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Politik und Wirtschaft

Cybermobbing und Straftaten im Netz

Auch im Netz gelten Gesetze. Beleidigung, Bedrohung und andere Taten sind strafbar, egal ob online oder offline.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 7
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Straftaten im Netz nennen.
  • Ich weiß, was bei Cybermobbing zu tun ist.
  • Ich weiß, wo man Hilfe findet.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Online fair miteinander, Recht am eigenen Bild und Urheberrecht

Auch im Netz kann man Straftaten begehen und dafür verfolgt werden. Strafbar sind zum Beispiel Beleidigung, Bedrohung sowie üble Nachrede und Verleumdung, wenn jemand Behauptungen verbreitet, die andere schlecht dastehen lassen und nicht stimmen oder nicht bewiesen sind. Auch das Verbreiten von Bildern, die Menschen bloßstellen, kann strafbar sein und verletzt das Recht am eigenen Bild. Weitere Straftaten sind Betrug beim Online-Handel und das unerlaubte Eindringen in fremde Konten. Cybermobbing ist kein eigenes Gesetzeswort. Es beschreibt wiederholtes Beleidigen oder Ausgrenzen im Netz. Die einzelnen Handlungen können aber Straftaten sein. Wer betroffen ist, sichert Beweise, zum Beispiel mit einem Screenshot, und holt Hilfe. Die Nummer gegen Kummer, 116 111, ist kostenlos und anonym. Auch Eltern, Lehrkräfte, das Jugendamt und die Polizei können helfen.

Straftaten im Netz
Tat im NetzBeispiel
BeleidigungBeschimpfungen im Klassenchat
BedrohungEine Drohnachricht schicken
Üble Nachrede, VerleumdungUnwahre Gerüchte über jemanden verbreiten
Bilder ohne Erlaubnis verbreitenPeinliche Fotos einer Person teilen
BetrugWare anbieten, die es nicht gibt

Bei Cybermobbing handeln

  1. Situation: Im Klassenchat werden gemeine Nachrichten über Lea geschrieben.
  2. Schritt 1: Nicht antworten, ruhig bleiben.
  3. Schritt 2: Screenshots als Beweis sichern.
  4. Schritt 3: Mit einem Erwachsenen sprechen, Hilfe holen, auch 116 111 anrufen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Im Netz gelten dieselben Gesetze.

Beleidigen und Bedrohen sind strafbar.

Hilfe holen: 116 111.

Ein Beispiel

Beispiel

Can bekommt eine Drohnachricht. Er schreibt nicht zurück, macht einen Screenshot und zeigt ihn seiner Mutter. Gemeinsam gehen sie zur Lehrkraft.

Schritt für Schritt

So hilfst du bei Cybermobbing

  1. Mache nicht mit und leite nichts weiter.
  2. Sichere Beweise mit Screenshots.
  3. Sprich mit einem Erwachsenen, dem du vertraust.
  4. Unterstütze die betroffene Person und biete Hilfe an.

Mit einem Bild erklärt

TunLassen
Beweise sichernZurückschlagen
Hilfe holenWeiterleiten
Betroffene unterstützenMitlachen

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was ist Cybermobbing?
Zeig mir den ersten Schritt

Wie oft und mit welcher Absicht geschieht es?

Lösung ansehen

Lösung: Wiederholtes Beleidigen oder Ausgrenzen im Netz

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Du bekommst eine gemeine Nachricht. Was tust du zuerst?
Zeig mir den ersten Schritt

Was brauchst du, damit dir geholfen werden kann?

Lösung ansehen

Lösung: Ruhig bleiben, Beweise sichern, Hilfe holen

Tipp: Schreibe nur, was du auch ins Gesicht sagen würdest. Das gilt im Netz genauso.

Merksatz: Im Netz gelten dieselben Gesetze. Bei Cybermobbing: Beweise sichern, nicht zurückschreiben, Hilfe holen.

Typischer Fehler: Viele denken, im Netz sei alles anonym und folgenlos. Auch dort kann man Straftaten begehen und verfolgt werden.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welche dieser Taten ist im Netz strafbar?
Lösung ansehen

Lösung: Eine Drohnachricht zu schicken

Frage 2 Im Netz gelten keine Gesetze, weil man anonym ist.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 3 Ein Screenshot kann als Beweis helfen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 4 Wo bekommst du kostenlos und anonym Hilfe?
Lösung ansehen

Lösung: Bei der Nummer gegen Kummer, 116 111

Geschafft

Straftaten im Netz sind zum Beispiel Beleidigung, Bedrohung, üble Nachrede und Betrug. Cybermobbing ist wiederholtes Beleidigen oder Ausgrenzen. Betroffene sichern Beweise und holen Hilfe.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Jugendliche und das Strafrecht

Kurz erklärt, 51 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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