Sucht: Wirkung auf Körper und Psyche
Suchtmittel verändern das Belohnungssystem im Gehirn. Sie können Körper und Psyche schädigen. Hilfe gibt es.
Das lernst du heute
- Ich erkläre, wie Suchtmittel im Gehirn wirken.
- Ich unterscheide psychische und körperliche Abhängigkeit.
- Ich nenne Hilfsangebote.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Gefühle beeinflussen das Lernen, Die Synapse: Signale chemisch übertragen
Sucht ist eine Krankheit. Betroffene schaffen es kaum noch, mit dem Konsum aufzuhören, obwohl er ihnen schadet. Man spricht auch von Abhängigkeit.
Suchtmittel wirken auf das Belohnungssystem im Gehirn. Dort wird der Botenstoff Dopamin freigesetzt. Das Gehirn lernt: Das ist belohnend. So entsteht Verlangen.
Bei Wiederholung gewöhnt sich der Körper an die Wirkung. Man spricht von Toleranz. Das Suchtmittel wirkt schwächer, und das Verlangen kann wachsen.
Bei der psychischen Abhängigkeit ist das Verlangen stark. Gedanken drehen sich immer wieder um das Suchtmittel. Bei der körperlichen Abhängigkeit zeigt der Körper ohne das Mittel Entzugserscheinungen, zum Beispiel Zittern, Schwitzen oder Unruhe.
Nikotin macht schnell abhängig und schadet Herz, Gefäßen und Lunge. Alkohol ist ein Zellgift. Er verlangsamt Reaktionen und beeinträchtigt das Urteilsvermögen. Das Gehirn von Jugendlichen ist noch in der Entwicklung und besonders empfindlich. Das Jugendschutzgesetz legt Altersgrenzen fest.
Es gibt auch Verhaltenssüchte, zum Beispiel Glücksspiel oder übermäßige Mediennutzung. Auch dort spielt das Belohnungssystem eine Rolle.
Hilfe: Sprich mit einer Vertrauensperson. Beratungsstellen helfen kostenlos und auf Wunsch anonym. Die Nummer gegen Kummer erreichst du unter 116 111. Sucht ist keine Schwäche. Wer Hilfe sucht, macht den ersten wichtigen Schritt.
Warum Aufhören schwerfällt
- Das Suchtmittel erhöht den Dopaminspiegel im Belohnungssystem.
- Das Gehirn speichert: Das fühlt sich belohnend an.
- Der Körper gewöhnt sich. Die Wirkung wird schwächer.
- Ohne das Mittel treten Verlangen und manchmal Entzugserscheinungen auf.
- Deshalb ist Aufhören ohne Hilfe oft schwer.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Das Gehirn lernt: Das belohnt.
Der Körper gewöhnt sich.
Hilfe gibt es.
Ein Beispiel
Ein Trampelpfad im Park wird bei jedem Gehen breiter. So wird im Gehirn die Verbindung zwischen Mittel und Belohnung stärker. Es wird schwerer, den Weg zu verlassen.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt: Wirkung einordnen
- Welches Suchtmittel oder Verhalten ist gemeint?
- Wirkt es auf das Belohnungssystem?
- Welche Folgen hat es für Körper und Psyche?
- Welche Hilfe gibt es?
Mit einem Bild erklärt
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Belohnungssystem | Netzwerk im Gehirn, das mit Dopamin arbeitet |
| Toleranz | Gewöhnung: Wirkung lässt nach |
| Psychische Abhängigkeit | starkes Verlangen |
| Körperliche Abhängigkeit | Entzugserscheinungen |
| Hilfe | Vertrauensperson, Beratungsstelle, 116 111 |
Zur Grundlage zurück
- Gefühle beeinflussen das Lernen – Dopamin hast du als Botenstoff bei Motivation kennengelernt.
- Die Synapse: Signale chemisch übertragen – Suchtmittel wirken an Synapsen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Der Stoff ist auch bei Neugier und Erfolg beteiligt.
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Lösung: Dopamin
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Denke an Gewöhnung.
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Lösung: Der Körper gewöhnt sich, die Wirkung wird schwächer.
Tipp: Notiere, an wen du dich wenden könntest, wenn du oder jemand aus deinem Umfeld ein Problem mit Sucht hätte. Nenne eine Person und eine Beratungsstelle.
Merksatz: Suchtmittel → Dopamin → Verlangen. Toleranz: mehr nötig. Psychisch: Verlangen. Körperlich: Entzug. Hilfe: Vertrauenspersonen, Beratungsstellen, 116 111.
Typischer Fehler: Viele denken, Sucht sei nur eine Frage des Willens. Das Belohnungssystem verändert sich, deshalb ist Aufhören schwer.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: an Entzugserscheinungen ohne das Mittel
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: Das Gehirn ist noch in der Entwicklung und empfindlicher.
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Lösung: mit einer Vertrauensperson oder einer Beratungsstelle sprechen
Geschafft
Suchtmittel wirken auf das Belohnungssystem und können Körper und Psyche abhängig machen. Es gibt Hilfe.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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