Der Staat in der Sozialen Marktwirtschaft
Der Staat setzt Regeln, tritt selbst am Markt auf und sorgt für sozialen Ausgleich. Er kann die Konjunktur beeinflussen.
Das lernst du heute
- Ich kann die Rolle des Staates als Regelgeber beschreiben.
- Ich kann den Staat als Marktakteur beschreiben.
- Ich kann antizyklische Politik erklären.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Konjunktur: Aufschwung und Abschwung, Freie und Soziale Marktwirtschaft
In der Sozialen Marktwirtschaft treffen Betriebe und Haushalte viele Entscheidungen selbst. Der Staat hat aber wichtige Aufgaben. Erstens setzt er die Ordnung: Er sichert Eigentum und Verträge, schützt den Wettbewerb und verhindert Machtmissbrauch durch sehr große Unternehmen. Das nennt man ordnungspolitische Rolle. Zweitens ist er selbst Marktakteur. Er kauft Waren und Leistungen, zum Beispiel beim Bau von Straßen. Er bietet öffentliche Güter an, etwa Schulen oder Polizei. Und er ist ein großer Arbeitgeber. Drittens sorgt er für sozialen Ausgleich. Er erhebt Steuern und baut ein Sozialsystem auf. Dazu gehört die Sozialversicherung mit fünf Säulen: Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung. Viertens kann er die Konjunktur beeinflussen. Im Abschwung kann er mehr ausgeben oder Steuern senken, damit die Nachfrage steigt. In der Hochkonjunktur kann er sparen. Das nennt man antizyklisch, also gegen die Welle. Den Gedanken entwickelte der britische Ökonom John Maynard Keynes (1883–1946). Grenzen: Mehr Ausgaben bedeuten oft mehr Schulden. Wie viel der Staat tun soll, ist politisch umstritten.
| Rolle des Staates | Beispiel |
|---|---|
| Regelgeber | Wettbewerb schützen, Verträge sichern |
| Marktakteur | Straßen bauen, Schulen betreiben |
| sozialer Ausgleich | Steuern, Sozialversicherung |
| Konjunktur | im Abschwung mehr ausgeben |
Antizyklisch handeln
- Lage: Die Wirtschaft ist im Abschwung. Viele Menschen verlieren Arbeit.
- Antizyklisch heißt: gegen die Welle handeln.
- Maßnahme: Der Staat gibt mehr Geld für Bauprojekte aus oder senkt Steuern.
- Wirkung: Die Nachfrage steigt, Betriebe stellen ein.
- Risiko: Der Staat nimmt dafür möglicherweise Schulden auf.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Der Staat macht die Regeln.
Er kauft und baut auch selbst.
Er hilft bei sozialen Problemen.
Ein Beispiel
Beim Fußball gibt es einen Schiedsrichter. Er spielt nicht mit, sorgt aber für faire Regeln. So ähnlich schützt der Staat den Wettbewerb.
Schritt für Schritt
Wir ordnen Maßnahmen zu.
- Frage: Setzt der Staat eine Regel?
- Frage: Tritt er selbst als Käufer oder Anbieter auf?
- Frage: Gleicht er sozial aus?
Mit einem Bild erklärt
| Maßnahme | Rolle |
|---|---|
| Verbot von Preisabsprachen | Regelgeber |
| Bau einer Schule | Marktakteur |
| Arbeitslosenversicherung | sozialer Ausgleich |
Zur Grundlage zurück
- Konjunktur: Aufschwung und Abschwung – Du kennst die Konjunkturphasen.
- Freie und Soziale Marktwirtschaft – Du kennst die Soziale Marktwirtschaft.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an den Schiedsrichter im Spiel.
Lösung ansehen
Lösung: den Wettbewerb schützen
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Kauft oder bietet der Staat etwas an?
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Lösung: als Marktakteur
Tipp: Antizyklisch: im Abschwung stützen, in der Hochkonjunktur bremsen.
Merksatz: Der Staat setzt die Ordnung, ist Marktakteur, sorgt für sozialen Ausgleich und kann die Konjunktur beeinflussen.
Typischer Fehler: Manche denken, der Staat bestimme in der Sozialen Marktwirtschaft alle Preise. Das ist nicht so. Er setzt den Rahmen und greift an bestimmten Stellen ein.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: Der Staat stützt die Wirtschaft im Abschwung.
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Lösung: Pflegeversicherung
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Lösung: mehr Schulden
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Der Staat sichert Regeln und Wettbewerb, kauft und bietet Leistungen an, gleicht sozial aus und kann antizyklisch handeln. Zu viel Staatsverschuldung ist ein Risiko.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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