Konjunktur: Aufschwung und Abschwung
Die Wirtschaft wächst nicht gleichmäßig. Sie schwankt in Wellen, die man Konjunktur nennt.
Das lernst du heute
- Ich kann den Begriff Konjunktur erklären.
- Ich kann die vier Phasen eines idealtypischen Zyklus nennen.
- Ich kann Einflussfaktoren auf die Konjunktur nennen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Was eine Volkswirtschaft erreichen will: das magische Viereck
Manchmal läuft die Wirtschaft gut: Betriebe haben viele Aufträge, es gibt viele Arbeitsplätze. Manchmal läuft sie schlecht: Die Aufträge sinken, und Arbeitsplätze gehen verloren. Solche Schwankungen der gesamten Wirtschaftsleistung nennt man Konjunktur. Ein idealtypischer Konjunkturzyklus hat vier Phasen. Im Aufschwung steigen Produktion und Nachfrage. Die Hochkonjunktur ist der Höhepunkt. Die Maschinen sind sehr gut ausgelastet. Danach beginnt der Abschwung. Die Nachfrage sinkt, und die Produktion geht zurück. Sinkt die Wirtschaftsleistung deutlich, spricht man von einer Rezession. Der Tiefpunkt heißt auch Talsohle. Ist die Krise sehr tief und dauert lange, spricht man von einer Depression. Danach beginnt wieder ein Aufschwung. In der Wirklichkeit sind die Wellen nicht so regelmäßig wie im Bild. Deshalb sagt man „idealtypisch“. Viele Dinge beeinflussen die Konjunktur: Konsum der Haushalte, Investitionen der Betriebe, Ausgaben des Staates, Exporte, Zinsen, Rohstoffpreise und Erwartungen. Auch Krisen wie hohe Energiepreise oder Lieferprobleme wirken.
| Phase | Produktion und Nachfrage | Arbeitsmarkt |
|---|---|---|
| Aufschwung | steigen | mehr Stellen |
| Hochkonjunktur | sehr hoch | viele Stellen, wenige Arbeitslose |
| Abschwung | sinken | weniger Stellen |
| Tiefpunkt | niedrig | viele Arbeitslose |
Eine Phase bestimmen
- Ausgedachte Werte für ein Land: BIP in Mrd. € pro Quartal: 500, 505, 498, 492.
- Vergleiche: 500 → 505 steigt. 505 → 498 sinkt. 498 → 492 sinkt.
- Die Wirtschaftsleistung sinkt zwei Quartale hintereinander.
- Das ist ein Abschwung. Man spricht oft von einer Rezession.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Mal geht es aufwärts.
Mal geht es abwärts.
So bewegt sich die Wirtschaft in Wellen.
Ein Beispiel
Das Wetter wechselt zwischen Sonne und Regen. Genauso wechselt die Wirtschaft zwischen guten und schlechten Zeiten.
Schritt für Schritt
Wir bestimmen die Phase.
- Vergleiche die Zahlen nacheinander.
- Steigen sie oder sinken sie?
- Wähle die passende Phase.
Mit einem Bild erklärt
| Quartal | BIP in Mrd. € | Veränderung |
|---|---|---|
| 1 | 500 | – |
| 2 | 505 | steigt |
| 3 | 498 | sinkt |
| 4 | 492 | sinkt |
Zur Grundlage zurück
- Was eine Volkswirtschaft erreichen will: das magische Viereck – Du kennst das Ziel Wachstum und das BIP.
Jetzt zusammen
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Zeig mir den ersten Schritt
Steigen die Zahlen oder sinken sie?
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Lösung: Aufschwung
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Wie nennt man einen deutlichen Abschwung?
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Lösung: Rezession
Tipp: Eine Faustregel: Sinkt das BIP in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, sprechen viele von einer Rezession.
Merksatz: Konjunktur: Schwankungen der Wirtschaftsleistung. Phasen: Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung, Tiefpunkt.
Typischer Fehler: Manche denken, die Konjunktur verlaufe regelmäßig wie eine Uhr. Der Zyklus ist ein Modell. Länge und Höhe der Wellen sind in der Wirklichkeit unterschiedlich.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Schwankungen der gesamten Wirtschaftsleistung
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Lösung: Hochkonjunktur
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Lösung: zum Beispiel Konsum, Investitionen und Exporte
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Konjunktur sind die Schwankungen der Wirtschaft. Ein idealtypischer Zyklus hat vier Phasen: Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung, Tiefpunkt. Konsum, Investitionen, Staat, Export, Zinsen und Erwartungen beeinflussen ihn.
Kannst du das schon?
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