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Evangelische Religion

Der gnädige Gott: Rechtfertigung

Luther entdeckte beim Bibellesen: Gott nimmt den Menschen an, ohne dass er es sich verdienen muss. Das nennt man Rechtfertigung.

  • ca. 12 Minuten
  • Klasse 7
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann den Gedanken der Rechtfertigung erklären.
  • Ich kann sagen, warum er für evangelische Christen wichtig ist.
  • Ich kann ihn von Leistungsdenken unterscheiden.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Luthers Lebensweg

Luther suchte lange nach einer Antwort auf die Frage: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott? Er hatte Angst, nicht gut genug zu sein. Beim Studium des Römerbriefs (Römer 1 und 3) fand er eine Antwort. Er verstand: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an, nicht wegen seiner Leistungen. Es genügt, darauf zu vertrauen. Diese Annahme nennt man Rechtfertigung. Die Reformatoren fassten das in Kurzformeln zusammen: allein aus Gnade, allein durch Glauben, allein die Schrift. Für Luther war das befreiend. Man muss sich Gottes Liebe nicht kaufen und nicht erarbeiten. Evangelische Christen sehen darin die Grundlage ihres Glaubens.

Nicht Leistung → sondern Gnade und Vertrauen
Rechtfertigung in einem Satz.

Rechtfertigung erklären

  1. Frage: Wovor hatte Luther Angst?
  2. Sage: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an.
  3. Ergänze: Der Mensch vertraut darauf.
  4. Nenne die Folge: Er muss sich Gottes Liebe nicht verdienen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Gott nimmt den Menschen an.

Man muss es nicht verdienen.

Das ist Gnade.

Ein Beispiel

Beispiel

Ein Kind wird von seinen Eltern geliebt, auch wenn es eine schlechte Note nach Hause bringt. So ähnlich beschreibt es der Glaube.

Schritt für Schritt

Wir unterscheiden: Leistung und Gnade.

  1. Leistung: Ich verdiene mir etwas.
  2. Gnade: Ich bekomme etwas geschenkt.
  3. Rechtfertigung ist Gnade.
  4. Darauf darf man vertrauen.

Mit einem Bild erklärt

LeistungGnade
verdienengeschenkt bekommen
Angst, nicht zu genügenVertrauen

Zur Grundlage zurück

Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Was heißt Rechtfertigung?
Zeig mir den ersten Schritt

Wird die Annahme verdient oder geschenkt?

Lösung ansehen

Lösung: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Worauf darf der Mensch nach Luther vertrauen?
Lösung ansehen

Lösung: auf Gottes Gnade

Tipp: Gnade heißt: Man bekommt etwas geschenkt, das man nicht verdient hat.

Merksatz: Rechtfertigung: Gott nimmt den Menschen ohne Vorbedingung an. Er muss es nicht verdienen.

Typischer Fehler: Rechtfertigung mit Belohnung für gute Taten zu verwechseln. Gute Taten sind eine Folge des Vertrauens, nicht ihre Bedingung.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Nach evangelischem Verständnis muss man sich Gottes Liebe verdienen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 2 In welchem Brief fand Luther wichtige Gedanken?
Lösung ansehen

Lösung: im Römerbrief

Frage 3 Was bedeutet Gnade?
Lösung ansehen

Lösung: Man bekommt etwas geschenkt, das man nicht verdient hat.

Frage 4 Gute Taten sind nach evangelischem Verständnis die Folge von Vertrauen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Luther erkannte: Gott nimmt den Menschen aus Gnade an. Das nennt man Rechtfertigung. Der Mensch muss es nicht verdienen, er darf vertrauen.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Martin Luther und die Reformation

Kurz erklärt, 41 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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