Gemeinsame Wurzeln: Ibrahim und Abraham
Judentum, Christentum und Islam berufen sich auf Abraham, im Arabischen Ibrahim. Er gilt als Vorbild im Vertrauen auf Gott.
Das lernst du heute
- Ich kann erklären, warum Abraham für alle drei Religionen wichtig ist.
- Ich kenne gemeinsame und unterschiedliche Erzählzüge.
- Ich weiß, was die gemeinsamen Wurzeln für das Zusammenleben bedeuten.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Grundzüge des Judentums, Grundzüge des Christentums
Abraham ist in der Bibel und im Koran eine wichtige Person. Im Koran heißt er Ibrahim. Alle drei Religionen erzählen von ihm als jemandem, der Gott vertraut und seinen Weg geht. In der Bibel zieht Abraham auf Gottes Ruf in ein neues Land (1. Mose 12). Im Koran steht er für den Glauben an den einen Gott, zum Beispiel in Sure 14 und Sure 37. Auch seine Familie ist wichtig. Bibel und Koran kennen zwei Söhne: Isaak (arabisch Ishaq) und Ismael (arabisch Ismail). In der jüdischen und christlichen Überlieferung stammt das Volk Israel von Isaak ab. In der muslimischen Überlieferung baute Ibrahim mit Ismail die Kaaba in Mekka (Sure 2, Vers 127). Von einer Prüfung des Vertrauens erzählen Bibel (1. Mose 22) und Koran (Sure 37). In der Bibel ist es Isaak. Der Koran nennt den Sohn dabei nicht mit Namen, viele Muslime denken an Ismail. Muslime erinnern daran im Opferfest. Wegen dieser Wurzeln spricht man von abrahamitischen Religionen. Der Begriff stammt aus Wissenschaft und Dialog. Nicht alle Gläubigen benutzen ihn.
| Judentum und Christentum | Islam | |
|---|---|---|
| Name | Abraham | Ibrahim |
| Wichtige Stelle | 1. Mose 12 | Sure 2, 14, 37 |
| Beschreibung | Vorbild des Vertrauens, Stammvater | Prophet und Vorbild im Glauben an den einen Gott |
| Besonders genannter Sohn | Isaak (Stammvater Israels) | Ismail (baute mit Ibrahim die Kaaba) |
So vergleichst du Erzählungen
- Lies die Namen: Abraham und Ibrahim.
- Sammle, was bei beiden vorkommt: Vertrauen auf Gott, Aufbruch, Prüfung.
- Sammle, was verschieden erzählt wird.
- Formuliere eine Gemeinsamkeit und einen Unterschied.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Abraham heißt auf Arabisch Ibrahim.
Alle drei Religionen erzählen von ihm.
Sie nennen ihn ein Vorbild im Vertrauen.
Ein Beispiel
Ein Mädchen erzählt: In der Bibel zieht Abraham in ein neues Land. Im Koran steht Ibrahim für den Glauben an den einen Gott. Beides handelt vom Vertrauen.
Schritt für Schritt
Wir vergleichen die Erzählungen.
- Gemeinsam: Abraham beziehungsweise Ibrahim vertraut auf Gott.
- Gemeinsam: Von einer Prüfung wird erzählt.
- Unterschied: Im Vordergrund steht Isaak beziehungsweise Ismail.
- Folgerung: Die Wurzeln sind gemeinsam, die Einzelheiten verschieden.
Mit einem Bild erklärt
Zur Grundlage zurück
- Grundzüge des Judentums – Du kennst das Judentum.
- Grundzüge des Christentums – Du kennst das Christentum.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
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Welcher Name klingt am ähnlichsten?
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Lösung: Ibrahim
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Was gilt als Vorbild an Abraham und Ibrahim?
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Lösung: Das Vertrauen auf Gott
Tipp: Gemeinsamkeiten und Unterschiede schließen sich nicht aus. Man kann beides sachlich benennen.
Merksatz: Abraham und Ibrahim sind dieselbe Person der Überlieferung. Alle drei Religionen sehen ihn als Vorbild im Vertrauen auf Gott.
Typischer Fehler: Zu sagen, die Erzählungen seien überall gleich. Sie stimmen in Wichtigem überein, unterscheiden sich aber in Einzelheiten.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Die Erzählungen stimmen in Wichtigem überein, unterscheiden sich aber in Einzelheiten.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: 1. Mose 12
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Abraham (arabisch Ibrahim) ist in Judentum, Christentum und Islam wichtig. Er gilt als Vorbild im Vertrauen auf Gott. Die Erzählungen stimmen in Vielem überein, unterscheiden sich aber in Einzelheiten.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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