Programmmusik: Wie Musik eine Geschichte erzählt
Programmmusik ist Instrumentalmusik, die eine Idee außerhalb der Musik ausdrückt, zum Beispiel eine Geschichte oder ein Bild.
Das lernst du heute
- Ich kann Programmmusik erklären.
- Ich kann außermusikalische Ideen benennen.
- Ich kann Mittel zuordnen, mit denen Musik Figuren darstellt.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Was ist Programmmusik?
Manche Musik hat keine Worte und erzählt trotzdem etwas. Man nennt sie Programmmusik. Sie drückt eine Idee aus, die nicht aus der Musik selbst kommt. Dafür gibt es das Fachwort „außermusikalische Idee“. Das kann eine Geschichte sein, eine Landschaft, ein Bild oder ein Gefühl.
Das „Programm“ ist ein Text dazu. Es kann nur ein Titel sein. Es kann auch ein längerer Begleittext sein.
Das Gegenstück heißt absolute Musik. Sie hat kein Programm. Sie wirkt nur durch Klang und Form.
Bekannte Beispiele: Bedřich Smetana schrieb 1874 „Die Moldau“. Das Stück folgt dem Lauf eines Flusses. Hector Berlioz schrieb 1830 die „Symphonie fantastique“ mit einem Programm zu einer Liebesgeschichte. Modest Mussorgski schrieb 1874 „Bilder einer Ausstellung“ für Klavier, nach dem Besuch einer Bilderschau.
| Idee | Mögliches Programm | Wie Musik das umsetzen kann |
|---|---|---|
| Ein Fluss | Titel und Begleittext | Wellenmelodien, die sich langsam verbinden |
| Eine Figur | Name im Titel | ein eigenes Instrument und ein eigenes Thema |
| Eine Reise | Überschriften für jeden Satz (Teil des Stücks) | wechselndes Tempo und wechselnde Stimmung |
| Ein Bild | Titel des Bildes | Klänge, die Form und Stimmung übertragen |
Figuren in „Peter und der Wolf“
- Das Stück von Sergei Prokofjew entstand 1936. Jede Figur hat ein Instrument.
- Vogel: Querflöte, hoch und beweglich. Ente: Oboe. Katze: Klarinette.
- Großvater: Fagott, tief und brummend. Wolf: drei Hörner. Jäger: Holz- und Blechbläser, ihre Schüsse spielen Pauken und große Trommel.
- Die Wahl passt zur Figur: Klein und flink wird zu hoch und leicht. Groß und gefährlich wird zu tief und kräftig.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Programmmusik hat eine Idee.
Die Idee kommt nicht aus der Musik. Sie ist zum Beispiel eine Geschichte.
Der Titel zeigt sie.
Ein Beispiel
Ein Titel wie „Ein Tag am Meer“ gibt der Musik eine Richtung. Du hörst dann auf Wellen, Wind und Möwen.
Schritt für Schritt
Wir untersuchen ein Stück in vier Schritten.
- Titel und Programm lesen.
- Die Idee in einem Satz sagen.
- Zwei Mittel der Musik nennen.
- Prüfen, ob Idee und Mittel zusammenpassen.
Mit einem Bild erklärt
| Programmmusik | Absolute Musik |
|---|---|
| Hat einen Titel oder Text mit einer Idee | Hat nur eine Form oder Nummer |
| Idee kommt von außerhalb | Wirkt nur durch Klang und Form |
| Beispiel: ein Stück über einen Fluss | Beispiel: eine Sonate in Dur |
Zur Grundlage zurück
- Was ist Programmmusik? – Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Außermusikalisch heißt: außerhalb der Musik.
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Lösung: Eine Idee, die nicht aus der Musik selbst kommt.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke daran, wie jemand mit tiefer Stimme klingt.
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Lösung: Tiefe Töne passen zu einer älteren, brummigen Figur.
Tipp: Frage immer zuerst: Welche Idee steckt hinter dem Stück? Erst danach lohnt es sich, nach den Mitteln zu suchen.
Merksatz: Programmmusik drückt eine außermusikalische Idee aus. Der Titel oder ein Text verrät das Programm.
Typischer Fehler: Man glaubt, Programmmusik erzähle Wort für Wort wie ein Film. Musik deutet an. Sie kann eine Geschichte nicht genau festlegen.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: absolute Musik
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Lösung: Ein Titel oder ein Begleittext
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Programmmusik will etwas außerhalb der Musik ausdrücken. Das Programm sagt, was gemeint ist. Die Musik wählt Mittel wie Instrumente, Tempo und Lage.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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