Damals und heute: Gesellschaft und Macht vergleichen
Du vergleichst Rom mit der Gegenwart. Du suchst Gemeinsamkeiten und Unterschiede und begründest ein Urteil.
Das lernst du heute
- Ich vergleiche Rom und heute nach Kriterien.
- Ich nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
- Ich begründe ein Urteil.
Das brauchst du schon: Vielleicht hilft dir zuerst eine dieser Lektionen: Provinzen und Herrschaftsanspruch, Frauen, Männer, Kinder: Rollen in Rom
Bei einem Vergleich wählst du Kriterien. Zum Beispiel: Wer darf wählen? Wer hat Macht? Welche Rechte hat jeder Mensch? In Rom entschied das Bürgerrecht. Wählen durften nur männliche Bürger. Frauen und Sklaven waren ausgeschlossen. Macht hatten Senat, Ämter, später der princeps. In Deutschland gilt das Grundgesetz. Es sichert allen Menschen Grundrechte zu, zum Beispiel die Würde des Menschen und die Gleichheit vor dem Gesetz. Bei der Bundestagswahl dürfen deutsche Staatsangehörige ab 18 Jahren wählen. Die Macht ist auf Parlament, Regierung und Gerichte verteilt. Gemeinsam ist: Auch heute gibt es Spannungen zwischen Arm und Reich und Streit um Mitbestimmung. Der römische Redner Cicero schrieb: Salus populi suprema lex esto. (Cicero, De legibus 3,8) Hilfen: salus (Wohl), suprema (höchste), lex (Gesetz), esto (soll sein). Übersetzung: Das Wohl des Volkes soll das höchste Gesetz sein. Dieser Gedanke wird bis heute genutzt, wenn man über Macht und Recht nachdenkt. Neue Wörter: populus (Volk), supremus (höchster, oberster).
| Kriterium | Rom | Deutschland heute |
|---|---|---|
| Wahlrecht | nur männliche Bürger | volljährige Staatsangehörige |
| Grundrechte | abhängig von Stand und Bürgerrecht | für alle Menschen |
| Sklaverei | erlaubt | verboten |
| Macht | Senat, Ämter, später princeps | geteilt auf Parlament, Regierung, Gerichte |
Ein Urteil begründen
- Wir vergleichen das Wahlrecht.
- In Rom durften nur männliche Bürger wählen.
- Heute dürfen alle volljährigen Staatsangehörigen wählen.
- Urteil: Das Wahlrecht ist heute viel breiter, weil es nicht mehr vom Geschlecht abhängt.
Ich verstehe das noch nicht
Such dir aus, was dir hilft.
Noch einfacher erklärt
Erst Kriterien wählen.
Dann vergleichen.
Zuletzt begründet urteilen.
Ein Beispiel
Du vergleichst zwei Schulen. Du fragst: Wie groß sind die Klassen? Wie lange dauert der Unterricht? So geht der Vergleich zwischen Rom und heute.
Schritt für Schritt
Wir vergleichen die Sklaverei.
- Kriterium: Rechte der Menschen.
- In Rom hatten Sklaven fast keine Rechte. Sie galten rechtlich als Eigentum.
- Heute ist Sklaverei verboten, denn die Würde des Menschen ist unantastbar (Grundgesetz, Artikel 1).
- Das ist ein großer Unterschied.
Mit einem Bild erklärt
| Gemeinsamkeit | Unterschied |
|---|---|
| Streit zwischen Arm und Reich | Rom: Sklaverei erlaubt, heute verboten |
| Mitbestimmung ist umstritten | Rom: Frauen ohne Wahlrecht, heute Wahlrecht für volljährige Staatsangehörige |
Zur Grundlage zurück
- Provinzen und Herrschaftsanspruch – Dort lernst du zwei Sichtweisen auf die römische Herrschaft.
- Frauen, Männer, Kinder: Rollen in Rom – Dort lernst du Rollen von Frauen, Männern und Kindern kennen.
Jetzt zusammen
Wir lösen die Aufgabe gemeinsam. Nutze die Hilfen, wenn du sie brauchst.
Zeig mir den ersten Schritt
Wer galt in Rom als Bürger?
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Lösung: männliche Bürger
Jetzt du
Jetzt probierst du es allein.
Zeig mir den ersten Schritt
Was heißt salus?
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Lösung: Das Wohl des Volkes soll das höchste Gesetz sein.
Tipp: Lege zuerst Kriterien fest. Dann vergleichst du Punkt für Punkt.
Merksatz: Ein Vergleich braucht Kriterien. Nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ein Urteil braucht eine Begründung.
Typischer Fehler: Viele vergleichen ohne Kriterien und sagen nur: früher war es anders. Wähle erst Kriterien aus.
Mini-Quiz
5 kurze Fragen, ohne Noten. Bei jeder Frage kannst du dir die Lösung ansehen.
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Lösung: Heute ist die Sklaverei verboten.
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Lösung: Kriterien
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Lösung: Stimmt
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Lösung: Es gibt Streit um Mitbestimmung und Besitz.
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Lösung: kurz und einprägsam
Geschafft
Du vergleichst Rom und die Gegenwart nach Kriterien. Dein Urteil begründest du mit Belegen.
Kannst du das schon?
Hake ab, was du schon kannst. Was noch fehlt, schaust du dir einfach noch einmal an.
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