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Praktische Philosophie

Ideen für eine friedlichere Welt

Du entwirfst eigene Ideen, wie Menschen friedlicher zusammenleben können, im Kleinen und im Großen.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 10
  • Niveau: Plus

Das lernst du heute

  • Ich nenne Ursachen von Konflikten.
  • Ich entwickle Ideen für friedlicheres Zusammenleben.
  • Ich prüfe meine Ideen mit Kriterien.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Verantwortung für kommende Generationen

Konflikte gehören zum Leben. Gewalt ist aber keine unvermeidliche Folge. Wer Frieden fördern will, fragt zuerst: Warum entstehen Konflikte? Häufige Ursachen sind ungleiche Verteilung, Angst voreinander, Vorurteile, Streit um Land, Wasser oder Rohstoffe und fehlende Gespräche.

Daraus ergeben sich Ideen. Im Kleinen: Streitschlichtung in der Schule, Regeln für faires Streiten, Zuhören üben, Vorurteile abbauen. Im Großen: Gespräche und Verhandlungen, Zusammenarbeit zwischen Ländern, faire Regeln im Handel, Bildung für alle, Schutz der Menschenrechte, gemeinsame Projekte, unabhängige Vermittlerinnen und Vermittler.

Ob eine Idee gut ist, prüfst du mit Kriterien: Ist sie gewaltfrei? Achtet sie die Würde aller? Ist sie gerecht? Ist sie umsetzbar? Wer müsste mitmachen? Was könnte schiefgehen?

Eine gute Idee beginnt oft klein. Wer in der Klasse Streit fair löst, übt etwas, das auch im Großen gebraucht wird.

Ursachen und Ideen.
UrsacheMögliche Idee
Ungleiche VerteilungFairer Handel, Teilen von Ressourcen
Vorurteile und AngstBegegnung, Bildung, Gespräche
Fehlende GesprächeVerhandlungen, Vermittlung
Streit in der SchuleStreitschlichtung, Regeln fürs Streiten

Eine Idee entwickeln und prüfen

  1. Problem (ausgedacht): Zwei Klassen streiten oft um den Sportplatz.
  2. Idee: Eine Streitschlichtung mit Schülerinnen und Schülern aus beiden Klassen.
  3. Prüfen: gewaltfrei? Ja. Gerecht? Beide Seiten reden mit. Umsetzbar? Ja, mit Training.
  4. Möglicher Einwand: Es braucht Zeit. Lösung: feste Termine.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Erst die Ursache verstehen.

Dann eine Idee entwerfen.

Dann prüfen.

Ein Beispiel

Beispiel

Eine Klasse richtet eine „Streit-Pause“ ein: Bevor man laut wird, atmen alle und hören zuerst zu. Das ist eine kleine Idee mit großer Wirkung.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt: Eine Idee prüfen

  1. Nenne das Problem und die Ursache.
  2. Entwirf eine Idee.
  3. Prüfe: gewaltfrei, gerecht, umsetzbar?
  4. Nenne einen Einwand und eine Lösung.

Mit einem Bild erklärt

KriteriumFrage
GewaltfreiKommt sie ohne Gewalt aus?
GerechtAchtet sie die Würde aller?
UmsetzbarWer müsste mitmachen?

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Welche Frage steht am Anfang, wenn man Frieden fördern will?
Zeig mir den ersten Schritt

Was muss man verstehen, bevor man etwas tut?

Lösung ansehen

Lösung: Warum entstehen Konflikte?

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Welche Idee passt zu Streit in der Schule?
Zeig mir den ersten Schritt

Wie kann man Streit gemeinsam lösen?

Lösung ansehen

Lösung: Streitschlichtung

Tipp: Erst die Ursache verstehen, dann eine Idee entwerfen, dann mit Kriterien prüfen.

Merksatz: Frieden fördern heißt: Ursachen verstehen, gewaltfreie Ideen entwickeln und mit Kriterien prüfen.

Typischer Fehler: Viele denken, Frieden sei Sache der Politik allein. Er beginnt auch im Alltag.

Prüfen

Mini-Quiz

3 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Gewalt ist immer die einzige Lösung bei Konflikten.
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Lösung: Stimmt nicht

Frage 2 Welches Kriterium gehört zur Prüfung einer Idee für Frieden?
Lösung ansehen

Lösung: Achtet sie die Würde aller?

Frage 3 Wozu können gemeinsame Projekte zwischen Gruppen dienen?
Lösung ansehen

Lösung: Sie bauen Vorurteile ab und schaffen Vertrauen.

Geschafft

Konflikte haben Ursachen. Dazu passen Ideen wie Streitschlichtung, Verhandlungen, faire Regeln und Bildung. Ideen werden mit Kriterien geprüft.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Utopien und Frieden

Kurz erklärt, 42 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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