Dominant und rezessiv: die Uniformitätsregel
Wenn man zwei reinerbige Pflanzen kreuzt, sehen alle Nachkommen gleich aus. Du lernst warum.
Das lernst du heute
- Ich kann dominant und rezessiv erklären.
- Ich kann Genotyp und Phänotyp unterscheiden.
- Ich kann die Uniformitätsregel an einem Beispiel anwenden.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Gregor Mendel und seine Erbsen, DNA, Gen, Allel, Chromosom
Mendel kreuzte eine reinerbige Erbse mit violetten Blüten mit einer reinerbigen Erbse mit weißen Blüten. Alle Nachkommen der F1 hatten violette Blüten. Weiß war nicht verschwunden, nur nicht zu sehen.
Die Erklärung: Jede Pflanze hat für jedes Merkmal zwei Allele, eines von jedem Elternteil. Wir schreiben sie mit Buchstaben: B für Violett, b für Weiß.
Das Allel B ist dominant. Es setzt sich durch. Das Allel b ist rezessiv. Es ist nur zu sehen, wenn kein B da ist. Dominante Allele schreibt man mit Großbuchstaben, rezessive mit Kleinbuchstaben.
Die Kombination der Allele heißt Genotyp. Das sichtbare Merkmal heißt Phänotyp. Reinerbig (homozygot) ist ein Genotyp mit zwei gleichen Allelen: BB oder bb. Mischerbig (heterozygot) ist ein Genotyp mit zwei verschiedenen Allelen: Bb.
Die P-Generation hat die Genotypen BB und bb. Die Keimzellen tragen jeweils nur ein Allel: B oder b. Bei der Befruchtung entsteht Bb. Alle Nachkommen der F1 haben also denselben Genotyp Bb und den Phänotyp violett.
Das ist die Uniformitätsregel: Kreuzt man zwei reinerbige Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden, sind alle Nachkommen der F1 gleich.
| Genotyp | Schreibweise | Phänotyp |
|---|---|---|
| reinerbig dominant | BB | violett |
| mischerbig | Bb | violett |
| reinerbig rezessiv | bb | weiß |
Die F1 vorhersagen
- P: BB (violett) × bb (weiß).
- Keimzellen: BB bildet nur B, bb bildet nur b.
- F1: Jede Pflanze erbt B und b, also Bb.
- Phänotyp: Das dominante B setzt sich durch, alle sind violett.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Jede Pflanze hat zwei Allele.
Das dominante Allel setzt sich durch.
Alle Kinder von zwei reinerbigen, verschiedenen Eltern sehen gleich aus.
Ein Beispiel
Zwei Menschen sprechen gleichzeitig, einer laut und einer leise. Du hörst nur die laute Stimme, die leise ist trotzdem da. So ist es bei dominanten Allelen: Man sieht nur ein Merkmal.
Schritt für Schritt
Wir sagen den Phänotyp voraus.
- Eltern: BB (violett) und bb (weiß).
- Alle Nachkommen: Bb.
- Bb enthält ein großes B.
- Das Merkmal ist violett.
Mit einem Bild erklärt
| Eltern | Keimzellen | F1-Genotyp | F1-Phänotyp |
|---|---|---|---|
| BB × bb | B und b | Bb | violett |
Zur Grundlage zurück
- Gregor Mendel und seine Erbsen – Du kennst P, F1 und F2.
- DNA, Gen, Allel, Chromosom – Du kennst Gen und Allel.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Mischerbig heißt: zwei verschiedene Allele.
Lösung ansehen
Lösung: Bb
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Gibt es ein großes B?
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Lösung: weiß
Tipp: Lies den Genotyp wie einen Code. Ein Großbuchstabe im Genotyp heißt: Das dominante Merkmal ist zu sehen.
Merksatz: Kreuzt man zwei reinerbige Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden, sind alle F1-Nachkommen gleich (Uniformitätsregel).
Typischer Fehler: Dominant bedeutet nicht „besser“ oder „häufiger“. Es bedeutet nur, dass sich das Allel im Phänotyp durchsetzt.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Sie setzen sich im Phänotyp durch.
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Lösung: Aa
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Lösung: Alle F1-Nachkommen reinerbiger, verschiedener Eltern sind gleich.
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Allele können dominant oder rezessiv sein. Das dominante Allel setzt sich durch. Bei der Kreuzung zweier reinerbiger Eltern sind alle Nachkommen der F1 mischerbig und gleich.
Kannst du das schon?
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