Filmsprache: Einstellung, Schnitt und Tempo
Filme erzählen mit einer eigenen Sprache. Man kann kleine Videosequenzen planen.
Das lernst du heute
- Ich kann Einstellungsgrößen und Schnittarten benennen.
- Ich kann ihre Wirkung beschreiben.
- Ich kann eine kurze Sequenz planen.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Rhythmus durch Wiederholung, Vom ersten Eindruck zur Beschreibung
Filmsprache sind die Mittel, mit denen ein Film erzählt.
Einstellungsgrößen zeigen, wie viel man sieht:
Totale: der ganze Ort, die Person klein.
Halbtotale: Person ganz im Bild.
Nah: Kopf und Schultern.
Groß: das Gesicht.
Detail: ein kleiner Teil, zum Beispiel die Hand.
Kameraperspektive: Von oben wirkt eine Person klein (Vogelperspektive). Von unten wirkt sie groß und stark (Froschperspektive).
Schnitt verbindet Einstellungen. Ein harter Schnitt wechselt sofort. Eine Überblendung geht weich über. Je kürzer die Einstellungen, desto höher das Tempo.
Planung einer Sequenz (zum Beispiel 20 Sekunden): Erst eine Totale, dann eine Halbtotale, dann ein Detail, dann ein Gesicht. Jede Einstellung dauert etwa 2 bis 6 Sekunden. Ein Storyboard hilft: Skizzen, ein Bild pro Einstellung.
| Einstellung | Zeigt | Wirkung |
|---|---|---|
| Totale | ganzen Ort | Überblick, Einsamkeit |
| Halbtotale | Person ganz | Handlung |
| Nah | Kopf, Schultern | Gespräch |
| Groß | Gesicht | Gefühl |
| Detail | kleines Teil | Aufmerksamkeit |
Eine Sequenz planen
- Idee: Jemand öffnet eine Tür und tritt in einen Raum.
- Einstellung 1: Totale, Tür und Flur (3 Sekunden).
- Einstellung 2: Detail, Hand an der Klinke (2 Sekunden).
- Einstellung 3: Nah, Kopf und Schultern beim Eintreten (3 Sekunden).
- Ergebnis: eine Sequenz von 8 Sekunden, die vom Überblick zur Person führt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Erst weit, dann nah.
Kurze Schnitte: schnell.
Lange Einstellungen: ruhig.
Ein Beispiel
Beim Sport zeigt die Übertragung erst das ganze Feld, dann den Spieler, dann den Ball. Das ist Wechsel der Einstellungsgrößen.
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt
- Schritt 1: Beschreibe die Handlung in einem Satz.
- Schritt 2: Wähle drei Einstellungsgrößen.
- Schritt 3: Lege die Dauer fest.
- Schritt 4: Zeichne ein Storyboard.
Mit einem Bild erklärt
| Nr. | Einstellung | Dauer |
|---|---|---|
| 1 | Totale | 3 s |
| 2 | Detail | 2 s |
| 3 | Nah | 3 s |
Zur Grundlage zurück
- Rhythmus durch Wiederholung – Du kennst Rhythmus.
- Vom ersten Eindruck zur Beschreibung – Du kannst Bilder beschreiben.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wie viel sieht man bei der Totale?
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Lösung: Totale
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Wohin schaut die Kamera?
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Lösung: groß und stark
Tipp: Wechsle die Einstellungsgröße. Drei gleiche Einstellungen hintereinander wirken oft langweilig.
Merksatz: Filmsprache: Einstellungsgröße, Perspektive und Schnitt. Kurze Einstellungen wirken schnell.
Typischer Fehler: Viele filmen nur aus einer Position. Verschiedene Größen machen die Sequenz lebendig.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: schnell
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Lösung: Es plant die Bildfolge mit Skizzen.
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Lösung: 8 Sekunden
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Einstellungsgrößen: Totale, Halbtotale, Nah, Groß, Detail. Perspektive von oben oder unten. Schnitt bestimmt Tempo. Ein Storyboard plant die Folge.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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