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Kunst

Rollenbilder in der Kunstgeschichte

Wer durfte lernen, ausstellen und gezeigt werden? Rollenbilder prägten Kunst und Kunstbetrieb.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Bedingungen für Künstlerinnen und Künstler früher beschreiben.
  • Ich kann Darstellungen von Frauen und Männern vergleichen.
  • Ich kann den Einfluss von Rollenbildern erläutern.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Leben und Werk: Biografie im Bild

Kunst entsteht in einer Gesellschaft. Deren Regeln wirken auf die Kunst.

Ausbildung: Bis ins frühe 20. Jahrhundert waren viele Kunstakademien für Frauen verschlossen. Frauen lernten oft in Privatunterricht oder in Frauenmalschulen. Aus dem Unterricht mit lebenden Modellen waren sie lange ausgeschlossen.

Ausstellen und Verkaufen: Frauen hatten es schwerer, ihre Werke zu zeigen und zu verkaufen. Viele Namen wurden vergessen.

Darstellung: In vielen Bildern früherer Zeiten wurden Männer als Handelnde gezeigt, zum Beispiel als Herrscher, Entdecker oder Denker. Frauen wurden oft in Rollen im Haus oder als Schmuck dargestellt. Das ist nicht in allen Bildern so, aber oft.

Heute fragt man genauer: Wer hat das Bild gemacht? Für wen? Welche Rolle bekommen die Personen im Bild? Wer fehlt?

Wichtig ist ein sachlicher Blick. Es geht nicht darum, jemanden anzuklagen, sondern Bedingungen zu verstehen.

BereichFrüher oftHeute
Ausbildungfür Frauen eingeschränktfür alle offen
Ausstellenfür Frauen schwerergleiche Chancen angestrebt
DarstellungMänner handelnd, Frauen am Randvielfältiger

Eine Darstellung untersuchen

  1. Bild (ausgedacht): Ein Mann sitzt am Schreibtisch, eine Frau steht mit einem Tablett daneben.
  2. Frage: Wer handelt? Der Mann schreibt.
  3. Frage: Welche Rolle hat die Frau? Sie bedient.
  4. Ergebnis: Das Bild zeigt ein Rollenbild seiner Zeit.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Früher durften nicht alle lernen.

Auch die Bilder zeigten Rollen.

Heute fragt man: Wer fehlt?

Ein Beispiel

Beispiel

In einem Katalog sind nur Namen von Männern. Dann fragst du: Wo sind die Frauen? Vielleicht wurden sie nicht gefördert.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Schritt 1: Beschreibe, wer im Bild wo steht.
  2. Schritt 2: Frage: Wer handelt?
  3. Schritt 3: Frage: Wer fehlt?
  4. Schritt 4: Ziehe einen vorsichtigen Schluss.

Mit einem Bild erklärt

FrageBeispielantwort
Wer handelt?der Mann
Wer bedient?die Frau
Wer fehlt?viele andere Menschen

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Warum kennen wir weniger Künstlerinnen aus früheren Zeiten?
Zeig mir den ersten Schritt

Was war für Frauen schwerer?

Lösung ansehen

Lösung: Weil sie weniger Chancen zum Lernen, Ausstellen und Verkaufen hatten

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was fragt man bei einem Bild über Rollen?
Zeig mir den ersten Schritt

Wer steht im Mittelpunkt?

Lösung ansehen

Lösung: Wer handelt, und wer fehlt?

Tipp: Frage bei jedem Bild: Wer handelt, wer schaut zu, wer fehlt?

Merksatz: Rollenbilder prägten Ausbildung, Ausstellen und Darstellung. Man untersucht sie sachlich.

Typischer Fehler: Viele denken, früher habe es keine Künstlerinnen gegeben. Es gab sie, aber sie wurden oft vergessen.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wovon waren Frauen lange ausgeschlossen?
Lösung ansehen

Lösung: vom Unterricht mit lebenden Modellen an vielen Akademien

Frage 2 Was heißt „sachlich“ untersuchen?
Lösung ansehen

Lösung: ohne Anklage, mit Blick auf die Bedingungen

Frage 3 Welche Aussage über frühere Darstellungen passt?
Lösung ansehen

Lösung: Männer wurden oft als Handelnde gezeigt.

Frage 4 Es gab früher keine Künstlerinnen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Frauen waren lange von Akademien ausgeschlossen und hatten es schwerer beim Ausstellen. Darstellungen zeigten oft Rollenbilder. Heute fragt man genauer nach.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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