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Deutsch

Sprache in den Medien

Medien nutzen unterschiedliche Sprache für unterschiedliche Zwecke. Du erkennst Funktion und Wirkung und vergleichst sie mit der Standardsprache.

  • ca. 11 Minuten
  • Klasse 8
  • Niveau: Standard

Das lernst du heute

  • Ich kann sprachliche Merkmale verschiedener Medientexte beschreiben.
  • Ich kann Abweichungen von der Standardsprache erkennen und ihre Wirkung erläutern.

Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst diese Lektion: Eine Nachricht anpassen

Jedes Medium hat seinen eigenen Sprachgebrauch. Nachrichten sind meist sachlich, in Standardsprache, mit klaren Sätzen und ohne Wertung. Werbung nutzt kurze Slogans, Wortspiele und Gefühle. Beiträge im Netz sind oft locker, mit Abkürzungen, Anglizismen und Verkürzungen. Solche Abweichungen von der Standardsprache sind nicht automatisch falsch: Sie schaffen Nähe und sind schnell zu lesen. Standardsprache wirkt dagegen sachlich und glaubwürdig. Frage immer: Wer spricht, mit welchem Ziel, zu wem?

Meldung: „Die Stadt hat den Radweg an der Parkstraße wegen Bauarbeiten bis Ende Juni gesperrt.“ Beitrag im Netz: „Radweg dicht!! Parkstraße is bis Juni gesperrt, nervt mega.“ Werbespruch einer Baufirma: „Wir bauen, damit es weitergeht.“
Drei Medien, drei Sprachformen.

Mediensprache untersuchen

  1. Meldung: vollständige Sätze, genaue Angaben (wo, wann, warum). Sachlich und neutral.
  2. Beitrag im Netz: Ausrufezeichen, „is“ statt „ist“, „nervt mega“. Locker, mit Meinung.
  3. Werbespruch: kurz und doppeldeutig („weitergehen“ meint den Verkehr und den Fortschritt). Weckt Gefühle.
  4. Wirkung: Die Meldung wirkt glaubwürdig, der Beitrag nah, der Spruch einprägsam.
  5. Ergebnis: Sprache und Ziel hängen zusammen.

Ich verstehe das noch nicht

Such dir aus, was dir hilft.

Noch einfacher erklärt

Wer schreibt? Für wen? Mit welchem Ziel?

Nachricht: sachlich.

Netz: locker.

Werbung: knapp und gefühlsbetont.

Ein Beispiel

Beispiel

Dein Bruder schreibt dir kurz „Kommste?“. Der Zeitungsbericht über denselben Termin klingt ganz anders. Beides passt zu seinem Medium.

Schritt für Schritt

Wir beschreiben die Sprache eines Netzbeitrags.

  1. Text: „Radweg dicht!! Parkstraße is bis Juni gesperrt, nervt mega.“
  2. Auffällig: zwei Ausrufezeichen, „is“ statt „ist“, „nervt mega“.
  3. Wirkung: wirkt spontan und persönlich.
  4. Unterschied zur Meldung: Es gibt eine Meinung und keine genaue Begründung.

Mit einem Bild erklärt

MediumSpracheWirkung
NachrichtenmeldungStandardsprache, sachlichglaubwürdig
Beitrag im Netzlocker, kurz, Meinungnah, persönlich
WerbungSlogan, Wortspieleinprägsam, gefühlsbetont

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Ausprobieren

Jetzt zusammen

Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.

Lies die Texte. Meldung: „Die Stadt hat den Radweg an der Parkstraße wegen Bauarbeiten bis Ende Juni gesperrt.“ Beitrag im Netz: „Radweg dicht!! Parkstraße is bis Juni gesperrt, nervt mega.“ Werbespruch einer Baufirma: „Wir bauen, damit es weitergeht.“ Welcher Text enthält eine Abweichung von der Standardsprache?
Zeig mir den ersten Schritt

Suche verkürzte oder lockere Wörter.

Lösung ansehen

Lösung: Der Beitrag im Netz

Üben

Jetzt du

Jetzt probierst du es allein.

Lies die Texte. Meldung: „Die Stadt hat den Radweg an der Parkstraße wegen Bauarbeiten bis Ende Juni gesperrt.“ Beitrag im Netz: „Radweg dicht!! Parkstraße is bis Juni gesperrt, nervt mega.“ Werbespruch einer Baufirma: „Wir bauen, damit es weitergeht.“ Welche Wirkung hat die Meldung im Vergleich zum Beitrag?
Zeig mir den ersten Schritt

Vergleiche Wortwahl und Ton.

Lösung ansehen

Lösung: Sie wirkt sachlicher und glaubwürdiger.

Tipp: Prüfe: Ist das ein Bericht, eine Meinung oder Werbung? Daran erkennst du den Sprachgebrauch.

Merksatz: Nachricht: sachlich, Standard. Netzbeitrag: locker, kurz. Werbung: knapp, gefühlsbetont. Funktion bestimmt Sprache.

Typischer Fehler: Viele glauben: „Was im Netz steht, ist schlampig geschrieben.“ Oft ist es bewusst locker gewählt. Wichtig ist, ob die Sprache zum Ziel passt. Und: Ein lockerer Ton ist kein Beweis für Wahrheit.

Prüfen

Mini-Quiz

4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.

Frage 1 Wofür sind kurze Slogans in der Werbung gut?
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Lösung: Sie prägen sich schnell ein.

Frage 2 Woran erkennst du eine Nachricht meist?
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Lösung: Sie ist sachlich und beantwortet Fragen wie Wer, Was, Wann, Wo.

Frage 3 Locker geschriebene Beiträge im Netz sind immer falsch.
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Lösung: Stimmt nicht

Frage 4 Standardsprache wirkt in Nachrichten glaubwürdig.
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Lösung: Stimmt

Geschafft

Medientexte unterscheiden sich in Wortwahl und Ton. Standardsprache wirkt sachlich, lockere Sprache wirkt nah. Du prüfst Funktion und Wirkung.

Zum Schluss

Kannst du das schon?

Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.

Zum Ausdrucken

Übungsheft Jugendsprache, Dialekt und Standardsprache

Kurz erklärt, 46 Aufgaben in drei Stufen und alle Lösungen. Kostenlos.

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