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Deutsch

Werbesprache untersuchen

Werbesprache nutzt besondere Mittel: Superlative, Aufforderungen, Wortspiele, Reime und Versprechen.

  • ca. 10 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann typische Mittel der Werbesprache erkennen.
  • Ich kann ihre Wirkung beschreiben.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Informieren oder beeinflussen?

Werbesprache ist kurz, einprägsam und positiv. Sie nutzt Mittel, die du erkennen kannst. Der Superlativ steigert bis zum Höchsten: „das beste Müsli“. Er klingt stark, lässt sich aber oft nicht überprüfen. Der Imperativ ist die Befehlsform: „Probier es aus!“ Er spricht dich direkt an. Wortneuschöpfungen sind neue Wörter wie „Knuspergenuss“. Reime und Wiederholungen bleiben im Kopf. Verallgemeinerungen wie „alle lieben es“ tun so, als sei etwas selbstverständlich. Dazu kommen Schlagwörter wie „neu“, „frisch“, „natürlich“. Manche Angaben klingen nach Beweisen, zum Beispiel Zahlen: „9 von 10 Befragten“. Aber es ist oft unklar, wer gefragt wurde. Prüfe deshalb: Lässt sich die Aussage belegen, oder will sie nur gut klingen?

MittelBeispielWirkung
Superlativdas beste Müsliklingt unschlagbar
ImperativProbier es aus!spricht direkt an
WortneuschöpfungKnuspergenusswirkt neu und eigen
VerallgemeinerungAlle lieben es.erzeugt Gruppendruck
Zahl als Beleg9 von 10 Befragtenwirkt wissenschaftlich

Werbesprache untersuchen

  1. Text: Anzeige 3 (Zahnpasta): Bild: ein lachender Mann hält eine Tube. Text: „9 von 10 Befragten finden: Frische Zähne, frisches Leben. Probier es aus und spür den Unterschied.“
  2. „9 von 10 Befragten“: Eine Zahl, die wie ein Beweis wirkt. Wer wurde gefragt? Das steht nicht da.
  3. „Probier es aus“: Imperativ, spricht direkt an.
  4. „Frisches Leben“: ein Versprechen, das sich nicht prüfen lässt.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Das beste, das schönste, das neueste: Superlative.

Probier es aus: Befehl.

Schau nach, ob es einen Beleg gibt.

Ein Beispiel

Beispiel

Ein Freund sagt: „Das ist der beste Film aller Zeiten, alle finden ihn toll!“ Das klingt gut, ist aber nicht bewiesen. Genau so arbeitet Werbesprache.

Schritt für Schritt

Wir erkennen ein Sprachmittel.

  1. Satz: „Das beste Müsli der Stadt.“
  2. Prüfe die Form: „beste“ ist die höchste Stufe von „gut“.
  3. Das ist ein Superlativ.
  4. Wirkung: Es klingt, als gäbe es nichts Besseres.

Mit einem Bild erklärt

SatzMittel
Das beste Müsli der Stadt.Superlativ
Probier es aus!Imperativ
Alle lieben es.Verallgemeinerung
KnuspergenussWortneuschöpfung

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Welches Sprachmittel steckt in „Probier es aus!“?
Zeig mir den ersten Schritt

Ist der Satz ein Befehl oder eine Aufforderung?

Lösung ansehen

Lösung: Imperativ

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Welcher Satz enthält einen Superlativ?
Zeig mir den ersten Schritt

Suche die höchste Steigerungsstufe.

Lösung ansehen

Lösung: Unser Saft ist am fruchtigsten.

Tipp: Frage bei jeder starken Aussage: Woher weiß man das? Gibt es einen Beleg?

Merksatz: Superlativ, Imperativ, Wortneuschöpfung, Verallgemeinerung und Zahlen sind typische Mittel der Werbesprache.

Typischer Fehler: Viele glauben eine Zahl oder einen Superlativ sofort. Frage nach, wer gefragt wurde und wie etwas gemessen wurde.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Lies. Anzeige 3 (Zahnpasta): Bild: ein lachender Mann hält eine Tube. Text: „9 von 10 Befragten finden: Frische Zähne, frisches Leben. Probier es aus und spür den Unterschied.“ Warum ist „9 von 10 Befragten“ mit Vorsicht zu lesen?
Lösung ansehen

Lösung: Es steht nicht da, wer gefragt wurde.

Frage 2 Was ist eine Wortneuschöpfung?
Lösung ansehen

Lösung: ein neu gebildetes Wort wie „Knuspergenuss“

Frage 3 Superlative in der Werbung sind meist leicht zu überprüfen.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Imperative sprechen die Leserin direkt an.
Lösung ansehen

Lösung: Stimmt

Geschafft

Werbesprache ist kurz und positiv. Sie nutzt Superlative, Imperative, neue Wörter und scheinbare Belege.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

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Kurz erklärt, 50 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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