Ijob: mit Gott ringen
Das Buch Ijob erzählt von einem Mann, der alles verliert und trotzdem mit Gott spricht.
Das lernst du heute
- Ich kann den Verlauf des Buches Ijob nacherzählen.
- Ich kann die Haltung von Ijobs Freunden und von Ijob vergleichen.
- Ich kann erklären, was Gott am Ende nicht tut.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Die Theodizeefrage, Gattungen in der Bibel
Das Buch Ijob steht im Alten Testament. Es erzählt von einem Mann namens Ijob. Er lebt gut und glaubt an Gott. Dann verliert er in kurzer Zeit seinen Besitz, seine Kinder und seine Gesundheit (Ijob 1–2).
Drei Freunde besuchen ihn: Elifas, Bildad und Zofar. Sie sagen: Leid ist die Strafe für Schuld. Ijob muss etwas Böses getan haben. Man nennt das den Zusammenhang von Tun und Ergehen.
Ijob widerspricht. Er weiß, dass er nichts getan hat, was dieses Leid verdient. Er klagt laut und fordert Gott heraus: Er will eine Antwort.
Gott antwortet am Ende (Ijob 38–41). Er erklärt aber nicht, warum Ijob leidet. Er zeigt ihm die Größe der Schöpfung. Ijob erkennt, dass Gott größer ist als seine Fragen. Gott sagt auch: Die Freunde haben nicht richtig von ihm geredet, Ijob schon (Ijob 42).
| Person | Sicht auf das Leid |
|---|---|
| Ijobs Freunde | Leid ist Strafe für Schuld. |
| Ijob | Ich bin unschuldig. Ich will mit Gott reden. |
| Gott (Ijob 38–42) | Antwortet, erklärt aber den Grund nicht. |
Das Buch Ijob lesen
- Teil 1: Ijob verliert alles (Ijob 1–2).
- Teil 2: Ijob klagt, die Freunde sagen, es sei Strafe (Ijob 3–31). Danach spricht noch Elihu (Ijob 32–37).
- Teil 3: Gott antwortet aus dem Sturm (Ijob 38–41).
- Ergebnis: Das Leid wird nicht erklärt. Aber Ijobs Klage wird ernst genommen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Ijob verliert alles.
Die Freunde sagen: Das ist Strafe.
Ijob sagt: Nein. Er klagt zu Gott.
Ein Beispiel
Jonas ist traurig, weil sein Opa schwer krank ist. Ein Freund sagt: „Es wird schon seinen Grund haben.“ Das hilft Jonas nicht. Die Freunde Ijobs haben ähnlich geredet.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt
- Schritt 1: Nenne, was Ijob verliert.
- Schritt 2: Nenne die Meinung der Freunde.
- Schritt 3: Nenne, was Gott am Ende sagt und tut.
Mit einem Bild erklärt
| Teil | Inhalt |
|---|---|
| Anfang | Ijob verliert alles |
| Mitte | Freunde und Ijob streiten |
| Ende | Gott antwortet, erklärt aber nichts |
Zur Grundlage zurück
- Die Theodizeefrage – Du kennst die Theodizeefrage.
- Gattungen in der Bibel – Du weißt, dass die Bibel verschiedene Textarten hat.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Was soll Ijob ihrer Meinung nach getan haben?
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Lösung: als Strafe für Schuld
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Wie verhält sich Ijob gegenüber Gott?
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Lösung: Er klagt und fordert eine Antwort von Gott.
Tipp: Lies die Rolle der Freunde so: Sie wollen helfen und erklären, aber sie hören Ijob nicht zu. Achte darauf, wer wem zuhört.
Merksatz: Das Buch Ijob widerspricht der Erklärung, Leid sei Strafe für Schuld. Ijob darf klagen und mit Gott streiten.
Typischer Fehler: Viele denken, das Buch Ijob erkläre den Grund des Leids. Es erklärt ihn gerade nicht.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Besitz, Kinder und Gesundheit
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Lösung: Elifas, Bildad und Zofar
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Lösung: Er zeigt die Größe der Schöpfung, erklärt das Leid aber nicht.
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Ijob verliert alles. Die Freunde sagen: Leid ist Strafe. Ijob widerspricht und klagt. Gott antwortet, erklärt das Leid aber nicht. Er nimmt Ijob und seine Klage ernst.
Kannst du das schon?
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