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Biologie

Geschlechtliche und ungeschlechtliche Vermehrung vergleichen

Beide Arten der Vermehrung haben Vorteile und Nachteile. Ungeschlechtlich bleibt alles gleich, geschlechtlich entsteht Vielfalt.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich unterscheide geschlechtliche und ungeschlechtliche Vermehrung.
  • Ich erkläre, was Konstanz und Vielfalt der Erbinformation bedeuten.
  • Ich nenne Vorteile und Nachteile beider Arten.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Ungeschlechtlich vermehren: Stecklinge und Klone

Bei der geschlechtlichen Vermehrung verschmelzen zwei Keimzellen. Das nennt man Befruchtung. Die Erbinformation von zwei Eltern wird dabei neu gemischt. Die Nachkommen sind verschieden. Das nennt man genetische Vielfalt.

Bei der ungeschlechtlichen Vermehrung ist nur ein Elternteil beteiligt. Es gibt keine Keimzellen, die verschmelzen. Die Nachkommen haben dieselbe Erbinformation wie das Elternteil. Das nennt man Konstanz.

Beispiele für ungeschlechtliche Vermehrung: Hefe vermehrt sich durch Sprossung. Hydra, ein kleines Tier im Süßwasser, bildet Knospen. Bakterien teilen sich in zwei Zellen. Kartoffeln bilden Knollen.

Manche Lebewesen nutzen beides. Erdbeeren bilden Ausläufer und auch Samen.

Die zwei Arten der Vermehrung im Vergleich.
UngeschlechtlichGeschlechtlich
Elternein Elternteilzwei Eltern
Keimzellen verschmelzenneinja
Nachkommengleich (Klone)verschieden
Vorteilschnell, viele Nachkommen, kein Partner nötigVielfalt, bessere Anpassung
Nachteilkeine neue Vielfaltbraucht mehr Zeit und Energie

Ein Kartoffelfeld und eine Pilzkrankheit

  1. Auf Feld A wachsen Kartoffeln, die aus Knollen eines Elternteils stammen. Sie sind Klone.
  2. Auf Feld B wachsen Kartoffeln aus Samen. Sie sind genetisch verschieden.
  3. Ein Pilz befällt Pflanzen mit einer bestimmten Eigenschaft. Auf Feld A haben alle diese Eigenschaft.
  4. Auf Feld A erkranken alle Pflanzen. Auf Feld B sind manche Pflanzen unempfindlich.
  5. Ergebnis: Vielfalt kann verhindern, dass die ganze Ernte ausfällt.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Ungeschlechtlich: ein Elternteil. Die Nachkommen sind gleich.

Geschlechtlich: zwei Eltern. Die Nachkommen sind verschieden.

Ein Beispiel

Beispiel

Eine Apfelsorte wird durch Veredeln vermehrt. Dabei setzt man einen Zweig der Sorte auf einen anderen Baum. Alle Bäume dieser Sorte sind Klone.

Schritt für Schritt

So ordnest du ein Beispiel ein

  1. Zähle die Eltern: eins oder zwei?
  2. Verschmelzen Keimzellen? Wenn nein: ungeschlechtlich.
  3. Sind die Nachkommen gleich? Dann Konstanz.
  4. Sind sie verschieden? Dann Vielfalt.

Mit einem Bild erklärt

BeispielElternArt
Steckling1ungeschlechtlich
Samen einer Blüte2geschlechtlich
Hefe-Sprossung1ungeschlechtlich

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Warum sind Nachkommen bei geschlechtlicher Vermehrung verschieden?
Zeig mir den ersten Schritt

Was passiert mit der Erbinformation, wenn zwei Keimzellen verschmelzen?

Lösung ansehen

Lösung: Die Erbinformation beider Eltern wird neu gemischt.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Eine Krankheit befällt eine Sorte, die nur als Klon vermehrt wird. Warum kann sie alle Pflanzen treffen?
Zeig mir den ersten Schritt

Denke an das Kartoffelfeld: Was haben alle Klone gemeinsam?

Lösung ansehen

Lösung: Alle haben dieselbe Erbinformation und damit dieselbe Anfälligkeit.

Tipp: Frage dich bei jedem Beispiel: Wie viele Eltern gibt es? Verschmelzen Keimzellen? Daraus erkennst du die Art der Vermehrung.

Merksatz: Ungeschlechtlich: ein Elternteil, Nachkommen gleich (Konstanz). Geschlechtlich: zwei Eltern, Nachkommen verschieden (Vielfalt).

Typischer Fehler: Viele denken, Vielfalt sei immer besser. Sie hilft bei Veränderungen. Konstanz hilft, wenn sich eine gute Eigenschaft nicht verändern soll.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Bei der ungeschlechtlichen Vermehrung verschmelzen zwei Keimzellen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 2 Was ist ein Vorteil der ungeschlechtlichen Vermehrung?
Lösung ansehen

Lösung: Es entstehen schnell viele Nachkommen ohne Partner.

Frage 3 Hefe vermehrt sich durch Sprossung. Welche Art der Vermehrung ist das?
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Lösung: ungeschlechtlich

Frage 4 Was bedeutet genetische Vielfalt?
Lösung ansehen

Lösung: Die Nachkommen unterscheiden sich in ihrer Erbinformation.

Geschafft

Ungeschlechtliche Vermehrung ist schnell und erhält Eigenschaften. Geschlechtliche Vermehrung erzeugt Vielfalt und erleichtert die Anpassung.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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