Dietrich Bonhoeffer: Glaube und Widerstand
Dietrich Bonhoeffer war evangelischer Theologe. Er ging vom Bekenntnis zum Widerstand und wurde 1945 hingerichtet.
Das lernst du heute
- Ich beschreibe wichtige Stationen im Leben von Dietrich Bonhoeffer.
- Ich erkläre, warum er sich dem Widerstand anschloss.
- Ich erläutere sein Nachdenken über Verantwortung und Schuld.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Bekennende Kirche und Barmer Theologische Erklärung
Dietrich Bonhoeffer wurde 1906 in Breslau geboren. Er studierte Theologie und wurde Pfarrer. Früh sah er die Gefahr des Nationalsozialismus. 1933 schrieb er einen Aufsatz über die Haltung der Kirche zur Verfolgung der Jüdinnen und Juden.
Er nannte drei Möglichkeiten. Die Kirche kann den Staat fragen, ob sein Handeln recht ist. Sie kann den Opfern helfen. Und sie kann, wenn das nicht reicht, „dem Rad selbst in die Speichen fallen“, also das Unrecht direkt stoppen. Das war damals eine sehr mutige Aussage.
Bonhoeffer gehörte zur Bekennenden Kirche. Von 1935 bis 1937 leitete er ein Predigerseminar in Finkenwalde. Dort bildete er junge Pfarrer aus. Die Gestapo schloss das Seminar. 1939 reiste er in die USA, kehrte aber kurz vor Kriegsbeginn zurück. Er wollte das Schicksal seiner Kirche teilen.
Später arbeitete er in einem Kreis des Widerstands mit. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet. Im Gefängnis schrieb er Briefe und Gedichte. Am 9. April 1945 wurde er im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Das war wenige Wochen vor Kriegsende.
Bonhoeffer dachte viel über Verantwortung nach. Er sagte sinngemäß: Wer sich dem Unrecht entgegenstellt, kann dabei Schuld auf sich laden. Wer aber nichts tut, ist auch schuldig. Christinnen und Christen glauben, dass Gott Schuld vergeben kann. Bonhoeffer wollte Verantwortung nicht ausweichen.
Drei Möglichkeiten der Kirche
- Möglichkeit 1: Den Staat fragen, ob sein Handeln rechtmäßig ist.
- Möglichkeit 2: Den Opfern helfen, auch wenn sie nicht zur Kirche gehören.
- Möglichkeit 3: Dem Rad selbst in die Speichen fallen, also das Unrecht direkt stoppen.
- Ergebnis: Bonhoeffer sah die dritte Möglichkeit als letztes Mittel, wenn die anderen nicht reichen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Bonhoeffer war Pfarrer.
Er sah das Unrecht und sagte es offen.
Er wurde verhaftet und hingerichtet.
Ein Beispiel
Stell dir einen Schiedsrichter vor. Er sieht ein Foul und pfeift nicht. Dann ist er mitverantwortlich. Bonhoeffer wollte nicht wegschauen.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt: Bonhoeffers Weg
- Student und Pfarrer, Aufsatz 1933.
- Leitung des Seminars in Finkenwalde.
- Mitarbeit im Widerstand, Verhaftung 1943.
- Hinrichtung am 9. April 1945.
Mit einem Bild erklärt
| Zeit | Station |
|---|---|
| 1933 | Aufsatz zur Verfolgung der Juden |
| 1935–1937 | Predigerseminar in Finkenwalde |
| 1943 | Verhaftung |
| 1945 | Hinrichtung im KZ Flossenbürg |
Zur Grundlage zurück
- Bekennende Kirche und Barmer Theologische Erklärung – Bonhoeffer gehörte zur Bekennenden Kirche.
Jetzt zusammen
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Zeig mir den ersten Schritt
Das Rad steht für die Staatsmaschine. Was passiert, wenn man in die Speichen greift?
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Lösung: Das Unrecht direkt aufhalten.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Finkenwalde war ein Ort der Ausbildung.
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Lösung: Er leitete ein Predigerseminar der Bekennenden Kirche.
Tipp: Schreibe die drei Möglichkeiten Bonhoeffers mit je einem Beispiel auf.
Merksatz: Bonhoeffer: Wer sich dem Unrecht entgegenstellt, übernimmt Verantwortung, auch wenn es Schuld bedeuten kann.
Typischer Fehler: Man sagt manchmal, Bonhoeffer habe von Anfang an im Untergrund gearbeitet. Er ging Schritt für Schritt, vom Predigen zum Widerstand.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Am 9. April 1945
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Lösung: Er wollte das Schicksal seiner Kirche teilen.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Vom Bekenntnis der Kirche zum aktiven Widerstand.
Geschafft
Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) ging vom Bekenntnis der Bekennenden Kirche zum Widerstand. Am 9. April 1945 wurde er im KZ Flossenbürg hingerichtet. Er verband Glauben und Verantwortung.
Kannst du das schon?
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