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Islamische Religion

Halal, haram und was dazwischen liegt

Halal heißt erlaubt, haram heißt verboten. Dazwischen gibt es weitere Stufen.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann halal und haram erklären.
  • Ich kann die fünf Wertungen nennen.
  • Ich kann Beispiele zuordnen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Idschtihad und Qiyas: wie Gelehrte urteilen

Halal bedeutet erlaubt. Haram bedeutet verboten. Gelehrte unterscheiden aber noch mehr Stufen. Es gibt fünf Wertungen. Eine Pflicht (fard oder wadschib) muss erfüllt werden, zum Beispiel das tägliche Gebet. Empfohlen (mandub) ist etwas Gutes, das man freiwillig tut, zum Beispiel zusätzliche Spenden. Erlaubt (mubah) ist etwas, das weder geboten noch verboten ist. Unerwünscht (makruh) ist etwas, das man besser lässt, ohne dass es verboten ist. Verboten (haram) ist etwas, das man nicht tun soll. Beispiele aus dem Koran: Schweinefleisch ist verboten (Sure 2, Vers 173). Auch der Wein ist verboten (Sure 5, Vers 90). Für vieles, was die Quellen nicht verbieten, gilt nach verbreiteter Auffassung: Es ist erlaubt. Zur Not gibt es Ausnahmen. In Sure 2, Vers 173 steht, dass in einer Notlage Verbotenes erlaubt sein kann. Wer unsicher ist, fragt eine kundige Person.

WertungBedeutungBeispiel
Pflichtmuss getan werdentägliches Gebet
empfohlengut, freiwilligzusätzliche Spende
erlaubtweder geboten noch verbotenFahrrad fahren
unerwünschtbesser lassenviel Wasser bei der Gebetswaschung verschwenden
verbotensoll man nicht tunWein

So ordnest du eine Handlung ein

  1. Nenne die Handlung.
  2. Frage: Nennen Koran oder Sunna sie ausdrücklich?
  3. Ordne ein: Pflicht, empfohlen, erlaubt, unerwünscht oder verboten.
  4. Bei Unsicherheit: eine kundige Person fragen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Halal heißt erlaubt.

Haram heißt verboten.

Dazwischen gibt es weitere Stufen.

Ein Beispiel

Beispiel

Eine Ampel hat nicht nur Rot und Grün. Es gibt auch Gelb. So ähnlich gibt es auch mehr als halal und haram.

Schritt für Schritt

Wir ordnen Beispiele ein.

  1. Beispiel: das tägliche Gebet.
  2. Es ist eine Pflicht.
  3. Beispiel: Wein.
  4. Er ist verboten.

Mit einem Bild erklärt

WertungStichwort
fardPflicht
mandubempfohlen
mubaherlaubt
makruhunerwünscht
haramverboten

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Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was bedeutet haram?
Zeig mir den ersten Schritt

Haram ist das Gegenteil von halal.

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Lösung: Verboten

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Zu welcher Wertung gehört das tägliche Gebet?
Zeig mir den ersten Schritt

Denk an die fünf Säulen.

Lösung ansehen

Lösung: Pflicht

Tipp: Pflicht und verboten sind die Enden der Skala. Dazwischen liegen drei Stufen. Im weiten Sinn ist alles halal, was nicht haram ist.

Merksatz: Halal heißt erlaubt, haram heißt verboten. Der Fiqh unterscheidet genauer fünf Wertungen: Pflicht, empfohlen, erlaubt, unerwünscht, verboten.

Typischer Fehler: Alles in zwei Gruppen zu teilen. Es gibt fünf Wertungen.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wie viele Wertungen kennt der Fiqh?
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Lösung: Fünf

Frage 2 Zwischen halal und haram gibt es keine Stufen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 3 In einer Notlage kann Verbotenes erlaubt sein.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 4 Wer sollte bei Unsicherheit gefragt werden?
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Lösung: Eine kundige Person

Geschafft

Im Fiqh gibt es fünf Wertungen: Pflicht, empfohlen, erlaubt, unerwünscht, verboten. Halal bedeutet erlaubt, haram verboten. In Not gibt es Ausnahmen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Rechtsschulen: Vielfalt der Religionspraxis

Kurz erklärt, 40 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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