Ungeschlechtlich vermehren: Stecklinge und Klone
Aus einem Stück Spross wächst eine neue Pflanze. Sie hat dieselbe Erbinformation wie die Mutterpflanze und ist ein Klon.
Das lernst du heute
- Ich beschreibe, wie man Pflanzen mit Stecklingen vermehrt.
- Ich erkläre, warum ein Steckling ein Klon ist.
- Ich protokolliere einen Stecklingsversuch.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wie Züchtung funktioniert
Viele Zimmerpflanzen kann man leicht vermehren. Man schneidet ein Stück vom Spross ab. Das ist ein Steckling. Der Spross ist der Teil mit Stängel und Blättern.
Man stellt den Steckling in ein Glas mit Wasser. Nach einigen Wochen wachsen Wurzeln. Dann kann man ihn eintopfen.
Dafür braucht man keinen Samen und keine Blüte. Es ist eine ungeschlechtliche Vermehrung. Es ist nur ein Elternteil beteiligt.
Die Erbinformation steckt in den Zellkernen. Bei der Zellteilung erhält jede neue Zelle eine Kopie. Darum hat die neue Pflanze dieselbe Erbinformation wie die Mutterpflanze. Solche Lebewesen heißen Klone.
Einen Steckling machen
- Wähle einen gesunden Trieb ohne Blüte, etwa 10 cm lang.
- Schneide ihn mit einer sauberen Schere schräg unter einem Blattknoten ab. Dort setzt ein Blatt am Stängel an.
- Entferne die unteren Blätter. Sie würden im Wasser faulen.
- Stelle den Steckling in ein Glas mit Wasser an einen hellen Platz ohne pralle Sonne.
- Wechsle das Wasser alle paar Tage und notiere, was du siehst.
- Wenn die Wurzeln etwa 2 cm lang sind, topfe ihn in Erde ein.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Du schneidest ein Stück von einer Pflanze ab.
Es bekommt Wurzeln.
Die neue Pflanze hat dieselben Gene wie die alte. Sie ist ein Klon.
Ein Beispiel
Bei Erdbeeren wachsen Ausläufer über den Boden. An ihnen entstehen kleine neue Pflanzen mit Wurzeln. Sie sind Klone der großen Pflanze.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt: vom Steckling zum Klon
- Du schneidest ein Stück Spross ab.
- Du stellst es ins Wasser.
- Es bildet Wurzeln.
- Du topfst es ein.
- Die neue Pflanze hat dieselbe Erbinformation wie die alte.
Mit einem Bild erklärt
| Woche | Beobachtung (Beispiel) |
|---|---|
| 1 | keine Wurzeln |
| 2 | 3 Wurzeln, bis 1 cm |
| 3 | 5 Wurzeln, längste 2 cm |
Zur Grundlage zurück
- Wie Züchtung funktioniert – Dort hast du gelernt, wie Züchtung funktioniert.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Frage dich: Wie viele Elternteile gibt es, und woher kommt die Erbinformation?
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Lösung: Sie hat dieselbe Erbinformation wie die Mutterpflanze.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Du schneidest von einer Pflanze drei Stecklinge ab. Alle wachsen an. Wie viele Klone der Mutterpflanze hast du dann?
Zeig mir den ersten Schritt
Jeder Steckling wird zu einer eigenen Pflanze.
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Lösung: 3
Jeder Steckling wächst zu einer eigenen Pflanze mit der Erbinformation der Mutterpflanze. Das sind 3 Klone.
Tipp: Mache mehrere Stecklinge. Nicht jeder bildet Wurzeln. Ein Protokoll mit Datum, Wurzellänge und Skizze zeigt dir, wie es voranging.
Merksatz: Steckling: Stück Spross → neue Pflanze mit gleicher Erbinformation. Lebewesen mit gleicher Erbinformation heißen Klone.
Typischer Fehler: Viele denken, Klone entstehen nur im Labor. Das stimmt nicht. Auch in der Natur entstehen Klone, zum Beispiel durch Ausläufer und Knollen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Ein abgeschnittenes Stück Spross, das Wurzeln bilden kann.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Klone
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Lösung: Datum und Beobachtung, zum Beispiel die Länge der Wurzeln.
Geschafft
Bei der ungeschlechtlichen Vermehrung mit Stecklingen entstehen Klone der Mutterpflanze. Man protokolliert den Versuch mit Datum und Beobachtung.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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