Wer hat welche Chancen?
Nicht jeder startet unter denselben Bedingungen. Das beeinflusst, welche Träume sich leichter erfüllen lassen.
Das lernst du heute
- Ich weiß: Voraussetzungen sind die Bedingungen, mit denen ein Mensch startet.
- Ich kann Benachteiligung und Privileg erklären.
- Ich kann beurteilen, wie Voraussetzungen die Erfüllbarkeit eines Traums beeinflussen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Materielle und immaterielle Wünsche
Menschen starten mit verschiedenen Voraussetzungen. Eine Voraussetzung kann zum Beispiel sein: Wie viel Geld gibt es in der Familie? Gibt es eine Bücherei in der Nähe? Gibt es Hürden, zum Beispiel für Menschen mit einer Behinderung? Spricht jemand die Sprache gut? Ein Privileg ist ein Vorteil, den man nicht selbst verdient hat. Eine Benachteiligung ist ein Nachteil, den man nicht selbst verursacht hat. Beides bedeutet nicht, dass jemand mehr oder weniger wert ist. Es zeigt aber: Zwei Menschen mit demselben Traum können unterschiedlich viel Hilfe brauchen. Mit Unterstützung lassen sich viele Hürden verkleinern.
| Person | Traum | Voraussetzung | Mögliche Hilfe |
|---|---|---|---|
| Elif | Ärztin werden | Zu Hause wenig Platz zum Lernen | Ruhiger Lernplatz in der Schule |
| Tom | Arzt werden | Eltern können bei Hausaufgaben helfen | Weniger Hilfe nötig |
| Jana | Fußballspielen im Verein | Der Verein ist weit weg | Mitfahrgelegenheit |
So beurteilst du Voraussetzungen
- Lies die Situation genau.
- Frage: Welche Voraussetzung hilft? Welche macht es schwerer?
- Frage: Was könnte die Hürde verkleinern?
- Beurteile: Wie erfüllbar ist der Traum mit und ohne Hilfe?
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Nicht alle starten gleich.
Vorteile und Nachteile gibt es.
Hilfe kann Hürden kleiner machen.
Ein Beispiel
Zwei Kinder wollen beim Lesewettbewerb mitmachen. Ein Kind hat zu Hause viele Bücher. Das andere hat keine. Es braucht Zugang zur Bücherei.
Schritt für Schritt
Zwei Kinder haben denselben Traum.
- Vergleiche, womit beide starten.
- Finde, was das eine Kind leichter hat.
- Überlege, wie man dem anderen helfen kann.
- Beurteile, wie erfüllbar der Traum dann ist.
Mit einem Bild erklärt
Zur Grundlage zurück
- Materielle und immaterielle Wünsche – Du kennst schon verschiedene Arten von Wünschen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Welcher Satz beschreibt einen Vorteil, für den Tom nichts getan hat?
Lösung ansehen
Lösung: Tom hat zu Hause einen ruhigen Lernplatz.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Wo könnte Elif in Ruhe lernen?
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Lösung: Ein ruhiger Lernplatz in der Schule
Tipp: Benachteiligung heißt nicht, dass etwas unmöglich ist. Oft kann Unterstützung helfen.
Merksatz: Voraussetzungen sind verschieden. Ein Privileg ist ein Vorteil, eine Benachteiligung ein Nachteil, den man nicht selbst verursacht hat.
Typischer Fehler: Denken, wer weniger Chancen hat, sei weniger wert oder weniger klug. Es geht um Bedingungen, nicht um den Wert eines Menschen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Ein Nachteil, den man nicht selbst verursacht hat
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Sie brauchen unterschiedlich viel Hilfe.
Geschafft
Menschen starten mit verschiedenen Voraussetzungen. Privilegien sind Vorteile, Benachteiligungen sind Nachteile, die man nicht selbst verursacht hat. Unterstützung kann Hürden verkleinern.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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