Stress: Was im Körper passiert
Bei Stress schaltet der Körper in einen Alarmzustand. Kurz ist das nützlich, auf Dauer kann es belasten.
Das lernst du heute
- Ich erkläre die Stressreaktion des Körpers.
- Ich unterscheide kurzzeitigen und dauerhaften Stress.
- Ich nenne Möglichkeiten, mit Stress umzugehen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Hormone: Botenstoffe im Blut, Glucose: Energie für die Zellen
Stress ist die Reaktion des Körpers auf eine Anforderung. Der Auslöser heißt Stressor, zum Beispiel eine Klassenarbeit oder ein Streit.
Das Gehirn bewertet die Situation. Der Hypothalamus aktiviert den Sympathikus. Das ist der Teil des Nervensystems, der den Körper leistungsbereit macht. Das Nebennierenmark gibt das Hormon Adrenalin ins Blut. Wenig später folgt das Hormon Cortisol aus der Nebennierenrinde.
Die Folgen: Herzschlag und Atmung werden schneller, der Blutdruck steigt. Die Muskeln werden besser durchblutet. Die Leber gibt Glucose ins Blut ab, damit die Zellen Energie haben. Die Verdauung wird gebremst.
Der Gegenspieler heißt Parasympathikus. Er sorgt für Ruhe und Erholung. Nach dem Stress bringt er den Körper in den Ruhezustand zurück.
Kurzer Stress kann helfen, zum Beispiel vor einem Wettkampf. Dauert der Stress sehr lange, bekommt der Körper zu wenig Erholung. Mögliche Folgen sind Schlafprobleme, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme.
Gegen Stress helfen Bewegung, Pausen, genug Schlaf, ruhiges Atmen und das Gespräch mit Vertrauenspersonen. Wenn dich etwas stark belastet, kannst du mit einer Vertrauensperson sprechen. Die Nummer gegen Kummer ist kostenlos und anonym: 116 111.
Vor einer Präsentation
- Der Stressor ist die Präsentation.
- Der Sympathikus aktiviert den Körper.
- Das Herz schlägt schneller. Der Ruhepuls von 70 steigt auf 105.
- Der Anstieg beträgt 35 Schläge pro Minute.
- Nach der Präsentation sorgt der Parasympathikus für Erholung.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Stress macht den Körper bereit.
Herz und Atmung werden schneller.
Danach braucht der Körper Erholung.
Ein Beispiel
Ein Motor läuft auf hoher Drehzahl, wenn man beschleunigt. Dauerhaft ohne Pause würde er heiß. Der Körper braucht Pausen.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt: die Stressreaktion
- Der Stressor wird wahrgenommen.
- Der Hypothalamus aktiviert den Sympathikus.
- Adrenalin und Cortisol gelangen ins Blut.
- Herz, Atmung und Blutzucker steigen.
- Nach dem Stressor erholt sich der Körper.
Mit einem Bild erklärt
| Körperteil | Reaktion bei Stress |
|---|---|
| Herz | schlägt schneller |
| Atmung | wird schneller |
| Muskeln | besser durchblutet |
| Leber | gibt Glucose ab |
| Verdauung | wird gebremst |
Zur Grundlage zurück
- Hormone: Botenstoffe im Blut – Adrenalin ist ein Hormon, das mit dem Blut verteilt wird.
- Glucose: Energie für die Zellen – Die Zellen brauchen Glucose als Energielieferant.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Welches Hormon macht das Herz schneller?
Lösung ansehen
Lösung: Adrenalin
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Der Ruhepuls beträgt 70. Unter Stress steigt er auf 105. Um wie viel Prozent ist er gestiegen?
Zeig mir den ersten Schritt
Der Anstieg ist 105 − 70. Teile ihn durch 70 und rechne mal 100.
Lösung ansehen
Lösung: 50
105 − 70 = 35. 35 : 70 = 0,5. Das sind 50 Prozent.
Tipp: Notiere drei Dinge, die dir bei Stress guttun. Welche kannst du schon morgen ausprobieren?
Merksatz: Stressor → Hypothalamus → Sympathikus → Adrenalin und Cortisol → Herz schneller, Muskeln durchblutet, Glucose frei. Parasympathikus: Erholung.
Typischer Fehler: Viele denken, Stress sei immer schädlich. Kurzer Stress ist eine sinnvolle Reaktion. Problematisch ist Stress ohne Erholung.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Er sorgt für Ruhe und Erholung.
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Sie wird gebremst.
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Lösung: Bewegung, Pausen und Gespräche mit Vertrauenspersonen
Geschafft
Bei Stress macht der Sympathikus den Körper leistungsbereit. Für Erholung sorgt der Parasympathikus. Dauerstress belastet, Erholung hilft.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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