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Politik und Wirtschaft

Konjunktur: Aufschwung und Abschwung

Die Wirtschaft wächst nicht gleichmäßig. Sie schwankt in Wellen, die man Konjunktur nennt.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann den Begriff Konjunktur erklären.
  • Ich kann die vier Phasen eines idealtypischen Zyklus nennen.
  • Ich kann Einflussfaktoren auf die Konjunktur nennen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Was eine Volkswirtschaft erreichen will: das magische Viereck

Manchmal läuft die Wirtschaft gut: Betriebe haben viele Aufträge, es gibt viele Arbeitsplätze. Manchmal läuft sie schlecht: Die Aufträge sinken, und Arbeitsplätze gehen verloren. Solche Schwankungen der gesamten Wirtschaftsleistung nennt man Konjunktur. Ein idealtypischer Konjunkturzyklus hat vier Phasen. Im Aufschwung steigen Produktion und Nachfrage. Die Hochkonjunktur ist der Höhepunkt. Die Maschinen sind sehr gut ausgelastet. Danach beginnt der Abschwung. Die Nachfrage sinkt, und die Produktion geht zurück. Sinkt die Wirtschaftsleistung deutlich, spricht man von einer Rezession. Der Tiefpunkt heißt auch Talsohle. Ist die Krise sehr tief und dauert lange, spricht man von einer Depression. Danach beginnt wieder ein Aufschwung. In der Wirklichkeit sind die Wellen nicht so regelmäßig wie im Bild. Deshalb sagt man „idealtypisch“. Viele Dinge beeinflussen die Konjunktur: Konsum der Haushalte, Investitionen der Betriebe, Ausgaben des Staates, Exporte, Zinsen, Rohstoffpreise und Erwartungen. Auch Krisen wie hohe Energiepreise oder Lieferprobleme wirken.

PhaseProduktion und NachfrageArbeitsmarkt
Aufschwungsteigenmehr Stellen
Hochkonjunktursehr hochviele Stellen, wenige Arbeitslose
Abschwungsinkenweniger Stellen
Tiefpunktniedrigviele Arbeitslose

Eine Phase bestimmen

  1. Ausgedachte Werte für ein Land: BIP in Mrd. € pro Quartal: 500, 505, 498, 492.
  2. Vergleiche: 500 → 505 steigt. 505 → 498 sinkt. 498 → 492 sinkt.
  3. Die Wirtschaftsleistung sinkt zwei Quartale hintereinander.
  4. Das ist ein Abschwung. Man spricht oft von einer Rezession.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Mal geht es aufwärts.

Mal geht es abwärts.

So bewegt sich die Wirtschaft in Wellen.

Ein Beispiel

Beispiel

Das Wetter wechselt zwischen Sonne und Regen. Genauso wechselt die Wirtschaft zwischen guten und schlechten Zeiten.

Schritt für Schritt

Wir bestimmen die Phase.

  1. Vergleiche die Zahlen nacheinander.
  2. Steigen sie oder sinken sie?
  3. Wähle die passende Phase.

Mit einem Bild erklärt

QuartalBIP in Mrd. €Veränderung
1500–
2505steigt
3498sinkt
4492sinkt

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Welche Phase beschreibt „Produktion und Nachfrage steigen“?
Zeig mir den ersten Schritt

Steigen die Zahlen oder sinken sie?

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Lösung: Aufschwung

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Die Wirtschaftsleistung sinkt zwei Quartale hintereinander. Wie nennen viele das?
Zeig mir den ersten Schritt

Wie nennt man einen deutlichen Abschwung?

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Lösung: Rezession

Tipp: Eine Faustregel: Sinkt das BIP in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, sprechen viele von einer Rezession.

Merksatz: Konjunktur: Schwankungen der Wirtschaftsleistung. Phasen: Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung, Tiefpunkt.

Typischer Fehler: Manche denken, die Konjunktur verlaufe regelmäßig wie eine Uhr. Der Zyklus ist ein Modell. Länge und Höhe der Wellen sind in der Wirklichkeit unterschiedlich.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was versteht man unter Konjunktur?
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Lösung: Schwankungen der gesamten Wirtschaftsleistung

Frage 2 Welche Phase ist der Höhepunkt des Zyklus?
Lösung ansehen

Lösung: Hochkonjunktur

Frage 3 Was beeinflusst die Konjunktur?
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Lösung: zum Beispiel Konsum, Investitionen und Exporte

Frage 4 Ein idealtypischer Konjunkturzyklus verläuft in der Wirklichkeit immer genau gleich.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 5 Im Abschwung gehen oft Aufträge zurück.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Konjunktur sind die Schwankungen der Wirtschaft. Ein idealtypischer Zyklus hat vier Phasen: Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung, Tiefpunkt. Konsum, Investitionen, Staat, Export, Zinsen und Erwartungen beeinflussen ihn.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Wirtschaftspolitik: Ziele, Wachstum, Konjunktur

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