DYS+ Campus ist kostenlos und ohne Werbung. Projekt mit einer Spende unterstützen

Evangelische Religion

Jesus im Judentum und im Islam

Jesus wird in den drei Religionen verschieden gesehen. Man kann das so beschreiben, dass Gläubige sich wiedererkennen.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Sichtweisen auf Jesus beschreiben.
  • Ich kann erklären, was Jesus für evangelische Christen bedeutet.
  • Ich kann eine Antwort in einem Gespräch formulieren.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Glaube prägt den Alltag

Für evangelische Christen ist Jesus Christus der Mittelpunkt des Glaubens. Sie glauben, dass in ihm Gott den Menschen nahe gekommen ist. Im Judentum spielt Jesus religiös keine besondere Rolle. Viele Jüdinnen und Juden sehen in ihm einen jüdischen Lehrer seiner Zeit. Er wird nicht als Messias anerkannt, weil nach jüdischer Auffassung der Messias noch erwartet wird. Im Islam heißt Jesus Isa. Er gilt als einer der großen Propheten und wird im Koran oft erwähnt. Muslime glauben, dass er von der Jungfrau Maria geboren wurde. Sie sehen ihn aber nicht als Sohn Gottes. Es gibt unter Muslimen unterschiedliche Auslegungen über sein Ende. In einem Gespräch kann man das so sagen: Für mich als evangelischen Christen ist Jesus der Christus. Ich weiß, dass du das anders siehst. Dabei hilft es, zuzuhören und die Sicht des anderen zu verstehen.

Christentum: Christus | Judentum: Lehrer | Islam: Prophet
Jesus in drei Religionen.

Ein Gespräch vorbereiten

  1. Beschreibe deine Sicht in einem Satz.
  2. Beschreibe die Sicht der anderen Person.
  3. Finde Fragen, die Interesse zeigen.
  4. Formuliere respektvoll.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Christen: Jesus ist der Christus.

Judentum: ein jüdischer Lehrer.

Islam: der Prophet Isa.

Ein Beispiel

Beispiel

Drei Menschen betrachten ein Bild und sehen unterschiedliche Dinge. Im Gespräch tauscht man aus, was man sieht.

Schritt für Schritt

Wir formulieren einen Satz für ein Gespräch.

  1. Meine Sicht: Jesus ist der Christus.
  2. Deine Sicht: Du siehst ihn als Prophet.
  3. Ich-Botschaft: Für mich ist …
  4. Frage: Was bedeutet er dir?

Mit einem Bild erklärt

ReligionSicht auf Jesus
ChristentumChristus, Mittelpunkt des Glaubens
Judentumjüdischer Lehrer, nicht Messias
IslamProphet Isa, nicht Sohn Gottes

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Wie heißt Jesus im Islam?
Zeig mir den ersten Schritt

Welcher arabische Name wird für Jesus genutzt?

Lösung ansehen

Lösung: Isa

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Wie sieht das Judentum Jesus?
Lösung ansehen

Lösung: als jüdischen Lehrer, nicht als Messias

Tipp: Ich-Botschaften helfen: Für mich ist …, und ich höre, dass für dich …

Merksatz: Jesus: für Christen der Christus, im Judentum ein jüdischer Lehrer, im Islam der Prophet Isa.

Typischer Fehler: Zu denken, alle sähen Jesus gleich. Jede Religion hat eine eigene Sicht.

Prüfen

Mini-Quiz

3 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Welche Formulierung passt zu einem respektvollen Gespräch?
Lösung ansehen

Lösung: Für mich ist Jesus der Christus. Wie siehst du ihn?

Frage 2 Muslime glauben, dass Jesus von der Jungfrau Maria geboren wurde.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Im Judentum gilt Jesus als Messias.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Evangelische Christen sehen Jesus als Christus. Im Judentum gilt er als Lehrer, im Islam als Prophet Isa.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Judentum, Christentum, Islam im Gespräch

Kurz erklärt, 40 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

PDF, 396 KB

Übungsheft herunterladen (PDF, 396 KB)

Das Heft ist für alle kostenlos – auch wenn gerade kein Geld dafür da ist. Wer es einrichten kann, unterstützt DYS+ Campus mit einem selbst gewählten Betrag. Freiwillig unterstützen