Warum zogen so viele Menschen in die Stadt?
„Stadtluft macht frei“: Die Stadt versprach Freiheit, Recht und Verdienst. Du erörterst, wie attraktiv das Leben dort war.
Das lernst du heute
- Ich weiß, was „Stadtluft macht frei“ bedeutete.
- Ich kann Vorteile und Nachteile des Stadtlebens abwägen.
- Ich kann ein begründetes Urteil schreiben.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Grundherr und Bauern, Zünfte und Gilden
Ab dem Hochmittelalter zogen viele Menschen vom Land in die Stadt. Warum? Vor allem wegen der Freiheit. In vielen Städten galt: Wer als Unfreier vom Land in die Stadt zog und dort Jahr und Tag lebte, ohne dass sein Herr ihn zurückholte, war frei. Historiker fassen diese Regel später in dem Satz zusammen: „Stadtluft macht frei.“ Das war eine wirtschaftliche und persönliche Freiheit: Man konnte einen Beruf wählen, Besitz erwerben und Handel treiben. In der Stadt galt außerdem Rechtssicherheit: Es gab feste Regeln, ein Stadtgericht und einen Rat. Strafen und Pflichten waren bekannt. Die Mauer bot Schutz. Es gab Arbeit und Verdienst. Es gab aber Nachteile: Die Straßen waren eng und schmutzig, Feuer und Krankheiten breiteten sich schnell aus, und Arme hatten es schwer. Nicht jeder fand Arbeit. Man kann also abwägen: Für viele war die Stadt attraktiv, aber sie war kein Paradies.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| persönliche Freiheit | enge, schmutzige Straßen |
| Rechtssicherheit | Feuer und Krankheiten |
| Arbeit und Verdienst | Armut, wenig Platz |
| Schutz durch die Mauer | Steuern und Abgaben |
Ein Urteil bilden
- Sammle Vorteile aus dem Text.
- Sammle Nachteile aus dem Text.
- Wäge ab: Was wiegt schwerer?
- Schreibe: Ich denke, dass … weil …
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
In der Stadt waren Menschen freier.
Es gab feste Regeln und Arbeit.
Es gab aber auch Enge und Krankheiten.
Ein Beispiel
Heute ziehen viele Menschen für Arbeit und Ausbildung in eine Stadt. Sie haben gute Chancen, aber hohe Mieten. So ähnlich war es damals.
Schritt für Schritt
Ein Urteil bilden
- Nenne zwei Vorteile.
- Nenne zwei Nachteile.
- Wäge ab.
- Schreibe: Ich denke, dass … weil …
Mit einem Bild erklärt
Zur Grundlage zurück
- Grundherr und Bauern – Du kennst die Abhängigkeit der Bauern.
- Zünfte und Gilden – Du kennst die Zünfte.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Es geht um Freiheit.
Lösung ansehen
Lösung: Wer Jahr und Tag in der Stadt lebte, wurde frei.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was heißt sicher? Feste Regeln.
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Lösung: Feste Regeln und ein Stadtgericht
Tipp: Ein Urteil hat drei Teile: Aussage, Gründe, Gegenargument. Beginne mit: Ich denke, dass …
Merksatz: „Stadtluft macht frei“ bedeutet: Wer in vielen Städten Jahr und Tag lebte, ohne zurückgeholt zu werden, wurde frei. Die Stadt bot Freiheit, Recht und Verdienst, aber auch Enge und Gefahren.
Typischer Fehler: Zu denken, die Stadt sei für alle ein Paradies gewesen. Es gab auch große Probleme.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Chancen auf Arbeit und Verdienst
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Feuer und Krankheiten
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Sie hofften auf Freiheit und Arbeit.
Geschafft
Die Stadt lockte mit Freiheit, Rechtssicherheit und Arbeit. Es gab aber Enge, Krankheiten und Armut. Ein gutes Urteil nennt beides.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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