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Praktische Philosophie

Wie Gefühle uns beeinflussen

Gefühle beeinflussen, wie wir denken, handeln und miteinander umgehen.

  • ca. 9 Minuten
  • Klasse 5
  • Niveau: Basis

Das lernst du heute

  • Ich weiß: Gefühle sind Signale, die etwas über uns und die Lage sagen.
  • Ich kann erklären, wie ein Gefühl mein Handeln verändern kann.
  • Ich kann Ideen nennen, wie man mit starken Gefühlen umgeht.

Freude, Ärger, Angst und Traurigkeit sind Gefühle. Man nennt sie auch Emotionen. Gefühle sind kein Fehler. Sie sagen uns etwas: Angst warnt vor Gefahr, Ärger zeigt, dass uns etwas stört oder ungerecht erscheint. Gefühle beeinflussen, was wir tun. Wer wütend ist, sagt manchmal etwas Verletzendes. Das gilt auch für das Zusammenleben: Gute Laune steckt an, schlechte auch. Wichtig ist: Ein Gefühl darf da sein. Wie man handelt, kann man aber wählen.

Gefühl: Ärger -> Gedanke: Das ist ungerecht -> Handeln: laut werden oder erst durchatmen
Zwischen Gefühl und Handeln liegt eine Wahl.

Mit einem starken Gefühl umgehen

  1. Merke: Ich bin gerade wütend.
  2. Atme dreimal ruhig aus.
  3. Überlege: Was brauche ich jetzt?
  4. Handle erst dann, zum Beispiel mit einem ruhigen Satz.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Ein Gefühl kommt von allein.

Dein Handeln kannst du wählen.

So bleibst du freundlich.

Ein Beispiel

Beispiel

Tom ist traurig, weil sein Freund verreist ist. Er ist still. Seine Mutter merkt das und fragt nach. Sein Gefühl hat sein Verhalten verändert.

Schritt für Schritt

Wir untersuchen eine Situation.

  1. Was ist passiert?
  2. Welches Gefühl entsteht?
  3. Was möchte man im ersten Moment tun?
  4. Was wäre eine ruhigere Möglichkeit?

Mit einem Bild erklärt

Situation: Jemand lacht über dich. Gefühl: Ärger. Möglichkeit A: schreien. Möglichkeit B: ruhig sagen, dass es dich stört.
Ein Gefühl, zwei Wege.
Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was sagt uns das Gefühl Angst oft?
Zeig mir den ersten Schritt

Wofür ist Angst im Alltag nützlich?

Lösung ansehen

Lösung: Dass eine Gefahr da sein könnte

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lea ist sehr wütend und hat Lust, ihre Schwester anzuschreien. Was kann sie stattdessen tun?
Zeig mir den ersten Schritt

Zwischen Gefühl und Handeln darf eine Pause sein.

Lösung ansehen

Lösung: Erst durchatmen und dann ruhig sprechen

Tipp: Man kann ein Gefühl benennen: „Ich bin gerade enttäuscht.“ Das hilft, ruhiger zu werden.

Merksatz: Gefühle sind Signale. Ich darf sie haben, und ich kann wählen, wie ich handle.

Typischer Fehler: Zu glauben, Gefühle seien falsch. Ein Gefühl ist weder gut noch schlecht. Entscheidend ist, was ich daraus mache.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Gefühle sind immer falsch, wenn sie stark sind.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 2 Gute Laune kann andere anstecken.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Was bedeutet das Wort „Emotion“?
Lösung ansehen

Lösung: Gefühl

Frage 4 Was kann man bei einem starken Gefühl tun?
Lösung ansehen

Lösung: Das Gefühl benennen

Geschafft

Gefühle sagen uns etwas und beeinflussen unser Handeln. Sie wirken auch auf andere. Ein starkes Gefühl darf da sein. Mein Verhalten kann ich dennoch überlegen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Wer bin ich?

Kurz erklärt, 43 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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