Informationen zum Klimawandel prüfen
Zum Klimawandel gibt es viele Meldungen. Du lernst, Quellen einzuordnen, Positionen zu vergleichen und eine eigene begründete Meinung zu bilden.
Das lernst du heute
- Ich kann eine Informationsquelle einordnen.
- Ich kann unterschiedliche Positionen und Interessen erkennen.
- Ich kann einen eigenen Standpunkt begründen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Treibhauseffekt: Was ein Modell zeigt und wo es Grenzen hat
Zum Klimawandel findest du Zeitungsartikel, Videos, Wetterdienste, Firmenseiten und Beiträge in sozialen Medien. Nicht jede Quelle ist gleich verlässlich. Prüfe fünf Dinge: Wer hat den Text geschrieben? Wann ist er erschienen? Gibt es Belege wie Messwerte oder Studien? Welches Interesse könnte der Absender haben? Stimmen andere unabhängige Quellen überein? Wissenschaftlich gut belegt ist, dass die Erde sich erwärmt und dass der Mensch dazu wesentlich beiträgt. Debattiert wird vor allem über das Ausmaß der Folgen und darüber, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Dabei haben Gruppen unterschiedliche Interessen: Menschen an Küsten fürchten steigende Meere, Energieunternehmen müssen ihre Anlagen umbauen, Landwirte brauchen verlässliches Wetter, Familien achten auf Kosten. Wer sich eine Meinung bildet, trennt Fakten (Messwerte), Deutungen (Folgerungen) und Forderungen (Was soll geschehen?).
| Prüffrage | Beispiel für eine gute Antwort |
|---|---|
| Wer? | Wetterdienst oder Forschungseinrichtung nennt Namen und Kontakt |
| Wann? | Veröffentlichung ist neu, Daten sind datiert |
| Belege? | Messreihen, Diagramme mit beschrifteten Achsen |
| Interesse? | Absender hat erkennbar keinen Verkaufszweck oder legt ihn offen |
| Vergleich? | Mehrere unabhängige Quellen kommen zum gleichen Ergebnis |
Eine Quelle prüfen
- Nimm den Text: „Die Erde kühlt sich ab, glaubt mir.“ (ausgedachte Quelle, ohne Autor und Datum)
- Wer schreibt? Unbekannt. Wann? Nicht angegeben.
- Belege? Keine Messwerte genannt.
- Urteil: Die Quelle ist nicht verlässlich. Ich suche weitere Quellen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Prüfe, wer etwas sagt.
Prüfe, womit es belegt ist.
Vergleiche mehrere Quellen.
Ein Beispiel
Ein Video sagt: „Kaufe dieses Mittel gegen den Klimawandel.“ Der Absender verkauft das Mittel. Das ist ein Interesse, das du bei der Bewertung mitdenkst.
Schritt für Schritt
Ein Beispiel prüfen.
- Lies die Meldung.
- Unterstreiche Fakten, Deutungen, Forderungen.
- Prüfe Autor, Datum und Belege.
- Suche eine zweite Quelle.
Mit einem Bild erklärt
| Satz | Art |
|---|---|
| Die Jahresmitteltemperatur stieg laut Messreihe. | Fakt |
| Das liegt vor allem an Treibhausgasen. | Deutung |
| Wir müssen weniger Kohle verbrennen. | Forderung |
Zur Grundlage zurück
- Treibhauseffekt: Was ein Modell zeigt und wo es Grenzen hat – Du kennst schon das Modell des Treibhauseffekts.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wie kann man prüfen, ob etwas stimmt?
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Lösung: Mit welchen Belegen arbeitet der Text?
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
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Wer verdient daran, wenn du dem Absender glaubst?
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Lösung: Er hat ein Interesse. Seine Aussagen prüft man besonders genau.
Tipp: Eine Meinung ist keine Messung. Frage immer: Womit wird die Aussage belegt?
Merksatz: Quellen prüfen: Wer, wann, Belege, Interesse, Vergleich. Fakten, Deutungen und Forderungen trennen.
Typischer Fehler: Viele glauben nur Quellen, die zur eigenen Meinung passen. Prüfe auch Quellen, die dir widersprechen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Wir sollten weniger Energie verbrauchen.
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Lösung: Die Erde erwärmt sich, und der Mensch trägt wesentlich dazu bei.
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Lösung: Sie haben unterschiedliche Interessen und sind unterschiedlich betroffen.
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Gute Quellen nennen Autor, Datum und Belege. Wer eine Meinung bildet, trennt Fakten von Forderungen und beachtet Interessen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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