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Kunst

Kunst aus dem Zufall: Surrealismus und Action Painting

Manche Künstlerinnen und Künstler nutzen den Zufall bewusst. Das ist ein Arbeitsverfahren, kein Fehler.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Basis

Das lernst du heute

  • Ich kann erklären, was zufallsgelenkte Verfahren sind.
  • Ich kann Surrealismus und Action Painting unterscheiden.
  • Ich kann zwei Zufallstechniken nennen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Stilmerkmale erkennen

Normalerweise plant man ein Bild. Manche Künstlerinnen und Künstler lassen aber den Zufall mitarbeiten. Dann entsteht etwas, das man nicht ganz vorhersehen kann. Man nennt das zufallsgelenkt.

Der Surrealismus entstand in den 1920er-Jahren in Frankreich. Das Wort bedeutet „über der Wirklichkeit“. Die Surrealisten wollten Träume und Unbewusstes ins Bild bringen. Sie probierten Techniken aus, bei denen die Hand ohne Plan arbeitet, zum Beispiel automatisches Zeichnen. Bei der Frottage legt man ein Blatt auf eine raue Fläche und schraffiert darüber. So entstehen Muster, in denen man Figuren entdecken kann. Salvador Dalí (1904–1989) und Max Ernst (1891–1976) gehören zu den bekannten Surrealisten.

Das Action Painting entstand in den 1940er- und 1950er-Jahren in den USA. Jackson Pollock (1912–1956) legte große Leinwände auf den Boden und ließ Farbe darüberfließen und tropfen. Der Körper bewegt sich, die Farbe fällt zufällig. Die Handlung selbst wird zum Bild.

RichtungWo und wannZufallstechnik
SurrealismusFrankreich, 1920er-JahreFrottage, automatisches Zeichnen
Action PaintingUSA, 1940er- und 1950er-JahreTropfen, Schütten, Schwingen

Eine Zufallstechnik ausprobieren (Beschreibung)

  1. Lege ein Blatt auf eine raue Fläche, zum Beispiel Holz oder Pappe.
  2. Schraffiere mit Bleistift darüber.
  3. Betrachte das Muster: Was erkennst du darin?
  4. Ergebnis: Das Muster ist Zufall, die Deutung ist deine Entscheidung.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Manchmal hilft der Zufall.

Man lässt Farbe tropfen.

Dann schaut man genau hin.

Ein Beispiel

Beispiel

Du siehst Wolken und erkennst darin einen Hund. Das Muster ist Zufall. Die Deutung machst du. So ähnlich arbeiten Zufallsverfahren.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Schritt 1: Erzeuge eine Spur mit Zufall.
  2. Schritt 2: Betrachte sie in Ruhe.
  3. Schritt 3: Suche Formen, die du erkennst.
  4. Schritt 4: Arbeite sie bewusst aus.

Mit einem Bild erklärt

ZufallGestaltung
Spur entstehtSpur wird betrachtet
Muster liegt vorFiguren werden herausgearbeitet

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was bedeutet „zufallsgelenkt“?
Zeig mir den ersten Schritt

Wer entscheidet, den Zufall einzusetzen?

Lösung ansehen

Lösung: Der Zufall wird bewusst genutzt.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wie heißt die Technik, bei der man ein Blatt auf eine raue Fläche legt und schraffiert?
Zeig mir den ersten Schritt

Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet „reiben“.

Lösung ansehen

Lösung: Frottage

Tipp: Der Zufall liefert das Material. Du entscheidest danach, was du daraus machst.

Merksatz: Zufallsgelenkte Verfahren: Der Zufall liefert Spuren, die Künstlerin oder der Künstler deutet und gestaltet weiter.

Typischer Fehler: Viele denken, Zufallsbilder entstünden ohne Können. Auch hier trifft man viele Entscheidungen.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wo und wann entstand das Action Painting?
Lösung ansehen

Lösung: in den USA in den 1940er- und 1950er-Jahren

Frage 2 Was wollten die Surrealisten ins Bild bringen?
Lösung ansehen

Lösung: Träume und Unbewusstes

Frage 3 Was ist beim Action Painting besonders?
Lösung ansehen

Lösung: Die Handlung beim Malen wird sichtbar.

Frage 4 Zufallsbilder entstehen ohne jede Entscheidung der Künstlerin oder des Künstlers.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Surrealismus (Frankreich, 1920er) nutzt Frottage und automatisches Zeichnen. Action Painting (USA, 1940er und 1950er) nutzt Schütten und Tropfen. Der Zufall liefert Material, der Mensch gestaltet weiter.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Bildstrategien: Zufall, Zitat, Umdeutung

Kurz erklärt, 40 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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