Halal, haram und was dazwischen liegt
Halal heißt erlaubt, haram heißt verboten. Dazwischen gibt es weitere Stufen.
Das lernst du heute
- Ich kann halal und haram erklären.
- Ich kann die fünf Wertungen nennen.
- Ich kann Beispiele zuordnen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Idschtihad und Qiyas: wie Gelehrte urteilen
Halal bedeutet erlaubt. Haram bedeutet verboten. Gelehrte unterscheiden aber noch mehr Stufen. Es gibt fünf Wertungen. Eine Pflicht (fard oder wadschib) muss erfüllt werden, zum Beispiel das tägliche Gebet. Empfohlen (mandub) ist etwas Gutes, das man freiwillig tut, zum Beispiel zusätzliche Spenden. Erlaubt (mubah) ist etwas, das weder geboten noch verboten ist. Unerwünscht (makruh) ist etwas, das man besser lässt, ohne dass es verboten ist. Verboten (haram) ist etwas, das man nicht tun soll. Beispiele aus dem Koran: Schweinefleisch ist verboten (Sure 2, Vers 173). Auch der Wein ist verboten (Sure 5, Vers 90). Für vieles, was die Quellen nicht verbieten, gilt nach verbreiteter Auffassung: Es ist erlaubt. Zur Not gibt es Ausnahmen. In Sure 2, Vers 173 steht, dass in einer Notlage Verbotenes erlaubt sein kann. Wer unsicher ist, fragt eine kundige Person.
| Wertung | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Pflicht | muss getan werden | tägliches Gebet |
| empfohlen | gut, freiwillig | zusätzliche Spende |
| erlaubt | weder geboten noch verboten | Fahrrad fahren |
| unerwünscht | besser lassen | viel Wasser bei der Gebetswaschung verschwenden |
| verboten | soll man nicht tun | Wein |
So ordnest du eine Handlung ein
- Nenne die Handlung.
- Frage: Nennen Koran oder Sunna sie ausdrücklich?
- Ordne ein: Pflicht, empfohlen, erlaubt, unerwünscht oder verboten.
- Bei Unsicherheit: eine kundige Person fragen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Halal heißt erlaubt.
Haram heißt verboten.
Dazwischen gibt es weitere Stufen.
Ein Beispiel
Eine Ampel hat nicht nur Rot und Grün. Es gibt auch Gelb. So ähnlich gibt es auch mehr als halal und haram.
Schritt für Schritt
Wir ordnen Beispiele ein.
- Beispiel: das tägliche Gebet.
- Es ist eine Pflicht.
- Beispiel: Wein.
- Er ist verboten.
Mit einem Bild erklärt
| Wertung | Stichwort |
|---|---|
| fard | Pflicht |
| mandub | empfohlen |
| mubah | erlaubt |
| makruh | unerwünscht |
| haram | verboten |
Zur Grundlage zurück
- Idschtihad und Qiyas: wie Gelehrte urteilen – Du kennst Idschtihad und Qiyas.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Haram ist das Gegenteil von halal.
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Lösung: Verboten
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Denk an die fünf Säulen.
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Lösung: Pflicht
Tipp: Pflicht und verboten sind die Enden der Skala. Dazwischen liegen drei Stufen. Im weiten Sinn ist alles halal, was nicht haram ist.
Merksatz: Halal heißt erlaubt, haram heißt verboten. Der Fiqh unterscheidet genauer fünf Wertungen: Pflicht, empfohlen, erlaubt, unerwünscht, verboten.
Typischer Fehler: Alles in zwei Gruppen zu teilen. Es gibt fünf Wertungen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Fünf
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Eine kundige Person
Geschafft
Im Fiqh gibt es fünf Wertungen: Pflicht, empfohlen, erlaubt, unerwünscht, verboten. Halal bedeutet erlaubt, haram verboten. In Not gibt es Ausnahmen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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