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Evangelische Religion

Antisemitismus erkennen

Antijudaismus und Antisemitismus sind Judenfeindschaft. Man kann Formen und Ursachen erkennen und widersprechen.

  • ca. 13 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann Antijudaismus und Antisemitismus unterscheiden.
  • Ich kann Ursachen und Formen nennen.
  • Ich kann Wege des Widerspruchs beschreiben.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Jesus im Judentum und im Islam

Judenfeindschaft hat eine lange Geschichte. Antijudaismus meint Ablehnung der Juden aus religiösen Gründen. Er zeigte sich im Christentum zum Beispiel in der falschen Behauptung, die Juden seien schuld am Tod Jesu. Antisemitismus meint Judenhass mit anderen Gründen, etwa rassistischen. Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert. Im Nationalsozialismus führte Antisemitismus zur Shoah, dem Mord an sechs Millionen Juden. Auch Martin Luther schrieb in späteren Jahren Schriften, in denen er Juden verachtete. Evangelische Kirchen distanzieren sich heute von solchen Aussagen. Antisemitismus gibt es bis heute: in Vorurteilen, Verschwörungsmythen, Beschimpfungen und Gewalt, auch im Netz. Er zeigt sich oft in Verallgemeinerungen über eine ganze Gruppe. Wer Antisemitismus erlebt oder beobachtet, kann widersprechen, Betroffene unterstützen, sich informieren und Hilfe holen, zum Beispiel bei Lehrkräften. Wer sich bedroht fühlt, sucht Hilfe bei Erwachsenen, denen er vertraut.

Vorurteil → Hass → Gewalt | dagegen: widersprechen und helfen
Wie Antisemitismus wirkt und was dagegen hilft.

Antisemitismus erkennen

  1. Prüfe: Wird eine ganze Gruppe pauschal beschuldigt?
  2. Prüfe: Gibt es Hass oder Verschwörungsmythen?
  3. Ordne: religiöse oder andere Gründe?
  4. Überlege, wie du widersprechen kannst.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Antisemitismus ist Judenhass.

Er beginnt oft mit Vorurteilen.

Man kann widersprechen und helfen.

Ein Beispiel

Beispiel

In der Klasse macht jemand einen Witz über Juden. Du sagst ruhig: Das finde ich nicht in Ordnung. Du holst bei Bedarf Hilfe.

Schritt für Schritt

Wir prüfen einen Satz.

  1. Satz: Alle Juden sind gleich.
  2. Prüfe: Verallgemeinerung.
  3. Ordne: Vorurteil.
  4. Antwort: Das stimmt nicht.

Mit einem Bild erklärt

BegriffBedeutung
AntijudaismusAblehnung aus religiösen Gründen
AntisemitismusJudenhass aus anderen Gründen
ShoahMord an sechs Millionen Juden

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Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was ist Antisemitismus?
Zeig mir den ersten Schritt

Gegen wen richtet sich Antisemitismus?

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Lösung: Hass und Vorurteile gegenüber Juden

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Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Was ist ein Beispiel für Antijudaismus?
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Lösung: die falsche Behauptung, die Juden seien schuld am Tod Jesu

Tipp: Widerspruch kann ruhig sein: Das stimmt nicht, und das verletzt Menschen.

Merksatz: Antijudaismus: religiöse Judenfeindschaft. Antisemitismus: Judenhass mit anderen Gründen. Beides gilt es zu erkennen und abzulehnen.

Typischer Fehler: Judenfeindschaft als Meinung abzutun. Sie verletzt Menschen und kann zu Gewalt führen.

Prüfen

Mini-Quiz

3 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was kannst du bei einem antisemitischen Witz tun?
Lösung ansehen

Lösung: ruhig widersprechen und Hilfe holen

Frage 2 Evangelische Kirchen distanzieren sich von Judenfeindschaft.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Frage 3 Antisemitismus gibt es heute nicht mehr.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Geschafft

Antijudaismus und Antisemitismus haben Ursachen und Formen. Man erkennt sie an Verallgemeinerungen und Hass und widerspricht ihnen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Judentum, Christentum, Islam im Gespräch

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