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Geschichte

Die Heimatfront: Leben der Zivilbevölkerung

Der Krieg veränderte auch das Leben zu Hause: Hunger, Arbeit der Frauen, Zensur und Propaganda.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich erkläre, was Heimatfront bedeutet.
  • Ich beschreibe die Folgen des Kriegs für die Zivilbevölkerung.
  • Ich erkenne Propaganda und Zensur.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Ein moderner Krieg: Technik und Stellungskrieg

Als Heimatfront bezeichnet man das Leben der Zivilbevölkerung im Krieg. Auch zu Hause musste alles auf den Krieg ausgerichtet werden.

Viele Männer waren Soldaten. Viele Frauen arbeiteten nun in Rüstungsfabriken, Büros und Straßenbahnen und zogen die Kinder allein auf. Die Industrie stellte Waffen her. Lebensmittel wurden knapp, denn Großbritannien sperrte mit seiner Flotte die Seewege (Seeblockade). Der Staat verteilte Lebensmittel mit Karten (Rationierung). Im Winter 1916 17tel gab es kaum noch Kartoffeln. Die Menschen aßen Steckrüben. Man nennt diesen Winter den „Steckrübenwinter“. Viele Menschen, vor allem Kinder und Ältere, hungerten.

Der Staat lenkte die Meinung. Zensur bedeutet, dass Zeitungen und Briefe geprüft und Berichte verboten werden. Propaganda ist einseitige Werbung für eine Sicht: Feinde wurden schlecht dargestellt, Siege groß gefeiert. Schüler sammelten Metall und Altpapier. Mit Kriegsanleihen sollten die Bürger dem Staat Geld leihen.

Mit der Zeit wuchs die Unzufriedenheit. 1917 und 1918 gab es Streiks gegen Hunger und den langen Krieg.

Die Heimatfront im Überblick.
BereichVeränderung im Krieg
ArbeitFrauen übernehmen Männerarbeit
EssenRationierung, Hunger
NachrichtenZensur und Propaganda
GeldKriegsanleihen
StimmungBegeisterung, später Streiks

Eine Propagandaquelle prüfen

  1. Wir fragen: Wer hat den Text gemacht? Der Staat.
  2. Wir fragen: Welches Ziel? Die Menschen sollen durchhalten und spenden.
  3. Wir fragen: Was fehlt? Zum Beispiel Hunger und Verluste.
  4. Ergebnis: Der Text zeigt nur einen Teil der Wirklichkeit.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Männer an der Front.

Frauen in den Fabriken.

Hunger und Zensur.

Ein Beispiel

Beispiel

Stelle dir vor, in deiner Familie arbeiten die Eltern plötzlich Tag und Nacht, und es gibt jeden Tag wenig zu essen.

Schritt für Schritt

Wir prüfen ein Plakat

  1. Wir sehen ein ausgedachtes Plakat: Ein stolzer Soldat ruft zum Sammeln von Metall auf.
  2. Wir fragen: Wer hat es gemacht? Der Staat.
  3. Wir fragen: Was soll es bewirken? Menschen sollen Wertsachen abgeben.
  4. Wir erkennen: Das Plakat ist Propaganda.

Mit einem Bild erklärt

FrageAntwort
Wer spricht?der Staat
Was soll erreicht werden?Unterstützung für den Krieg
Was fehlt?Hunger, Verluste

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was bedeutet Heimatfront?
Zeig mir den ersten Schritt

Wo ist die Heimat im Krieg?

Lösung ansehen

Lösung: Das Leben der Zivilbevölkerung im Krieg

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was ist Zensur?
Zeig mir den ersten Schritt

Es geht um Nachrichten.

Lösung ansehen

Lösung: Der Staat prüft Nachrichten und verbietet Berichte.

Tipp: Bei Propaganda fragst du: Wer spricht? Was will er erreichen? Was erfahre ich nicht?

Merksatz: Heimatfront: Der Krieg bestimmt das Leben zu Hause. Frauen arbeiten, Lebensmittel sind knapp, Zensur und Propaganda lenken die Meinung.

Typischer Fehler: Viele glauben, nur Soldaten seien vom Krieg betroffen. Auch Zivilisten litten, zum Beispiel unter Hunger und schwerer Arbeit.

Prüfen

Mini-Quiz

5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Warum wurden die Lebensmittel knapp?
Lösung ansehen

Lösung: Die Seeblockade und die Umstellung auf Kriegsproduktion

Frage 2 Während des Krieges arbeiteten viele Frauen in Fabriken.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Was beschreibt der „Steckrübenwinter“?
Lösung ansehen

Lösung: Den Hunger im Winter 1916 17tel

Frage 4 Propaganda zeigt die Wirklichkeit vollständig und neutral.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 5 Wie zeigte sich die wachsende Unzufriedenheit 1917 18tel?
Lösung ansehen

Lösung: Durch Streiks

Geschafft

Im Krieg gab es Rationierung, Hunger, Frauenarbeit, Zensur und Propaganda. Die Unzufriedenheit wuchs.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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