Erziehen statt nur strafen
Das Jugendstrafrecht will vor allem erziehen. Es kennt abgestufte Maßnahmen, von Gesprächen bis zur Jugendstrafe als letztem Mittel.
Das lernst du heute
- Ich kann das Ziel des Jugendstrafrechts nennen.
- Ich kann die Stufen der Maßnahmen ordnen.
- Ich weiß, warum Wiedergutmachung wichtig ist.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Strafmündig ab 14
Das Jugendstrafrecht hat ein anderes Ziel als das Erwachsenenstrafrecht. Es soll vor allem verhindern, dass ein junger Mensch erneut Straftaten begeht. Deshalb steht Erziehung im Vordergrund. Die Maßnahmen sind abgestuft. Erstens Erziehungsmaßregeln: zum Beispiel eine Weisung, an einem Kurs teilzunehmen, oder der Täter-Opfer-Ausgleich, bei dem Täter und Geschädigter miteinander sprechen. Zweitens Zuchtmittel: eine Verwarnung, Auflagen wie eine Entschuldigung, Arbeitsleistungen oder Geldzahlungen und als schärfstes Zuchtmittel der Jugendarrest. Drittens die Jugendstrafe. Sie wird nur bei schweren Taten oder wenn andere Maßnahmen nicht reichen verhängt. Bei leichten Taten kann das Verfahren auch eingestellt werden, wenn der Jugendliche die Tat einsieht.
| Stufe | Beispiele |
|---|---|
| Erziehungsmaßregel | Weisung, Kurs, Täter-Opfer-Ausgleich |
| Zuchtmittel | Verwarnung, Auflagen, Jugendarrest |
| Jugendstrafe | Nur bei schweren Taten, letztes Mittel |
Eine Maßnahme wählen
- Fall: Ein 15-Jähriger hat aus Wut eine Bushaltestelle beschädigt. Er bereut es.
- Idee: Wiedergutmachung, zum Beispiel Mithilfe bei der Reparatur und eine Entschuldigung.
- Warum? So erkennt er den Schaden und lernt, Verantwortung zu übernehmen.
- Eine Jugendstrafe wäre hier nicht nötig.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Das Ziel ist Erziehung.
Die Maßnahmen haben Stufen.
Jugendstrafe ist das letzte Mittel.
Ein Beispiel
Ein Jugendlicher entschuldigt sich beim Besitzer eines Gartens und hilft, den Zaun zu reparieren. Das ist Wiedergutmachung.
Schritt für Schritt
So ordnest du eine Maßnahme
- Frage: Wie schwer ist die Tat?
- Frage: Was soll der Jugendliche lernen?
- Wähle die mildeste Maßnahme, die ausreicht.
- Prüfe: Wird der Schaden wiedergutgemacht?
Mit einem Bild erklärt
| Tat | Passende Reaktion |
|---|---|
| Kleiner Ladendiebstahl, Einsicht | Gespräch, Entschuldigung, Verwarnung |
| Wiederholte Sachbeschädigung | Auflagen, Arbeitsleistung |
| Sehr schwere Tat | Jugendstrafe als letztes Mittel |
Zur Grundlage zurück
- Strafmündig ab 14 – Du kennst schon die Altersgrenzen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Was soll nach der Maßnahme besser sein?
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Lösung: Erziehung, damit keine neuen Straftaten folgen
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Ordne die Maßnahmen von mild zu schwer.
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Lösung: Jugendstrafe
Tipp: Frage bei jeder Strafe: Was soll der Jugendliche daraus lernen? Das zeigt den Sinn der Maßnahme.
Merksatz: Jugendstrafrecht: Erziehung vor Strafe. Maßnahmen sind abgestuft. Jugendstrafe ist das letzte Mittel.
Typischer Fehler: Viele denken, im Jugendstrafrecht gebe es immer mildere Strafen. Es kommt vor allem auf Erziehung an, nicht auf Härte oder Milde.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Täter und Geschädigter sprechen miteinander und klären den Schaden.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Verwarnung und Auflagen
Geschafft
Das Jugendstrafrecht will erziehen. Es kennt Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und als letztes Mittel die Jugendstrafe. Täter-Opfer-Ausgleich und Wiedergutmachung sollen Einsicht fördern.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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