Merksatz: Wenig Daten angeben. Eigenes, langes Passwort pro Konto. Zweite Sicherung, Updates, Sicherungskopien. Bei Belastung mit Vertrauenspersonen sprechen.
Typischer Fehler: Viele denken, ein kurzes Passwort sei sicher, weil es zufällig wirkt. Kurze Passwörter lassen sich schnell durchprobieren. Länge ist wichtiger als Sonderzeichen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Der Versuch, mit gefälschten Nachrichten an Passwörter zu kommen.
Lösung ansehen
Lösung: Stimmt nicht
Lösung ansehen
Lösung: ein langes, nur für ein Konto genutztes
Lösung ansehen
Lösung: Du sprichst mit einer Vertrauensperson.
Geschafft
Im Netz entstehen Daten. Gefahren sind Phishing, Schadsoftware und Datensammlung. Schutz bieten wenig Angaben, lange Passwörter, Updates und Vorsicht bei Links.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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