Propaganda und „Volksgemeinschaft“
Der NS-Staat lenkte Medien und Feste, um Zustimmung zu erzeugen. Die „Volksgemeinschaft“ versprach Zugehörigkeit und schloss viele aus.
Das lernst du heute
- Ich erkläre, was Propaganda ist.
- Ich beschreibe Mittel der NS-Propaganda.
- Ich erkläre, wer zur „Volksgemeinschaft“ gehören sollte und wer nicht.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Die NS-Ideologie: „Rassenlehre“, Antisemitismus, „Führerprinzip“
Propaganda ist gezielte Beeinflussung der Meinung. Sie arbeitet mit Gefühlen, einfachen Botschaften, Wiederholung und einem Feindbild. Neutral informieren will sie nicht.
Im März 1933 entstand das „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“. Es lenkte Zeitungen, Rundfunk, Film, Theater und Literatur. Wer Künstler oder Journalist bleiben wollte, musste in einer staatlichen Kammer Mitglied sein. Unerwünschte Meinungen wurden zensiert. Ein billiges Radio, der „Volksempfänger“, brachte die Botschaften in viele Haushalte. Große Aufmärsche und Feiern sollten Begeisterung erzeugen.
Ein Schlüsselwort der Propaganda war die „Volksgemeinschaft“. Das klang nach Zusammenhalt. Alle sollten dazugehören, unabhängig von Beruf und Einkommen. Es gab Sammlungen für Bedürftige, zum Beispiel das „Winterhilfswerk“. Viele machten mit, manche auch unter Druck.
Aber die „Volksgemeinschaft“ hatte Grenzen. Dazugehören sollte nur, wer nach der „Rassenlehre“ als „deutsch“ galt und sich anpasste. Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politische Gegner und viele andere wurden ausgegrenzt. Auch wer die Regeln nicht befolgte, geriet unter Druck. Zugehörigkeit gab es also nur gegen Anpassung. Das war Zusammenhalt auf Kosten anderer.
| Mittel der Propaganda | Beispiel |
|---|---|
| Medien lenken | Zeitungen und Rundfunk unter Kontrolle |
| Massenveranstaltungen | Aufmärsche und große Feiern |
| Feindbild | Verleumdung von Gegnern und Minderheiten |
| Gemeinschaftsgefühl | „Volksgemeinschaft“, Sammlungen |
Eine Botschaft analysieren
- Wir lesen eine Aussage, zum Beispiel: „Wir sind alle eine Gemeinschaft.“
- Wir fragen: Wer ist mit „wir“ gemeint?
- Wir fragen: Wer wird ausgeschlossen?
- Wir halten fest: Die Gemeinschaft galt nicht für alle.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Medien unter Kontrolle.
Gemeinschaft für manche.
Ausgrenzung für andere.
Ein Beispiel
Eine Gruppe feiert gemeinsam ein Fest. Wer neu ist, darf nur mitmachen, wenn er alle Regeln der Gruppe annimmt. Wer sie ablehnt, wird ausgeschlossen. So ähnlich funktionierte die „Volksgemeinschaft“.
Schritt für Schritt
Wir prüfen eine Botschaft
- Wir wählen eine Botschaft: „Gemeinsam sind wir stark.“
- Wir fragen: Wer gehört dazu?
- Wir fragen: Wer wird ausgeschlossen, ohne dass es gesagt wird?
- Wir halten fest: Gemeinschaft kann Menschen auch ausschließen.
Mit einem Bild erklärt
| Versprechen | Wirklichkeit |
|---|---|
| Zusammenhalt für alle | Ausgrenzung vieler Gruppen |
| Information | Lenkung der Meinung |
| Freiwillige Begeisterung | Druck und Zwang |
Zur Grundlage zurück
- Die NS-Ideologie: „Rassenlehre“, Antisemitismus, „Führerprinzip“ – Du kennst die Kernelemente der NS-Ideologie.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an das Ziel der Botschaft.
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Lösung: Gezielte Beeinflussung der Meinung
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Lies den letzten Absatz.
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Lösung: Nur wer nach der „Rassenlehre“ als „deutsch“ galt und sich anpasste
Tipp: Prüfe bei Botschaften immer: Wer spricht? Was will er erreichen? Wen schließt er aus? Welche Gefühle soll ich haben?
Merksatz: Propaganda lenkt Meinungen mit einfachen Botschaften und Feindbildern. Die „Volksgemeinschaft“ versprach Zugehörigkeit und schloss viele Menschen aus.
Typischer Fehler: Viele denken, Propaganda wirke nur durch Lügen. Sie wirkt auch durch Gefühle, Wiederholung und das Weglassen von Informationen.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Er brachte die Botschaften des Staates in viele Haushalte.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Ein Feindbild
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Sie standen unter staatlicher Kontrolle.
Geschafft
Der NS-Staat kontrollierte Medien und Veranstaltungen. Die „Volksgemeinschaft“ schuf Zusammenhalt für die einen und Ausgrenzung für die anderen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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