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Kunst

Filmsprache: Einstellung, Schnitt und Tempo

Filme erzählen mit einer eigenen Sprache. Man kann kleine Videosequenzen planen.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Einstellungsgrößen und Schnittarten benennen.
  • Ich kann ihre Wirkung beschreiben.
  • Ich kann eine kurze Sequenz planen.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Rhythmus durch Wiederholung, Vom ersten Eindruck zur Beschreibung

Filmsprache sind die Mittel, mit denen ein Film erzählt.

Einstellungsgrößen zeigen, wie viel man sieht:
Totale: der ganze Ort, die Person klein.
Halbtotale: Person ganz im Bild.
Nah: Kopf und Schultern.
Groß: das Gesicht.
Detail: ein kleiner Teil, zum Beispiel die Hand.

Kameraperspektive: Von oben wirkt eine Person klein (Vogelperspektive). Von unten wirkt sie groß und stark (Froschperspektive).

Schnitt verbindet Einstellungen. Ein harter Schnitt wechselt sofort. Eine Überblendung geht weich über. Je kürzer die Einstellungen, desto höher das Tempo.

Planung einer Sequenz (zum Beispiel 20 Sekunden): Erst eine Totale, dann eine Halbtotale, dann ein Detail, dann ein Gesicht. Jede Einstellung dauert etwa 2 bis 6 Sekunden. Ein Storyboard hilft: Skizzen, ein Bild pro Einstellung.

EinstellungZeigtWirkung
Totaleganzen OrtÜberblick, Einsamkeit
HalbtotalePerson ganzHandlung
NahKopf, SchulternGespräch
GroßGesichtGefühl
Detailkleines TeilAufmerksamkeit

Eine Sequenz planen

  1. Idee: Jemand öffnet eine Tür und tritt in einen Raum.
  2. Einstellung 1: Totale, Tür und Flur (3 Sekunden).
  3. Einstellung 2: Detail, Hand an der Klinke (2 Sekunden).
  4. Einstellung 3: Nah, Kopf und Schultern beim Eintreten (3 Sekunden).
  5. Ergebnis: eine Sequenz von 8 Sekunden, die vom Überblick zur Person führt.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Erst weit, dann nah.

Kurze Schnitte: schnell.

Lange Einstellungen: ruhig.

Ein Beispiel

Beispiel

Beim Sport zeigt die Übertragung erst das ganze Feld, dann den Spieler, dann den Ball. Das ist Wechsel der Einstellungsgrößen.

Schritt für Schritt

Schritt für Schritt

  1. Schritt 1: Beschreibe die Handlung in einem Satz.
  2. Schritt 2: Wähle drei Einstellungsgrößen.
  3. Schritt 3: Lege die Dauer fest.
  4. Schritt 4: Zeichne ein Storyboard.

Mit einem Bild erklärt

Nr.EinstellungDauer
1Totale3 s
2Detail2 s
3Nah3 s

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Welche Einstellungsgröße zeigt den ganzen Ort mit kleiner Person?
Zeig mir den ersten Schritt

Wie viel sieht man bei der Totale?

Lösung ansehen

Lösung: Totale

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wie wirkt eine Person aus der Froschperspektive (von unten)?
Zeig mir den ersten Schritt

Wohin schaut die Kamera?

Lösung ansehen

Lösung: groß und stark

Tipp: Wechsle die Einstellungsgröße. Drei gleiche Einstellungen hintereinander wirken oft langweilig.

Merksatz: Filmsprache: Einstellungsgröße, Perspektive und Schnitt. Kurze Einstellungen wirken schnell.

Typischer Fehler: Viele filmen nur aus einer Position. Verschiedene Größen machen die Sequenz lebendig.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wie wirken viele kurze Einstellungen nacheinander?
Lösung ansehen

Lösung: schnell

Frage 2 Wozu dient ein Storyboard?
Lösung ansehen

Lösung: Es plant die Bildfolge mit Skizzen.

Frage 3 Wie lang ist die Sequenz im Beispiel (3 s + 2 s + 3 s)?
Lösung ansehen

Lösung: 8 Sekunden

Frage 4 Ein harter Schnitt wechselt sofort zur nächsten Einstellung.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Einstellungsgrößen: Totale, Halbtotale, Nah, Groß, Detail. Perspektive von oben oder unten. Schnitt bestimmt Tempo. Ein Storyboard plant die Folge.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Bewegung und Zeit im Bild

Kurz erklärt, 41 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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