Alltagssprache, Standardsprache, Bildungssprache
Je nach Situation passen verschiedene Register. Du lernst ihre Merkmale und verwendest sie bewusst.
Das lernst du heute
- Ich kann Alltags-, Standard- und Bildungssprache unterscheiden.
- Ich kann Sätze in ein anderes Register umformulieren.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Alltagssprache und Bildungssprache
Die Alltagssprache (Umgangssprache) ist locker, mündlich und oft verkürzt: „Ich hab’s vergessen.“ Die Standardsprache ist überregional, vollständig und in der Schrift üblich. Die Bildungssprache wird in Schule, Wissenschaft und Beruf genutzt. Sie hat Fachwörter, abstrakte Nomen, längere Sätze und oft das Passiv („Es wurde untersucht …“). Du wählst das Register nach Situation, Gegenüber und Ziel. Beim Umformulieren ersetzt du Umgangswörter durch genaue Wörter und baust vollständige Sätze.
Ein Register wechseln
- Alltagssprache: „Der Bus ist ausgefallen, deshalb bin ich zu spät.“ Locker, mündlich.
- Standardsprache: „Der Bus ist ausgefallen. Deshalb bin ich zu spät gekommen.“ Vollständig, mit Perfekt.
- Bildungssprache: „Aufgrund eines Busausfalls habe ich mich verspätet.“ Abstraktes Nomen „Busausfall“, Präposition „aufgrund“.
- Merkmale: Aus dem Verb „ausfallen“ wird das Nomen „Ausfall“. Das nennt man Nominalisierung.
- Ergebnis: Je offizieller die Situation, desto näher an der Bildungssprache.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Alltagssprache: locker.
Standardsprache: vollständig.
Bildungssprache: fachlich und abstrakt.
Ein Beispiel
Dein Freund sagt: „Ich bin voll platt.“ Deiner Lehrerin würdest du sagen: „Ich bin sehr erschöpft.“ Das ist ein Registerwechsel.
Schritt für Schritt
Wir formen einen Alltagssatz um.
- Satz: „Die Sache lief echt mies.“
- Was ist umgangssprachlich? „echt“ und „mies“.
- Ersetze genauer: „Das Ergebnis war unbefriedigend.“
- Prüfe: Wird die Aussage nun sachlicher? Ja.
Mit einem Bild erklärt
| Alltagssprache | Standardsprache | Bildungssprache |
|---|---|---|
| Ich hab’s vergessen. | Ich habe es vergessen. | Ich habe es versäumt. |
| Das lief echt mies. | Das lief schlecht. | Das Ergebnis war unbefriedigend. |
| Der Bus kommt nicht. | Der Bus fährt nicht. | Der Bus verkehrt nicht. |
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- Alltagssprache und Bildungssprache – Du kennst schon Alltags- und Bildungssprache.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Welcher Satz hat ein abstraktes Nomen?
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Lösung: Aufgrund eines Busausfalls habe ich mich verspätet.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Schreibe alle Wörter aus.
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Lösung: Ich habe es vergessen.
Tipp: Prüfe: Wer liest oder hört das? Je offizieller, desto sachlicher und genauer die Sprache.
Merksatz: Alltag: locker, mündlich. Standard: vollständig, überregional. Bildung: abstrakt, fachlich, längere Sätze.
Typischer Fehler: Viele denken, Bildungssprache sei „besseres“ Deutsch. Sie ist nicht besser, aber für Schule, Wissenschaft und Beruf nützlich. Im Gespräch unter Freunden klingt sie unpassend.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Fachwörter und abstrakte Nomen
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Lösung: in einem Referat oder Fachtext
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Alltags-, Standard- und Bildungssprache unterscheiden sich in Wortwahl und Satzbau. Du wählst nach Situation, Gegenüber und Ziel.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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