Wer liest mit? Öffentlich oder privat
Im Netz gibt es verschiedene Grade von Öffentlichkeit. Vor dem Schreiben solltest du einschätzen, wer mitlesen kann.
Das lernst du heute
- Ich kann den Grad der Öffentlichkeit einer Nachricht einschätzen.
- Ich kann daraus ableiten, was ich schreibe und was nicht.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Das Internet ist öffentlich, Regeln im Klassenchat
Nicht jede Nachricht im Netz ist gleich öffentlich. Eine Nachricht an eine einzelne Person ist privat. Ein Gruppenchat ist halböffentlich: Alle Mitglieder lesen mit, und jedes Mitglied kann den Text weitergeben oder abfotografieren. Ein offenes Profil, ein Kommentar oder ein Forum sind öffentlich. Dort können sehr viele Menschen mitlesen, auch Fremde. Einmal veröffentlichte Beiträge lassen sich oft nicht vollständig löschen, weil sie kopiert werden können. Deshalb gilt: Überlege vor dem Schreiben, wer mitlesen kann, und passe Inhalt und Ton an. Schreibe nur, was du auch im Klassenzimmer vor allen sagen würdest.
| Form | Wer liest? | Grad der Öffentlichkeit |
|---|---|---|
| Nachricht an eine Person | eine Person | privat |
| Gruppenchat | alle Mitglieder | halböffentlich |
| Offenes Profil, Kommentar | alle im Netz | öffentlich |
Öffentlichkeit einschätzen
- Text: Lea schreibt im Klassenchat mit 28 Mitgliedern: „Hat jemand Tom gestern gesehen? Der hat sich voll blamiert beim Vortrag.“
- Wo steht die Nachricht? Im Klassenchat mit 28 Mitgliedern.
- Das ist halböffentlich: 28 Personen lesen mit.
- Folge: Was Lea schreibt, kann Tom verletzen, und andere können es weitergeben.
- Besser: Wenn sie etwas Persönliches hat, schreibt sie Tom allein oder spricht mit ihm.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Eine Person: privat.
Eine Gruppe: halböffentlich.
Offenes Profil: öffentlich.
Ein Beispiel
Ein Zettel in deiner Hand ist privat. Ein Zettel an der Schulwand liest jeder. Ein Gruppenchat ist wie ein Zettel, den viele in der Hand halten.
Schritt für Schritt
Wir schätzen die Öffentlichkeit ein.
- Lies: Can schickt Jana allein: „Kannst du mir heute Abend bei Mathe helfen?“
- An wen geht die Nachricht? An Jana allein.
- Wer liest mit? Nur Jana, solange sie sie nicht weitergibt.
- Grad: privat.
Mit einem Bild erklärt
| Beispiel | Grad |
|---|---|
| Nachricht an Jana | privat |
| Klassenchat mit 28 Personen | halböffentlich |
| Kommentar unter einem offenen Beitrag | öffentlich |
Zur Grundlage zurück
- Das Internet ist öffentlich – Du weißt schon, dass das Internet öffentlich ist.
- Regeln im Klassenchat – Du kennst schon Regeln im Klassenchat.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wie viele Personen lesen im Klassenchat mit?
Lösung ansehen
Lösung: halböffentlich
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Wer liest mit, und was steht drin?
Lösung ansehen
Lösung: Sie ist privat und enthält nichts Verletzendes.
Tipp: Frage dich vor dem Senden: Wer kann das lesen? Würde ich es auch laut vor der Klasse sagen?
Merksatz: Privat, halböffentlich, öffentlich: Je mehr Leute mitlesen, desto vorsichtiger solltest du sein.
Typischer Fehler: Viele glauben, ein Gruppenchat sei privat. Alle Mitglieder können den Inhalt weitergeben.
Mini-Quiz
4 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
Lösung ansehen
Lösung: ein Kommentar unter einem offenen Beitrag
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Lösung: Wer kann das lesen und weitergeben?
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Stimmt nicht
Geschafft
Du musst vor jeder Nachricht einschätzen, wer mitliest. Je größer der Kreis, desto mehr Vorsicht.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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