DYS+ Campus ist kostenlos und ohne Werbung. Projekt mit einer Spende unterstützen

Biologie

Gregor Mendel und seine Erbsen

Gregor Mendel fand im 19. Jahrhundert die Regeln der Vererbung. Du lernst, wie er vorging und warum er Erbsen nutzte.

  • ca. 9 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Basis

Das lernst du heute

  • Ich kann beschreiben, wie Mendel vorging.
  • Ich kann erklären, warum die Erbse gut geeignet war.
  • Ich kenne die Begriffe P-Generation, F1 und F2.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Wie Züchtung funktioniert, DNA, Gen, Allel, Chromosom

Gregor Mendel lebte von 1822 bis 1884. Er war Mönch in einem Kloster in Brünn, einer Stadt im heutigen Tschechien. Im Klostergarten untersuchte er etwa von 1856 bis 1863 die Vererbung bei Erbsen. 1866 veröffentlichte er seine Ergebnisse. Erst um das Jahr 1900 wurden sie von anderen Forschenden wiederentdeckt und verstanden.

Die Erbse eignete sich aus mehreren Gründen:

Sie hat Merkmale mit klaren Gegensätzen, zum Beispiel Samen rund oder runzlig, gelb oder grün, Blüten violett oder weiß.

Sie wächst schnell. Man kann in kurzer Zeit viele Generationen untersuchen.

Man kann sie gezielt bestäuben. Normalerweise bestäubt sich die Erbsenblüte selbst. Mendel konnte aber auch Pollen einer Pflanze auf die Blüte einer anderen übertragen.

Mendel begann mit reinerbigen Pflanzen. Sie hatten über viele Generationen immer dasselbe Merkmal. Dann kreuzte er zwei reinerbige Pflanzen, die sich in einem Merkmal unterschieden. Das Wort Kreuzung bedeutet: gezielt zwei Pflanzen miteinander bestäuben.

Die Eltern nennt man P-Generation (Parentalgeneration). Ihre Nachkommen sind die F1-Generation (erste Filialgeneration). Deren Nachkommen sind die F2-Generation.

Das Besondere an Mendel: Er zählte alle Nachkommen genau und wertete die Zahlen aus. So entdeckte er Zahlenverhältnisse.

Vier von Mendels sieben Merkmalspaaren
MerkmalVariante 1Variante 2
Samenformrundrunzlig
Samenfarbegelbgrün
Blütenfarbeviolettweiß
Pflanzenhöhehochniedrig

Ein Versuch von Mendel

  1. P-Generation: reinerbig violett × reinerbig weiß.
  2. Er bestäubt die Blüten gezielt mit Pollen der anderen Pflanze.
  3. Er sät die Samen aus: Das ist die F1-Generation.
  4. Er kreuzt die F1-Pflanzen untereinander und zählt die F2-Nachkommen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Mendel kreuzte Erbsen.

Er zählte die Nachkommen.

Daraus fand er Regeln.

Ein Beispiel

Beispiel

Du willst wissen, wie oft ein Würfel eine 6 zeigt. Du würfelst oft und zählst. Mendel hat Nachkommen gezählt, so wie du Würfe zählst.

Schritt für Schritt

Wir ordnen die Generationen.

  1. Eltern: P-Generation.
  2. Kinder der P-Generation: F1.
  3. Kinder der F1: F2.

Mit einem Bild erklärt

P→F1→F2
Elternerste Nachkommenzweite Nachkommen

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Wer waren die Pflanzen der P-Generation?
Zeig mir den ersten Schritt

P = Eltern.

Lösung ansehen

Lösung: die Eltern, die Mendel kreuzte

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Mendel kreuzte zwei P-Pflanzen. Wie heißen ihre Nachkommen?
Zeig mir den ersten Schritt

Wer sind die ersten Nachkommen?

Lösung ansehen

Lösung: F1-Generation

Tipp: Zeichne dir die Generationen als Pfeile auf: P → F1 → F2. Schreibe darüber, welche Pflanzen du kreuzt.

Merksatz: Mendel kreuzte reinerbige Erbsen, zählte die Nachkommen genau und fand Zahlenverhältnisse.

Typischer Fehler: F1 bedeutet nicht „Formel 1“, sondern die erste Tochtergeneration (Filialgeneration). Die P-Generation sind die Eltern.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Warum eignet sich die Erbse gut für Vererbungsversuche?
Lösung ansehen

Lösung: Sie hat klare Merkmale und lässt sich gezielt kreuzen.

Frage 2 Was war das Besondere an Mendels Arbeit?
Lösung ansehen

Lösung: Er zählte genau und wertete die Zahlen aus.

Frage 3 Was bedeutet „reinerbig“?
Lösung ansehen

Lösung: Die Pflanze zeigt über viele Generationen immer dasselbe Merkmal.

Frage 4 Mendels Ergebnisse wurden erst um 1900 richtig verstanden.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Mendel nutzte Erbsen, weil sie klare Merkmale haben, schnell wachsen und gezielt gekreuzt werden können. Er zählte genau und fand so die Regeln der Vererbung.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Mendel und die Regeln der Vererbung

Kurz erklärt, 43 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

PDF, 406 KB

Übungsheft herunterladen (PDF, 406 KB)

Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen