Tsunamis: Riesenwellen aus dem Meer
Ein Tsunami ist eine Folge langer Meereswellen. Meist löst ein Seebeben ihn aus. Nahe der Küste türmen sich die Wellen hoch auf.
Das lernst du heute
- Ich weiß, wie ein Tsunami entsteht.
- Ich kann erklären, warum er an der Küste gefährlich wird.
- Ich kenne das richtige Verhalten bei Tsunamiwarnung.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Wenn die Erde bebt: Erdbeben
Das Wort Tsunami kommt aus dem Japanischen und heißt Hafenwelle. Ein Tsunami entsteht, wenn sich der Meeresboden plötzlich verschiebt, zum Beispiel bei einem Seebeben. Das Wasser darüber wird mitbewegt. Von dort laufen sehr lange Wellen in alle Richtungen. Auch Erdrutsche ins Meer oder Vulkanausbrüche können einen Tsunami auslösen. Im offenen Meer ist ein Tsunami harmlos: Die Welle ist niedrig, oft unter einem Meter hoch, aber sehr schnell, bis etwa 800 Kilometer pro Stunde. Am Rand des Meeres wird das Wasser flacher. Die Welle wird dort langsamer, aber viel höher. Sie türmt sich auf und dringt weit ins Land. Meist kommen mehrere Wellen nacheinander. Oft zieht sich das Meer vorher plötzlich zurück. Dann muss man sofort weg vom Strand in höher gelegenes Gelände oder weit ins Landesinnere. Besonders oft entstehen Tsunamis im Pazifik, weil dort viele Plattengrenzen liegen. Ein schwerer Tsunami traf im Dezember 2004 viele Länder am Indischen Ozean. Danach wurde dort ein Warnsystem aufgebaut.
| Ort | Welle | Folge |
|---|---|---|
| offenes Meer | niedrig, sehr schnell | kaum bemerkt |
| Küste | langsamer, viel höher | Überflutung des Landes |
Verhalten bei einem Warnzeichen
- Spüre ich ein starkes Beben am Meer? Dann denke an einen Tsunami.
- Zieht sich das Meer plötzlich zurück? Das ist ein Warnzeichen.
- Sofort weg vom Strand, in höheres Gelände.
- Warte lange: Es können mehrere Wellen kommen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Ein Beben verschiebt den Meeresboden.
Das Wasser schwappt los.
An der Küste wird die Welle hoch.
Dann heißt es: sofort weg vom Strand.
Ein Beispiel
Wenn du in einer Badewanne den Boden ruckartig bewegst, schwappt das Wasser. So ähnlich bewegt ein Seebeben das Meer, nur im riesigen Maßstab.
Schritt für Schritt
Du erklärst, wie ein Tsunami entsteht.
- Der Meeresboden verschiebt sich, zum Beispiel bei einem Seebeben.
- Das Wasser wird bewegt.
- Lange Wellen laufen aus.
- Am Küstenrand wachsen sie und dringen ins Land.
Mit einem Bild erklärt
| Schritt | Was geschieht? |
|---|---|
| 1 | Seebeben verschiebt den Meeresboden |
| 2 | Wasser wird bewegt |
| 3 | Lange schnelle Wellen |
| 4 | Hohe Wellen an der Küste |
Zur Grundlage zurück
- Wenn die Erde bebt: Erdbeben – Seebeben können Tsunamis auslösen.
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Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Was bewegt den Meeresboden?
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Lösung: Ein Seebeben
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was passiert mit der Welle, wenn das Wasser flacher wird?
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Lösung: An der Küste
Tipp: Nach einem starken Beben am Meer nicht auf eine Warnung warten. Sofort weg vom Wasser.
Merksatz: Ein Tsunami entsteht meist durch ein Seebeben. Am Land wird er hoch und gefährlich. Bei Warnzeichen sofort höher gelegenes Gelände aufsuchen.
Typischer Fehler: Viele denken, ein Tsunami sei eine einzelne riesige Welle wie beim Surfen. Es ist eine Folge von Wellen, die weit ins Land eindringen.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Das Meer zieht sich plötzlich weit zurück.
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Lösung: Sofort in höher gelegenes Gelände gehen
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Hafenwelle
Geschafft
Ein Tsunami ist eine Folge langer Wellen. Meist löst ihn ein Seebeben aus. Auf dem offenen Meer ist er niedrig und schnell. An der Küste wird er hoch. Bei Warnzeichen sofort höher gelegenes Gelände aufsuchen.
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