Antibiotika und Resistenzen
Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Wer sie falsch einsetzt, fördert Resistenzen.
Das lernst du heute
- Ich kann erklären, wie eine Resistenz entsteht.
- Ich kann den Einsatz von Antibiotika begründet beurteilen.
- Ich kann historisch bedeutsame Krankheiten und ihre heutige Behandlung zusammenstellen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Viren: winzig und auf fremde Zellen angewiesen
Antibiotika sind Medikamente, die Bakterien abtöten oder ihr Wachstum hemmen. Alexander Fleming entdeckte 1928 das erste, das Penicillin. Gegen Viren wirken Antibiotika nicht. Die meisten Erkältungen werden durch Viren verursacht. Dann helfen Antibiotika nicht. Bakterien können gegen ein Antibiotikum unempfindlich werden. Man nennt das Resistenz. So entsteht sie: In einer großen Zahl von Bakterien gibt es durch zufällige Veränderungen des Erbguts einzelne, die unempfindlich sind. Das Antibiotikum tötet die empfindlichen Bakterien. Die resistenten überleben und vermehren sich. Nach einigen Teilungen bestehen viele Bakterien aus resistenten Zellen. Dann wirkt das Mittel nicht mehr. Darum nimmt man Antibiotika nur nach ärztlicher Verordnung und genau so, wie es die Ärztin oder der Arzt sagt. Früher waren Krankheiten wie die Pest, die durch Bakterien ausgelöst wird, oft tödlich. Heute lassen sie sich mit Antibiotika behandeln. Die Pocken werden durch ein Virus ausgelöst. Sie gelten seit 1980 als ausgerottet, das gelang durch Impfen.
| Krankheit | Erreger | Heutige Behandlung oder Schutz |
|---|---|---|
| Pest | Bakterium | Antibiotika |
| Tuberkulose | Bakterium | Antibiotika über längere Zeit, ärztlich begleitet |
| Pocken | Virus | Impfung, seit 1980 als ausgerottet erklärt |
| Malaria | Einzeller | Medikamente gegen den Erreger, Vorbeugung |
Resistenzen als Modell
- Start: 100 Bakterien, 2 davon resistent.
- Das Antibiotikum tötet die 98 empfindlichen Bakterien.
- Die 2 resistenten bleiben übrig.
- Nach 3 Teilungen sind es 2 · 2 · 2 · 2 = 16 resistente Bakterien (2 Bakterien, dreimal verdoppelt).
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Antibiotika wirken gegen Bakterien.
Gegen Viren wirken sie nicht.
Bei falschem Einsatz überleben resistente Bakterien.
Ein Beispiel
In einem Glas mit 100 Bakterien sind 2 resistente. Ein Mittel tötet die anderen. Übrig bleiben die 2, und sie teilen sich weiter.
Schritt für Schritt
Einen Einsatz beurteilen
- Frage: Ist der Erreger ein Bakterium oder ein Virus?
- Frage: Hat eine Ärztin oder ein Arzt das Mittel verordnet?
- Nimm es so ein, wie es verordnet wurde.
- Frage bei Unsicherheit in der Apotheke nach.
Mit einem Bild erklärt
| Erreger | Antibiotikum wirksam? |
|---|---|
| Bakterium | Ja |
| Virus | Nein |
Zur Grundlage zurück
- Viren: winzig und auf fremde Zellen angewiesen – Vielleicht hilft dir zuerst die Lektion zu Viren.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Gegen welche Erreger wurden sie entwickelt?
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Lösung: Gegen Bakterien
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Was unterscheidet resistente von empfindlichen Bakterien?
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Lösung: Sie sind unempfindlich gegen das Mittel.
Tipp: Kein Antibiotikum bei Erkältung ohne ärztlichen Rat. Es wirkt nicht gegen Viren.
Merksatz: Antibiotika wirken nur gegen Bakterien. Falscher Einsatz fördert resistente Bakterien. Man nimmt sie nur nach ärztlicher Verordnung.
Typischer Fehler: Viele denken, ein Bakterium werde allmählich resistent, weil es sich anpasst. Richtig ist: Resistente Bakterien sind schon vorher da und überleben die Behandlung.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Zufällig unempfindliche Bakterien überleben und vermehren sich.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Nur nach ärztlicher Verordnung und wie verordnet
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Antibiotika töten empfindliche Bakterien. Zufällig resistente überleben und vermehren sich. Darum setzt man Antibiotika gezielt und nach ärztlicher Verordnung ein.
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