Der gnädige Gott: Rechtfertigung
Luther entdeckte beim Bibellesen: Gott nimmt den Menschen an, ohne dass er es sich verdienen muss. Das nennt man Rechtfertigung.
Das lernst du heute
- Ich kann den Gedanken der Rechtfertigung erklären.
- Ich kann sagen, warum er für evangelische Christen wichtig ist.
- Ich kann ihn von Leistungsdenken unterscheiden.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Luthers Lebensweg
Luther suchte lange nach einer Antwort auf die Frage: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Er hatte Angst, nicht gut genug zu sein. Beim Studium des Römerbriefs (Römer 1 und 3) fand er eine Antwort. Er verstand: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an, nicht wegen seiner Leistungen. Es genügt, darauf zu vertrauen. Diese Annahme nennt man Rechtfertigung. Die Reformatoren fassten das in Kurzformeln zusammen: allein aus Gnade, allein durch Glauben, allein die Schrift. Für Luther war das befreiend. Man muss sich Gottes Liebe nicht kaufen und nicht erarbeiten. Evangelische Christen sehen darin die Grundlage ihres Glaubens.
Rechtfertigung erklären
- Frage: Wovor hatte Luther Angst?
- Sage: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an.
- Ergänze: Der Mensch vertraut darauf.
- Nenne die Folge: Er muss sich Gottes Liebe nicht verdienen.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Gott nimmt den Menschen an.
Man muss es nicht verdienen.
Das ist Gnade.
Ein Beispiel
Ein Kind wird von seinen Eltern geliebt, auch wenn es eine schlechte Note nach Hause bringt. So ähnlich beschreibt es der Glaube.
Schritt für Schritt
Wir unterscheiden: Leistung und Gnade.
- Leistung: Ich verdiene mir etwas.
- Gnade: Ich bekomme etwas geschenkt.
- Rechtfertigung ist Gnade.
- Darauf darf man vertrauen.
Mit einem Bild erklärt
| Leistung | Gnade |
|---|---|
| verdienen | geschenkt bekommen |
| Angst, nicht zu genügen | Vertrauen |
Zur Grundlage zurück
- Luthers Lebensweg – Du kennst schon Luthers Lebensweg.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wird die Annahme verdient oder geschenkt?
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Lösung: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an.
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
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Lösung: auf Gottes Gnade
Tipp: Gnade heißt: Man bekommt etwas geschenkt, das man nicht verdient hat.
Merksatz: Rechtfertigung: Gott nimmt den Menschen ohne Vorbedingung an. Er muss es nicht verdienen.
Typischer Fehler: Rechtfertigung mit Belohnung für gute Taten zu verwechseln. Gute Taten sind eine Folge des Vertrauens, nicht ihre Bedingung.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Stimmt nicht
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Lösung: im Römerbrief
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Lösung: Man bekommt etwas geschenkt, das man nicht verdient hat.
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Lösung: Stimmt
Geschafft
Luther erkannte: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an. Das nennt man Rechtfertigung. Der Mensch muss es nicht verdienen, er darf vertrauen.
Kannst du das schon?
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