Über Gott reden, an Gott glauben
Aussagen über Gott und Bekenntnisse des Glaubens sind zwei verschiedene Arten zu sprechen.
Das lernst du heute
- Ich unterscheide Aussagen über Gott von Bekenntnissen des Glaubens.
- Ich erkläre, woran man beide Arten erkennt.
- Ich ordne Beispielsätze richtig zu.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wenn sich das Gottesbild verändert
Man kann über Gott auf zwei Arten sprechen.
Die erste Art ist eine Aussage über Gott. Sie steht oft in der dritten Person: „Gott ist allmächtig.“ „Nach der Bibel hat Gott die Welt geschaffen.“ „Christinnen und Christen sagen, Gott ist Liebe.“ Solche Sätze kann man prüfen, vergleichen und diskutieren. Man kann zum Beispiel fragen: Woher kommt diese Idee? Gibt es andere Sichtweisen?
Die zweite Art ist ein Bekenntnis. Es steht meist in der Ich- oder Wir-Form: „Ich glaube an Gott.“ „Ich vertraue auf Gott.“ Das Glaubensbekenntnis der Kirche beginnt so. Ein Bekenntnis ist persönlich. Wer es spricht, sagt: Darauf verlasse ich mich.
Der Unterschied ist wichtig. Über Aussagen kann man sachlich streiten und Gründe austauschen. Ein Bekenntnis lässt sich nicht wie eine Rechenaufgabe prüfen. Man kann aber fragen, wie jemand zu seinem Glauben kam und was er für sein Leben bedeutet.
Auch Menschen, die nicht glauben, können Aussagen über Gott machen. Zum Beispiel: „Christinnen und Christen glauben, dass Gott die Welt erhält.“ Das ist eine Aussage über den Glauben anderer, kein eigenes Bekenntnis.
| Art | Merkmal | Beispiel |
|---|---|---|
| Aussage über Gott | meist dritte Person, kann diskutiert werden | „Gott ist nach der Bibel gerecht.“ |
| Bekenntnis | Ich- oder Wir-Form, persönlich | „Ich vertraue auf Gott.“ |
Sätze zuordnen
- Satz: „Ich glaube an Gott.“
- Frage: Wer spricht? Ich. Es ist ein persönliches Vertrauen.
- Ergebnis: Bekenntnis.
- Satz: „Musliminnen und Muslime glauben, dass Gott einzigartig ist.“ Wer spricht? Jemand über andere. Ergebnis: Aussage über Glauben.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Eine Aussage berichtet.
Ein Bekenntnis sagt: Ich vertraue.
Der Unterschied liegt in der Form.
Ein Beispiel
Jemand sagt: „Eine Mannschaft hat gewonnen.“ Das ist eine Feststellung. Ein Fan sagt: „Ich halte zu meinem Verein.“ Das ist ein Bekenntnis zum Verein.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt: Sätze unterscheiden
- Lies den Satz.
- Frage: Wer spricht?
- Frage: Wird berichtet oder wird Vertrauen ausgesprochen?
- Ordne den Satz zu.
Mit einem Bild erklärt
| Satz | Art |
|---|---|
| „Gott ist nach der Bibel gerecht.“ | Aussage über Gott |
| „Ich vertraue auf Gott.“ | Bekenntnis |
| „Muslime glauben an einen Gott.“ | Aussage über Glauben |
Zur Grundlage zurück
- Wenn sich das Gottesbild verändert – Hier siehst du, wie sich Gottesbilder verändern können.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Achte darauf, wer spricht und von wem die Rede ist.
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Lösung: „Ich vertraue auf Gott.“
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an die Form des Satzes.
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Lösung: Sie steht oft in der dritten Person und kann diskutiert werden.
Tipp: Frage bei jedem Satz: Wer spricht? Spricht er über Gott oder zu Gott oder für sich?
Merksatz: Aussage über Gott: kann geprüft und diskutiert werden. Bekenntnis: persönliches Vertrauen in der Ich- oder Wir-Form.
Typischer Fehler: Man denkt oft, es gebe nur richtig oder falsch. Ein Bekenntnis ist aber keine Prüfungsfrage, sondern eine persönliche Antwort.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: „Nach der Bibel hat Gott die Welt geschaffen.“
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Lösung: Wenn jemand damit sagt, worauf er sich verlässt.
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Lösung: Aussagen kann man diskutieren, ein Bekenntnis ist eine persönliche Antwort.
Geschafft
Aussagen über Gott kann man vergleichen und diskutieren. Bekenntnisse sagen, worauf jemand sein Leben baut. Beides gehört zum Reden über Gott.
Kannst du das schon?
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