Geschlechtliche und ungeschlechtliche Vermehrung vergleichen
Beide Arten der Vermehrung haben Vorteile und Nachteile. Ungeschlechtlich bleibt alles gleich, geschlechtlich entsteht Vielfalt.
Das lernst du heute
- Ich unterscheide geschlechtliche und ungeschlechtliche Vermehrung.
- Ich erkläre, was Konstanz und Vielfalt der Erbinformation bedeuten.
- Ich nenne Vorteile und Nachteile beider Arten.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Ungeschlechtlich vermehren: Stecklinge und Klone
Bei der geschlechtlichen Vermehrung verschmelzen zwei Keimzellen. Das nennt man Befruchtung. Die Erbinformation von zwei Eltern wird dabei neu gemischt. Die Nachkommen sind verschieden. Das nennt man genetische Vielfalt.
Bei der ungeschlechtlichen Vermehrung ist nur ein Elternteil beteiligt. Es gibt keine Keimzellen, die verschmelzen. Die Nachkommen haben dieselbe Erbinformation wie das Elternteil. Das nennt man Konstanz.
Beispiele für ungeschlechtliche Vermehrung: Hefe vermehrt sich durch Sprossung. Hydra, ein kleines Tier im Süßwasser, bildet Knospen. Bakterien teilen sich in zwei Zellen. Kartoffeln bilden Knollen.
Manche Lebewesen nutzen beides. Erdbeeren bilden Ausläufer und auch Samen.
| Ungeschlechtlich | Geschlechtlich | |
|---|---|---|
| Eltern | ein Elternteil | zwei Eltern |
| Keimzellen verschmelzen | nein | ja |
| Nachkommen | gleich (Klone) | verschieden |
| Vorteil | schnell, viele Nachkommen, kein Partner nötig | Vielfalt, bessere Anpassung |
| Nachteil | keine neue Vielfalt | braucht mehr Zeit und Energie |
Ein Kartoffelfeld und eine Pilzkrankheit
- Auf Feld A wachsen Kartoffeln, die aus Knollen eines Elternteils stammen. Sie sind Klone.
- Auf Feld B wachsen Kartoffeln aus Samen. Sie sind genetisch verschieden.
- Ein Pilz befällt Pflanzen mit einer bestimmten Eigenschaft. Auf Feld A haben alle diese Eigenschaft.
- Auf Feld A erkranken alle Pflanzen. Auf Feld B sind manche Pflanzen unempfindlich.
- Ergebnis: Vielfalt kann verhindern, dass die ganze Ernte ausfällt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Ungeschlechtlich: ein Elternteil. Die Nachkommen sind gleich.
Geschlechtlich: zwei Eltern. Die Nachkommen sind verschieden.
Ein Beispiel
Eine Apfelsorte wird durch Veredeln vermehrt. Dabei setzt man einen Zweig der Sorte auf einen anderen Baum. Alle Bäume dieser Sorte sind Klone.
Schritt für Schritt
So ordnest du ein Beispiel ein
- Zähle die Eltern: eins oder zwei?
- Verschmelzen Keimzellen? Wenn nein: ungeschlechtlich.
- Sind die Nachkommen gleich? Dann Konstanz.
- Sind sie verschieden? Dann Vielfalt.
Mit einem Bild erklärt
| Beispiel | Eltern | Art |
|---|---|---|
| Steckling | 1 | ungeschlechtlich |
| Samen einer Blüte | 2 | geschlechtlich |
| Hefe-Sprossung | 1 | ungeschlechtlich |
Zur Grundlage zurück
- Ungeschlechtlich vermehren: Stecklinge und Klone – Stecklinge und Klone kennst du aus der Lektion davor.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Was passiert mit der Erbinformation, wenn zwei Keimzellen verschmelzen?
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Lösung: Die Erbinformation beider Eltern wird neu gemischt.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an das Kartoffelfeld: Was haben alle Klone gemeinsam?
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Lösung: Alle haben dieselbe Erbinformation und damit dieselbe Anfälligkeit.
Tipp: Frage dich bei jedem Beispiel: Wie viele Eltern gibt es? Verschmelzen Keimzellen? Daraus erkennst du die Art der Vermehrung.
Merksatz: Ungeschlechtlich: ein Elternteil, Nachkommen gleich (Konstanz). Geschlechtlich: zwei Eltern, Nachkommen verschieden (Vielfalt).
Typischer Fehler: Viele denken, Vielfalt sei immer besser. Sie hilft bei Veränderungen. Konstanz hilft, wenn sich eine gute Eigenschaft nicht verändern soll.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Es entstehen schnell viele Nachkommen ohne Partner.
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Lösung: ungeschlechtlich
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Lösung: Die Nachkommen unterscheiden sich in ihrer Erbinformation.
Geschafft
Ungeschlechtliche Vermehrung ist schnell und erhält Eigenschaften. Geschlechtliche Vermehrung erzeugt Vielfalt und erleichtert die Anpassung.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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