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Deutsch

Wer bestimmt die Themen?

Nicht nur Redaktionen entscheiden, worüber viele sprechen. Im Netz wirken auch Teilen und Aufregung.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 9
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann erklären, wie Themen in der Öffentlichkeit gesetzt werden.
  • Ich kann Chancen und Risiken des Netzes für die Meinungsbildung nennen.
  • Ich kann einschätzen, warum ein Thema gerade sichtbar ist.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Wer liest mit? Öffentlich oder privat, Quellen prüfen und bewerten

Früher entschieden vor allem Redaktionen von Zeitungen und Sendern, worüber berichtet wurde. Sie wählten nach Wichtigkeit und Neuigkeit aus. Heute kann fast jeder im Netz etwas veröffentlichen. Das ist eine Chance, denn mehr Stimmen werden hörbar. Es gibt aber auch Risiken. Beiträge, die stark aufregen, werden oft besonders häufig geteilt. Dann werden laute oder übertriebene Themen sehr sichtbar, auch wenn sie nicht am wichtigsten sind. So wird gelenkt, worüber viele sprechen. Man nennt das Themensetzung. Das beeinflusst die öffentliche Meinung. Auch Werbung und Interessengruppen wollen Themen setzen. Frage dich deshalb: Wer hat dieses Thema nach oben gebracht, und warum?

Redaktion früherNetz heute
Wer wählt aus?wenige Fachleuteviele Menschen, Programme, Werbung
Nach welchen Regeln?Wichtigkeit, Neuigkeitoft: was viele teilen und anklicken
ChanceAuswahl und Prüfungviele Stimmen
Risikowenige entscheidenAufregung wird belohnt, Prüfung fehlt oft

Eine Themensetzung untersuchen

  1. Ausgedachter Beitrag: „Schock! Schulkantine streicht den Nachtisch!“ Menschen haben ihn 5000-mal geteilt.
  2. Schritt 1: Wer hat ihn veröffentlicht? Ein Konto ohne Namen.
  3. Schritt 2: Warum verbreitet er sich? Die Überschrift regt auf.
  4. Schritt 3: Stimmt er? Die Schule selbst nennt nur einen neuen Speiseplan.
  5. Ergebnis: Ein aufregender Beitrag kann ein Thema groß machen, auch wenn wenig dahintersteckt.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Früher wählten Redaktionen die Themen.

Heute wählen auch viele andere.

Aufregung verbreitet sich schnell.

Ein Beispiel

Beispiel

In der Pause wird oft das Thema laut besprochen, das am meisten aufregt. Es ist nicht immer das wichtigste.

Schritt für Schritt

Wir fragen nach dem Weg eines Themas.

  1. Frage 1: Wer hat es zuerst veröffentlicht?
  2. Frage 2: Warum wird es geteilt?
  3. Frage 3: Gibt es eine zweite Quelle?
  4. Dann schätzt du ein, wie wichtig es wirklich ist.

Mit einem Bild erklärt

FrageHinweis auf ein gesetztes Thema
Wer?unbekanntes Konto, Werbung, Gruppe mit Absicht
Warum?starke Gefühle, Übertreibung
Belege?keine oder nur eine Quelle

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Ein Beitrag wird oft geteilt, weil er stark aufregt. Was folgt daraus?
Zeig mir den ersten Schritt

Warum teilen Menschen einen Beitrag, der sie aufregt?

Lösung ansehen

Lösung: Er kann sehr sichtbar sein, ohne wichtig oder wahr zu sein.

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Du siehst ein Thema in allen Kanälen. Welche Frage hilft dir zuerst?
Zeig mir den ersten Schritt

Wer hat etwas davon, dass du das Thema siehst?

Lösung ansehen

Lösung: Wer bringt dieses Thema nach oben, und warum?

Tipp: Häufiges Teilen sagt etwas über Aufregung, nicht über Wahrheit oder Wichtigkeit.

Merksatz: Im Netz setzen viele Themen: Redaktionen, Privatpersonen, Programme und Werbung. Frage immer, wer ein Thema nach oben bringt.

Typischer Fehler: Viele glauben: Was viele sehen, ist wichtig. Oft sehen viele, was am meisten aufregt.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Was nennt man Themensetzung?
Lösung ansehen

Lösung: Die Lenkung, worüber viele sprechen.

Frage 2 Was ist eine Chance des interaktiven Netzes?
Lösung ansehen

Lösung: Mehr Menschen können ihre Sicht veröffentlichen.

Frage 3 Was oft geteilt wird, ist deshalb immer wichtig.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Öffentliche Meinung bildet sich auch durch das, was im Netz sichtbar ist.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Im Netz entscheiden viele mit, worüber gesprochen wird. Das bringt Chancen und Risiken für die Meinungsbildung. Prüfe, wer ein Thema nach oben bringt.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Informationen im Netz prüfen

Kurz erklärt, 42 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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