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Katholische Religion

Jüdisch-christliche Begegnung heute

Begegnung kann Vorurteile abbauen. Wir prüfen, welche Chancen es gibt und was Christen und Juden verbindet und unterscheidet.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Judentum und Christentum.
  • Ich beschreibe Formen der Begegnung heute.
  • Ich beurteile, wie Begegnung gegen Judenfeindschaft helfen kann.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Interreligiöser Dialog: Chancen und Grenzen, Antisemitismus erkennen

Judentum und Christentum sind eng verwandt. Die Hebräische Bibel ist für Jüdinnen und Juden die heilige Schrift. Christinnen und Christen nennen sie Altes Testament. Beide glauben an einen Gott, der die Welt geschaffen hat. Beide kennen die Zehn Gebote. Jesus war Jude. Ein Unterschied: Christinnen und Christen glauben, dass Jesus der Messias und Sohn Gottes ist. Das Judentum glaubt das nicht.

Jüdisches Leben gehört seit langer Zeit zu Deutschland. Aus dem Jahr 321 stammt ein Hinweis auf eine jüdische Gemeinde in Köln. Heute leben Jüdinnen und Juden in vielen Städten. Sie feiern den Schabbat, ihren wöchentlichen Ruhetag, und beten in der Synagoge.

Nach 1945 begann ein neues Gespräch. „Nostra aetate“ von 1965 war ein Wendepunkt. Seitdem gibt es Treffen, gemeinsame Gebete, Gespräche in Schulen und Besuche in Synagogen und Kirchen. Gedenkstätten erinnern an die Verfolgung.

Begegnung kann vor Vorurteilen schützen. Man lernt Menschen kennen, statt Klischees zu glauben. Sie ersetzt aber nicht den Einsatz gegen Antisemitismus. Dazu gehören Wissen, Erinnern und Widersprechen. Wichtig ist, nicht von „den Juden“ zu sprechen, sondern Menschen zu sehen.

Gemeinsames und Unterschiede.
GemeinsamVerschieden
Hebräische Bibel als heilige SchriftChristen: Neues Testament zusätzlich
Ein Gott, Schöpfer der WeltChristen: Jesus als Messias und Sohn Gottes
Zehn GeboteJuden: Schabbat als wöchentlicher Ruhetag
Gebet und FesteChristen: Gottesdienst am Sonntag

Eine Begegnung planen

  1. Wir wählen einen Ort: eine Synagoge besuchen.
  2. Wir bereiten Fragen vor und lernen die Regeln des Hauses.
  3. Wir hören zu und fragen respektvoll.
  4. Wir erzählen anderen, was wir erfahren haben.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Gemeinsame Wurzeln.

Unterschiede bleiben.

Begegnung baut Vorurteile ab.

Ein Beispiel

Beispiel

Wer jemanden persönlich kennt, glaubt weniger leicht Klischees über ihn. Das gilt auch für Religionen.

Schritt für Schritt

Wir prüfen eine Maßnahme

  1. Schritt 1: Wir nennen die Maßnahme, zum Beispiel einen Besuch in einer Synagoge.
  2. Schritt 2: Wir fragen, welches Vorurteil sie abbauen kann.
  3. Schritt 3: Wir nennen Grenzen: Sie ersetzt nicht die Aufklärung.
  4. Schritt 4: Wir urteilen mit Begründung.

Mit einem Bild erklärt

MaßnahmeWirkungGrenze
Besuch in der Synagogepersönliche Begegnungersetzt kein Wissen
GedenkstätteErinnernbraucht Begleitung
Gespräch in der SchuleFragen klärenbraucht Offenheit

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was ist für Christen das Alte Testament?
Zeig mir den ersten Schritt

Welche Schrift lesen Juden und Christen?

Lösung ansehen

Lösung: Die Hebräische Bibel, die auch im Judentum heilig ist

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was ist ein Unterschied zwischen Judentum und Christentum?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an Jesus.

Lösung ansehen

Lösung: Christen glauben, dass Jesus der Messias ist.

Tipp: Bei Begegnungen gilt: zuhören, fragen, nicht über andere sprechen, sondern mit ihnen.

Merksatz: Judentum und Christentum haben viele Gemeinsamkeiten. Begegnung, Wissen und Erinnern helfen, Vorurteile abzubauen.

Typischer Fehler: Viele denken, Begegnung allein löse das Problem. Sie hilft, ersetzt aber nicht Aufklärung und Widerspruch.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wie kann Begegnung gegen Vorurteile helfen?
Lösung ansehen

Lösung: Man lernt Menschen kennen und prüft Klischees.

Frage 2 Jüdisches Leben gehört seit langer Zeit zu Deutschland.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Wie heißt der wöchentliche Ruhetag im Judentum?
Lösung ansehen

Lösung: Schabbat

Frage 4 Begegnung allein reicht, um Antisemitismus zu beenden.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Judentum und Christentum sind verwandt und verschieden. Begegnung hilft gegen Vorurteile. Zum Handeln gehören auch Wissen, Erinnern und Widersprechen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Kirche im Nationalsozialismus – Widerstand und Schuld

Kurz erklärt, 42 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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